Samstag, 30. Juni 2018

Juni 2018 - Giarmata in den Medien


Staus ohne Ende
aus BanatulAzi.ro, Timişoara / Temeswar; 05.06.2018
Die nicht enden wollenden Staus auf der Landstraße Timișoara - Giarmata bilden sich besonders am Bahnübergang bei Giarmata. Dort ist der Straßenbelag schon so schlecht, dass viele Fahrer abbremsen, um ihre Autos nicht zu beschädigen. Die Unterschriften für den Ausbau des A1-Zubringers sind zwar alle getätigt, das 80-Millionen-Lei-Projekt wurde aber noch nicht in Angriff genommen. Spätestens in diesem Herbst soll es aber soweit sein.
+ + + Schau merr mol! + + +

Niederlagen
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 10.06.2018
Fußball - Liga V Timiș – Serie II – 27. Spieltag
Unirea Banloc - Millenium II Giarmata  3:2
Comești - Unirea Cerneteaz  4:3
Tabelle: 5 Unirea Cerneteaz  41
8 Millenium II Giarmata  38

Die siebente Auflage der „Trachtentruhe“
aus BanatulMeu.ro, Timişoara / Temeswar; 14.06.2018
Der Wettbewerb für „Gesang- und Tanzgruppen, Volksmusikorchester, Rezitatoren, Vocal- und Instrumentalsolisten“ hat heuer im Kreis Timiș „mehr als 1500 Laienkünstler auf die Bühnen von 63 Ortschaften“ gebracht. Die Schlussveranstaltung, „ein wahrer Folkloremarathon“, findet am 17. Juni um 17:00 Uhr im Temeswarer Capitol-Saal statt. Der Eintritt ist frei.
+ + + Und wie mich das an Cântarea României erinnert. Schließlich und endlich war man ja auch dabei. Und ich wäre unehrlich, wenn ich nicht zugeben würde, dass es manchmal sogar Spaß gemacht hat. + + +

Jugendfußball
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 17.06.2018
Das für Junioren ausgetragene Turnier „Memorial Nicu Moraru“ wurde am Wochenende in Giarmata ausgetragen.
+ + + Es gibt nur eine Fotostrecke ohne weitere Informationen. + + +

Nebel im Sommer
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 18.06.2018
Die Meteorologen warnen vor einer für den Sommer ungewöhnlichen Wetterfront. Dichter Nebel soll sich über weite Teile des Banats ausbreiten. Auch Giarmata soll bis 10:00 Uhr (Montag) in einen Nebel, der die Sicht bis auf 50 Meter einschränkt, eingehüllt werden.
+ + + Der do owwe losst sich net in die Karte schaue. + + +

Bahnübergang wird repariert
aus DeBanat.ro; Timişoara / Temeswar; 19.06.2018
Zwischen dem 20. Juni, 7 Uhr, und dem 21. Juni, 20 Uhr, wird der Bahnübergang bei Giarmata auf der Kreisstraße 691 repariert. Die Umleitung geht auf der Kommunalstraße 58 über Cerneteaz.
+ + + Zwaa Täch vill verkehr forr die Zorner! + + +

Bahnübergang wird noch nicht repariert
aus BanatulAzi.ro, Timişoara / Temeswar; 20.06.2018
Wegen einer Schlechwetterprognose werden die Reparaturarbeiten am Bahnübergang bei Giarmata auf der Kreisstraße 691 vertagt.
+ + + Bis wann, weiß man noch nicht. + + +

Gemeinderat tagt
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 25.06.2018
Nur drei Themen stehen auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung vom 28. Juni 2018. Beim ersten Tagesorednungspunkt geht es um das „Regionalprojekt zur Infrastruktur der Wasser- und Abwasserversorgung im Kreis Timiș / Temesch im Zeitrahmen 2014 – 2010“. Da soll Giarmata sich finanziell beteiligen. Die zwei anderen Sitzungsthemen beinhalten wieder die Festlegung von Einbahnstraßen in Giarmata.
+ + + Das sieht schon nach Urlaubsstimmung im Gemeinderat aus. + + +

