Samstag, 15. Januar 2011

Servus Nino!

Februar 1979. Musikantenball. Das heißt Konzertabend. Der Moderator, damals und dort hieß er noch Ansager, kündigt Zwei Trompeter an. Und zwar so:

In einem Tale standen
in pechschwarzem Gewande,
gefangen im Liebesgewebe,
zwei blutjunge Trompeter.

Ihrer Trompete Töne stiegen auf
zu dem fernen Försterhaus,
aber dort oben wollt' sich nichts rühren,
verschlossen blieben alle Türen.

Staunend des Försters Töchter lauschten
den so fremd klingenden Lauten.
Das war nicht das vertraute Waldhorn, 
da klang ein ihnen fremder Ton.

In Gesellschaft hört man oft,
dass die Trompeter heute noch,
drunten in dem Tale steh'n
und sehnsuchtsvoll zur Hütte sehn.

Nino & Helmuth betreten die Bühne mit ihren Trompeten. Und spielen. Für ihre Mädchen. Für das Publikum. Und die Zeitung berichtet davon: Heimatklänge zum Wochenausgang

Die zweite Stimme ist verklungen. Nino wurde heute zu Grabe getragen. Helmuth wartete dort auf ihn und spielte mit Freunden Rauschende Birken ... ohne die zweite Stimme aus seiner Jugend.



Leb wohl Nino!

Irgendwann spielen wir wieder alle zusammen.

Toni

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