Montag, 23. April 2012

Wer "Herr der Ringe" lesen will, sollte nach Ingolstadt kommen

Und zwar in der Zeit vom Donnerstag, dem 26. April 2012, 19:00 Uhr bis zum Sonntag, dem 29.April 2012, 13:00 Uhr. In dieser Zeitspanne wollen die Ingolstädter nämlich „den kompletten Herr der Ringe von J.R.R. Tolkien am Stück lesen. Wer Lust hat mitzumachen, kann sich über folgende Anschriften bewerben: johannes.langer@ingolstadt.de oder Kulturamt Ingolstadt, Johannes Langer, Stichwort „Herr der Ringe“, Auf der Schanz 39, 85049 Ingolstadt. Dieser Versuch soll laut dem Informationsblatt INGOLSTADT LIEST! „noch nie dagewesen“ sein. Zumindest Tolkien betreffend, denn Karl May-Fans wissen, dass es solche Marathonlesungen schon gab. Gelesen wird rund um die Uhr, jeweils 30 Minuten pro Teilnehmer, in der Harderbastei, Oberer Graben 55.
Am Montag, 30. April 2012, kann man sich dann alle drei Filme Herr der Ringe von 15:00 Uhr bis Dienstag 2:30 Uhr im Kinosaal der Volkshochschule Ingolstadt, Hallstraße 5 ansehen. Karten zu 15 € gibt es nur für die Dreierpackung.

Der Rekordversuch findet im Rahmen der 19. Ingolstädter Literaturtage statt, die mit diesem Ereignis beginnen und bis zum 11. Mai dauern. Folgende Programmpunkte wurden bekanntgegeben:

- 2. Mai 2012, 19:00 Uhr, Harderbastei: Lesung mit Antje Wagner
- 3. Mai 2012, 19:00 Uhr, Club MAKI, Jesuitenstraße 3: Poetry Slam, Leitung: Bas Böttcher & Pauline Füg
- 4. Mai 2012, Unterrichtszeit, Gnadenthal-Gymnasium und Katharinen-Gymnasium: Lesung mit Bastian Bielendorfer
- 4. Mai 2012, 20:00 Uhr, Club MAKI: Lesung mit Sarah Kuttner
- 6. Mai 2012, 11:00 Uhr, Harderbastei, Preisverleihung des Schülerschreibwettbewerbs (heuer Fantasy-Geschichten)
- 9. Mai 2012, 20:00 Uhr, Stadtbücherei, Hallstr. 2: Lesung mit Ingo Schulze
- 10. Mai 2012, 20:30 Uhr, Altstadttheater, Kanalstraße 1: Lesung mit Josef Bierbichler
- 11. Mai 2012, 19:00 Uhr, Harderbastei, literarische Nacht mit Ingolstädter Autoren: Jens Rohrer, Michael von Benkel, Iris Koller, Elisabeth Willner, Susanne Feiner, Martina Funk, Paul Misch und Hildegart Wirthmüller.

Foto: Anton Potche


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Resonanz
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Kulturreferent Gabriel Engert hat  die 19. Ingolstädter Literaturtage eröffnet. Der DONAUKURIER zitiert ihn mit der ermutigenden Feststellung: "Wir sind von der Kraft der Sprache überzeugt."

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Der INGOLSTÄDTER ANZEIGER vom 2. Mai 2012 berichtet, dass "die Komplettlesung der Tolkien-Trilogie Der Herr der Ringe 55 Stunden dauerte". 90 Mitwirkende "haben es in dieser Zeit geschafft, das bekannte Werk ohne Unterbrechung Tag und Nacht dem teils mehr, teils weniger zahlreich anwesenden Publikum vorzulesen".
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60 Zuhörer hatte Antje Wagner bei ihrer Lesung in der Harderbastei, schreibt der DONAUKURIER in seiner Ausgabe vom 4. Mai 2012. Eigentlich wollte die Schriftstellerin vorwiegend aus ihrem neuesten Buch Schattengesicht lesen, weil aber 4/5 der Zuhörer Jugendliche waren, grieff "die Potsdamer Autorin bald zu der Geschichte der Ich-Erzählerin Franka" aus dem ihrem Jugendbuch Unland
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"Dichten in der Diaspora - Bei den Literaturtagen feiern zehn Nachwuchsautoren im schummrigen Licht des Maki-Club Premiere", titelt der DONAUKURIER in seiner Samstagsausgabe vom 5./6. Mai 2012. Der Organisator der Literaturtage, Johannes Langer, wird mit der Aussage zitiert. "Poetry Slam ist ernstzunehmende Kultur." 10 Interpreten standen auf der Bühne - neun Schülerinnen und ein Schüler. Auch ihre Mentoren Pauline Füg und Bas Böttcher, "der als Begründer der Poetry-Slam-Szene in Deutschland gilt", trugen Gedichte vor.
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Der Herausgeber und Chefredakteur der Wochenzeitung BLICKPUNKT, Michael Schmatloch, nähert sich der Ingolstädter Der-Herr-der-Ringe-Lesung mit feiner Ironie und erinnert in einer Kolumne in der Ausgabe der KW 18 daran, dass Organisator Johannes Langer eigentlich ursprünglich davon ausging, "der Herr der Ringe sei die Autobiografie von Rupert Stadler und bestens dazu angetan, durch eine öffentlichkeitswirksame Würdigung das Verhältnis zwischen Stadt und Audi zu vertiefen".
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Vor 120 Zuhörern hat Sarah Kuttner im ingolstädter Club MAKI gelesen. Es war angeblich "eine muntere Stunde mit einer quirlig-flippigen Plaudertasche". Und dass die Autorin aus ihrem Roman auch wirklich gelesen hat, deutet Walter Buckl im DONAUKURIER (07.05.2012) an, wenn er berichtet, dass "Sarah Kuttner tatsächlich das Lesen unterbrach, bis die Besucherin wieder da war". Die hatte nämlich mal kurz austreten müssen.
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Die Kulturredakteurin Anja Witzke vom DONAUKURIER (11.05.2012) zeigt sich beeindruckt von Ingo Schulzes Lesung bei den Literaturtagen in Ingolstadt. Schon "das Selbstlesen" bereitet beim Erzählband Orangen und Engel "großes Vergnügen". "Das Zuhören jedoch gestaltet sich als regelrechtes Abenteuer."
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Die Literarische Nacht der Ingolstädter Literaturtage ließ anscheinend nur einen Wunsch offen: Zuhörer. Diese waren wahrscheinlich, laut DONAUKURIER-Berichterstatter Lorenz Erl, von Biergärten und Straßencafés angelockt worden. Trotzdem wurde gelesen. Zuerst lasen die "Siegerinnen des Schanzer Schülerschreibwettbewerbs": Jasmin Balz und Elisabeth Haug. Sodann begaben sich die Mitglieder des Ingolstädter Autorenkreises ans Mikrofon und lasen "in einem interessanten Mix" (DONAUKURIER, 14.05.2012) aus ihrem literarischen Schaffen. Und dies waren: Michael von BenckelSusanne Feiner, Elisabeth Willner, Gisela Geiseler, Jens Rohrer, Martina Funk, Paul Misch und Aribert Ebert. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Annette Berger (Akkordeon), Daniela Mayer (Violoncello) und Christian Ledl (Klavier).
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