Ambrosia artemisiifolia
aus PrimăriaGiarmata.ro, Giarmata / Jahrmarkt, 26.06.2018
Das ist der wissenschaftliche Name des Unkrauts Ambrosia, bekannt auch unter den Benennungen Beifußblättriges Traubenkraut, Beifuß-Traubenkraut, Aufrechtes Traubenkraut, Wilder Hanf oder Fetzenkraut. Die Pflanze ist giftig und kann bei Hautkontakt heftige Allergien auslösen. Auch die Pollen der Pflanze sind gesundheitsschädlich. Jetzt hat die Gemeinde einen Aufruf veröffentlicht, die Pflanze auf den eigenen Grundstücken oder Feldern zu vernichten. Wer dem seit dem 17. März 2018 gültigen Gesetz zur Vernichtung dieses Unkrauts nicht Folge leistet, kann als Privatperson mit einer Strafe von 750 bis 5000 Lei und als Unternehmer von 5000 bis 20.000 Lei belangt werden. Spätestens bis zum 30. Juni müssen die Pflanzen vernichtet sein.
+ + + Dieser Anschlag am Gemeindebrett wäre im März bestimmt sinnvoller gewesen als jetzt, denn die Pflanze keimt vom Frühjahr bis in den Sommer hinein. + + +

Neues Müllsammelsystem
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 27.06.2018
Die Firma RETIM ECOLOGIC SERVICE erweitert ihren Müllsammelradius im Kreis Temesch. Das System funktioniert schon seit Jahresanfang in mehreren Kleinstädten des Kreises. Jetzt sollen auch Temeswar und in zwei weiteren Schritten die umliegenden Ortschaften mit einbezogen werden. Voraussetzung für ein gutes Funktionieren ist natürlich das Mitmachen der Bevölkerung. Zum Einsatz kommen je Haushalt vier Behältnisse: braun (Komposter), gelb (Papier, Metall, Plastic), grün (Glas – aufgestellt an mehreren öffentlich zugänglichen Plätzen in den Ortschaften) und schwarz (Restmüll). Auch Giarmata gehört zu den anvisierten Ortschaften.
+ + + In Deutschland funktionieren verschiedene Systeme.  + + +

Interview mit Maria Petchescu
aus FOAIA de GIARMATA, Timişoara / Temeswar; Juni 2018
Fotoquelle: FOAIA de GIARMATA
Das Folkloredensemble Sânziene Bănățene aus Giarmata ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Laienformation des Banats. Die Tanz- und Volksmusikgruppe wird von drei erfahrenen Kulturschaffenden geleitet: Maria Petchescu, Volksmusiksängerin – zuständig für die SängerInnen, Rusalin Hoarcă, ehemaliger Tänzer beim Profiensemble Banatul – Initiator und Ensembleleiter, Veronica Kretten, ehemalige Tänzerin bei Banatul – verantwortet die Choreografie. In einem ausführlichen Interview erzählt Maria Petchescu (Foto) von der Kulturtätigkeit in Giarmata und findet lobende Worte für Bürgermeister Virgil Bunescu: „Wenn Herr Bunescu uns nicht unterstützen würde, wäre nichts entstanden. Herrn Bürgermeister gefällt, was wir machen. Er ist ein gebildeter Mensch. Herr Bunescu unterstützt uns auch weiterhin, damit wir mit unseren Folkloredarbietungen den Namen Giarmatas landesweit und sogar international bekannt machen.“ Es wird im kulturellen Bereich auch erfolgreiche Nachwuchsarbeit geleistet. Zu den Hoffnungsträgern zählen: Alexandru Felciuc, Anamaria Mătase, Ana Ardelean, Maria Florea und Cristian Spoeală.
+ + + Un des alles ohne Blechmusik! Unglaublich!  + + +


Mittwoch, 27. Juni 2018

Auch die Donau fließt immer weiter


Was der Fußball uns gibt, ist mehr als die Spannung, das Unvorhergesehene, das Mitfiebern, der Rausch und der Schmerz. Er ist auch ein Abbild unserer Gesellschaft. Und das meine ich in globalem Maßstab. Man muss nur hineinhorchen in die Aussagen der statistikfesten Kommentatoren von Radio- und Fernsehsendern und man bekommt ein Bild von der Aussagekraft einer Sportart, eines Spiels mit dem Namen Fußball.

