Sonntag, 11. April 2010

Das wollte ich eigentlich sagen

"Oma", fragte Bastian aber dann plötzlich und drehte sich um, "was ist eigentlich ein Knastologe?"

So nachzulesen in Walter Kuhnkes Kolumne mit dem Titel "Die Hauptsache ist ein guter Charakter" (DONAUKURIER, 10./11. April 2010).

Menowin war auch ein Knastologe. Er ist aber nicht nur ein Raufbold und Scheckfälscher, was ihm zwei Lehrjahre hinter schwedischen Gardinen eingebracht hat, sondern auch ein hervorragender Sänger. So viel Gefühl, und dieses devote Lächeln, man spürt förmlich die Bescheidenheit, die Demut vor der großen Kunst, die diesem neu aufgehenden Stern am deutschen Musikhimmel innewohnt. In diesem Wesen muss doch ein "guter Charakter" hausen.

Und das Wichtigste ist dabei noch gar nicht gesagt  - er ist mein Landsmann. Ja, Menowin ist Wahlingolstädter. Welche Aufregung das gestern den ganzen Tag war. Diese Vorfreude. Ich wusste, er wird es schaffen, wieder schaffen, er wird, er muss Deutschlands Superstar werden, mein Landsmann Menowin. Und ich habe mitgefiebert und angerufen und an den Lippen der Jurymitglieder gehangen.

Die Jury besteht bei der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" aus einer sehr hübschen und kompetent auftretenden Blondine, eingerahmt von zwei Männern. Und mehr wollte ich eigentlich hier gar nicht sagen, nur ihre - der Männer - meistgebrauchten Vokabeln wollte ich kundtun. Zwei Wörter haben den ganzen Abend ihre "Musikkritikerbewertungen" geprägt: "geil" und "Scheiße".

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