Ich habe mich seit beginn der WM 2018 vor die Flimmerkiste gesetzt und mir die eine oder andere Aussage von Kommentatoren in Stichworten notiert. Auf meinem Zettel sieht das bisher etwa so aus:
01.) Tormann vom Iran = in einer Nomadenfamilie groß geworden, den Stamm verlassen & in die Hauptstadt gegangen, als Autowäscher gearbeitet, um bei einem Fußballverein Fuß zu fassen.
02.) Tormann von Ägypten – vom Dorf vier Stunden Busfahrt, um zum Training zu kommen.
03.) Stürmer vom Iran in Schweden geboren und dort aktiv  - zweimal in der schwedischen Nationalmannschaft gespielt.
04.) Der Jüngste bei den Australiern ist im Iran geboren.
05.) Der Vater eines isländischen Spielers ist als Fernsehkommentator vor Ort.
06.) In Belo Horizonte war ein ganzer Krankenhausflügel für die Operation Neymars reserviert.
07.)Der Torhüter von Panama = Torhüter von Dinamo Bukarest.
08.) Einer der belgischen Spieler ist in Italien verpflichtet und verteilte auf Heimaturlaub Essen & Getränke an Obdachlose = ganz unauffällig. Fans haben ihn gesehen + Nachricht verbreitet.
09.) Bei den Senegalesen spielt ein gebürtiger Brasilianer.
10.) Der Trainer von Argentinien = von Beruf Bankkassierer.
11.) In der Mannschaft Nigerias = ein gebürtiger Russe und ein gebürtiger Berliner.
12.) Bei der Schweiz spielen gebürtige Cosovo-Albaner, Mazedonier, Bosnier = ausgepfiffen von serbischen Fans.
13.) Alle Engländer spielen in England.
14.) Trainer von Senegal hat viele Familienangehörige in einem Feuer verloren.
15.) Senegal = nur ein Spieler spielt auf dem afrikanischen Kontinent – in Guinea.
16.) Maradona tanzt siegestrunken mit einer Dame in der VIP-Loge und der Fernsehkommentator meint lakonisch zu diesen im wahrsten sinne des Wortes bewegten Bildern: Hoffentlich geht es ihm gut!
... ... ... 

Public Viewing in Ingolstadt
Deutschland – Südkorea 0:2
Ja, man könnte ewig fortfahren, um den globalen Aspekt dieser faszinierenden Sportart zu begreifen. Ich hatte mir vorgenommen, solange mitzunotieren, wie unsere deutsche Mannschaft im Turnier bleibt. Jetzt ist sie ausgeschieden. Nicht weil sie schlecht gespielt haben, unsere Jungs. Nein, nein. Weil der Fußball längst ein Weltphänomen geworden ist, in dem unzählige Akteure auf hohem und sehr hohem Niveau agieren. Und weil es das Spektakulärste und Faszinierendste an jeder Sportart ist, dass auch Weltmeister verlieren können. Und vor allem, dass man nie weiß, wann und wie. Der Fußball wird auch nach dem heutigen Tag weiter leben, so wie auch die Donau immer weiter fließen wird.

Anton Potche

Montag, 18. Juni 2018

Mensch, Ossi!


Ich hat mer forr dee Text do e Arwetstitel zurechtgeleet, und des war Zwaa Musiker aus'm Banat im Gespräch. Awwer noo hun ich’s doch net iwers Herz gebrung, de Titel zu ännre, weil er halt besser zu meim Vorhaben passt: Ich will iwer de Specks Ossi schreiwe, weil ich zufällich uf e YouTube-Interview gstoß sin, des wu mer wirklich ans Herz gang is. De Horst Keller is e Banader Schwob aus Glogowatz, der wu jetz in Rastatt lebt un vun dort aus e ziemlich erfolgreiche YouTube-Kanal zum Gittare spille lerne betreibt. Der Mann nennt sei Internet-Auftritt Horst Keller VIP-Guitar. Desjohr im Fewer is’m ingfall, sei Aktivität uf YouTube auszuweide. Er hot sich nämlich vorgholl, Interviews mit verschiedene Leit, ich gehn jetz mol davun aus, dass die meistens aus der Musikwelt kumme werre, zu feehre. Un sei eerscht (un bisher aah letzt) Interviewpartner war de Specks Ossi aus Johrmark.

Asso absolut souverän war de Ossi in dem Gspräch, des muss ich schun mol vorrewech holle. Dass es in der Stunn un 19 Minutte, so lang hun die zwaa geredd, un merr hat de Eindruck ghat, sie hädde noch lang so weidermache känne, meistens um die Musik gang is, kann merr sich leicht vorstelle. De Specks Ossi hot verzählt, wie des selmols war, wie er in die Musik regelrecht ningebor is wor in dem „kleinen Örtchen Jahrmarkt. […] Da gab’s mehr Blasmusik, als Brot zu essen. […] Es gab zwei riesen Blasorchester, die beide damals im Banat führend waren für ihre Qualität. […] Mir wurde die Musik in die Wiege gelegt.“ Des mit der Wieh is wirklich e herrlichi Anekdote. Awwer die verzähl ich do net noh. Die horcht Dehr eich besser selwer on, weil des Video kann merr jo noch uf YouTube siehn.

Es war sogar forr mich, der wu mi’m Specks Ossi so manchi Kerweihnaacht uf de Haader-Kulturheimbiehnes verbrung hot, e Iwerraschung, was der in seim Musikerlewe so alles erlebt hot. Mensch, Ossi, ich hun zum Beispiel net gewisst, dass du net norr e leidenschaflicher Blechmusikant warscht un noch bist – annerscht kännst du jo net schun seit Johre bei de Egerländer Musikante die Tuba blose -, sondern dass du schun in Rumänien e, ja, merr kanns annerscht net nenne, sehr origineller Rockmusiker warscht. „Ich glaub, ich war der einzige Tubist in Rumänien, der in der Rockband mit der Tuba gespielt hat“, verzählt de Ossi. Un wie de Dixie Krauser ne iwerzeujt hot, i’me Rockkonzert, Open Air vor 3000 Zuschauer, mit der selmols (1980er Johre) in Rumänien berühmt Band Pro Musica ufzutrede, des sellt merr sich in dem Interview net entgehn losse.

Merr erfahrt in dem Interview wirklich sehr, sehr vill iwer die Musik als Kunst – „Die Musik ist die größte Form der Kunst, weil sie wirklich Körper, Geist und Seele in Einklang bringt.“ (Originalton Ossi) -, als gesellschaftliche Leim, der wu alles zammhalle kann, als absoluter Glicksausleser, awwer aah als ganz perseenliches Ufputschmittel, als Stressfaktor un leider aah als Belastung forr die Familie.

Horst Keller (li.) un Oswald Windrich
im Interview uf YouTube
 1. Fewer 2018

Un sellt’s jetz noch e Johrmarker gewwe, der vleicht net waaß, wer de Specks Ossi is, dem will ich’s do verrode: Des is de Oswald Windrich, Musiker wie er leibt un lebt, grundehrlich  un bekannt wie e schecklicher Hund. Un do is des Interview: https://www.youtube.com/watch?v=xUXpSvGODeo.

Berns Toni

Montag, 11. Juni 2018

Die Wehwehcher kumme mit der Zeit un verflieje mi’m Horst


Mei bessri Hälft un ich sin am vergangne Freitachnammittach dorch Bad Herrenalb, des leit im Nordschwarzwald, spazeert un hun uns rumgschaut, wie merr des halt so macht, wann merr es eerschte Mol in’re Ortschaft is. Scheen gemietlich, war sofort mei Eindruck, alte Fachwerkheiser, e klooner Bach plätschert dorch die Ortschaft un dorch de Kurpark … un, des Bild hot mer ganz gut gfall. „Schau“, hun ich zu meiner Fraa gsaat, „dort vorre sitze zwaa alte Leit uf der Bank vor ehrem Haus, so wie sunntachsnammitachs drunne bei uns.“ Mer hun in e Café wolle un drum an der Bank vorbei misse. Ich hun Grieß Gott gsaat, obwohl merr des heitzutach nemmi so macht, wann merr an fremde Leit langst geht. Awwer des war vor der Bank so e Reflex vun mer, weil des Bild mit dee zwaa Leit – der Mann hat e dichtes grooes Hoor un e ebenso scheene Vollbart ghat un die Fraa hot zwar noch jinger ausgschaut, hat awwer aah schun e paar grooe Strähne in der Frisur ghat - mich halt so an Dehoom erinnert hot. Die zwaa hun zrickgegrießt un mer, mei Fraa un ich, ware schun zwaa drei Schritt weider, noo hot’s bei mer hinner der Stern geblitzt un ich sin automatisch stehn geblieb. Die zwaa Leit, besonders die Fraa war sich anscheinend ganz sicher, hun so gegrießt, wie wann se mich odder mei Fraa odder uns alle zwaa kenne meechte. Ich hun mich automatisch rumgedreht un der Blitz in meim Kopp hat ganzi Arwet geleist ghat: Die letzte 45 Johr ware weg un vor mer uf der Bank hun de Cornel un sei Efi ghuckt un sich diebisch driwer gfreut, dass sie uns un net mer sie es eerscht erkannt hun.

Na gut forr des gebt’s nateerlich e ganz logischi Erklärung: Die zwaa sin halt wie die meiste Mensche in 45 Johr etwas älter wor, während ich so jung un hibsch geblieb sin wie ...

Dass die zwaa awwer uf der Bank in dem Kurort gsitzt hun un mei Fraa un ich iwerhaupt dort langst kumm sin, losst sich aah leicht erkläre: Unser 53er Johrmarker Johrgang hat am nächste Tach im Parkhotel Luise sei Johrgangstreffe ghat. Un de Cornel un ich sin halt 53er, norr mit dem kloone Unnerschied, dass merr’s mer noch net onsieht. Nateerlich hun mer uns uf unser kloones Treffe vorm große Treffe ehrlich gfreut un schun mol e bissje vorverzählt. (Bevor die Bayre uf’s Oktowerfest fahre, ton vill schun mit Flaschebier vorglieje, so nenne se des. Gut de Cornel is jetz a vereddelter Franke un ich e Oberbayer, awwer des macht jo nicks, des mit dem Vorverzähle an der Bank vor em Haus hot schun mol sehr gut geklappt. Un ich hun des als e gudes Omen forr de nächste Tach empfunn.)

Fotos: Berns Toni

Un mei Vorgfiel war richtich. So um zwaa Uhr am Samstachnammitach is es uf der Terrasse vum Parkhotel Luise lebhaft wor. Ich hun e Zeit lang Meisje gspillt un des ganze aus meim Hotelzimmer i’me owre Stockwerk beowacht. Do schau her, hun ich mer gedenkt, des is jo wie in Johrmark in der Kerch: Uf der oon Seit sitze die Weiwer un uf der anner die Männer. Un des hot sich aah net geännert, wie mei Fraa un ich nunner gfahr sin. Mei bessri Hälft is automatisch zu de Weiwer gang un ich zu de Männer. Des is aah so geblieb, bis zum Sektempfang un em anschließende Kaffee un Kuche.

Es Prokersch Susje, des wu aah desmolrum des Treffe hervorragend organiseert hot – es Bogorsch Lissje hot’m dabei gholf -, hot uns all begrießt un gsaat, wie des Treffe ablaafe soll. Gstärkt mit Sekt, Kaffee un Kuche hun mer uns uf die Trapp gstellt – ich hun mich vorher nochmol gekamplt – un de Higl Hans, der wu’s Kirschje hot, hot uns noo abgenomm, asso Bilder gemach. De Hans hot uns noheer noch e Video iwer unser Kindheit un Jugend in Johrmark gewies. Der Mann kennt sich aus, muss ich schun soon. Do is bei mer wenicher Nostalgie un meh aufbauendi Erinnerung ufkumm. De Hans hot in seim Film nämlich Bilder vun unsrem Kinnergarte- Schul- Kerweih- un Familielewe vun dort unne aus’m Banat mit de selmols wichtiche politische un kulturelle Ereignisse in der Welt vermischt. Des war alles sehr kurzweilich un forr de oone un annre fleicht sogar informativ, weil oonerseits hot merr jo selmols aah net alles so mitkriet un annerseits hot merr schun so manches vergess.

Zum Verzähle hot’s nateerlich genuch gewwe zwischen Fotografeere un Owedbuffet. Un ich will schun aah e bissje ehrlich sein: Es is net norr um die Englskinn gang. Ich war sogar etwas entteischt. Leit, die ware jo all irgendwie krank, mei Kumrade. Des gilt forr Fraa wie Mann. E jeder hat schun mol was ghat. Do ware manche debei, die hun sogar die lateinische Nome vun ehre Krankheide gewisst. Norr ich hat noch nie etwas ghat, kern gsund.

Na, was is denn des jetz? Mei Fingre wolle jo nemmi. Wieso werre die uf mol so steif. Do war doch vorgester uf'm Treffe noch nicks. Ich kann jo gar nemmi weider tippe. Na, saa mol. Na, so etwas ... ... ... Ich hat e Pause ingeleet ghat un proweer jetz, weider zu schreiwe.

Komischerweis hot des 53er-Lazarett – die Partner hadde nateerlich aah all ehre meh odder wenicher spannende Krankheitsgschichte zu verzähle ghat – sich Stick forr Stick ongfang ufzulese un wie e kloones Wunner in e echti, bestens gelaunti Wohlfielgsellschaft umzuwandle. E großi Schuld odder Verdienst, wie merrs halt siehn will, hat de Reiter Horst aus Großjetscha ghat. Des war de Musikant, de wu’s Organisationsquartet – de Hesslersch Franz und de Griwls Sepp hun ehre Weiwer nateerlich bei der Organisation unnerstitzt – angascheert hat. Des war e gude Griff, muss ich schun soon. Die Wehwehcher sin immer wenicher wor un die Tanzfläche immer voller. Awwer vun dem Wunner hot merr jo schun efter gheert, wann vun Schwowetreffe die redd war. Un des do war jo aah e Schwowetreffe. Zumindest mer is kooner ufgfall, der wu sei Johrmarker Mottersproch verlernt hot. Gut, e paar kloone Akzente hin odder her … Awwer wie gsaat, uf mol ware se all so gsund wie ich, der noch nie etwas ghat hat un bestimmt aah net krien werd. Was soll des aah mit der Jammrerei? Spätestens bei de Polonaises (es hot meh gewwe) ware se all wedder fit.

Au, mei Kreiz. Ich moon, des Sitze vor'm Computer tot mer nemmi gut. Efi, host du noch e Voltaren dehoom? Kumm schmeer mich mol in. Na, was is denn des jetz. Asso so weh hot des merr jo noch net geton ... ... ... Des hot jetz e bissje länger gedauert. Awwer es Enn werr ich schun noch hinkrien.

Um 12 Uhr in der Naacht war Schluss, hot misse Schluss gemach werre. Awwer so genau hot nemol de Horst es mi’m Feierowed halle wolle un uns 53er noch e paar Sticker gspillt, bevor die alte Wehwehcher sich wedder melle. Un oons vun dee Sticker hot uns dron erinnert, dass so e Treffe inhaltlich weit iwer de enge Klassekreis nausgeht un gedanklich vill meh es ganze Dorf mit seine Mensche inbezieht. De Horst hot nämlich gsaat, dass er in seim Textebuch e vum Kersche Nick noch perseenlich gschriebne Liedtext hot, un er uns des Lied zum Abschied spille werd: „Seara cînd pe cer apare luna“. Spätestens jetz ware mer all wedder im Johrmarker Kamin … un zrick in der Zeit, in der wu noch kooner vun uns gewisst hot, was e Wehwehche is.

Dankscheen Horst! Awwer vor allem: Dankscheen Susje, Lissje, Franz un Sepp! Es war scheen mit eich uf unsrem Johrgangstreffe im Parkhotel Luise.

Des gebt’s doch net. Is des jetz e Heckseschuss? Ich hat doch noch nie etwas ghat. Un die Organisatore hun uns doch versproch, beim nächste Treffe sogar alle Koste zu troon … awwer norr, wann mer all so jung wie heit un ohne Wehwehcher kumme … Au … Krutzitirk … mei Kreiz … Ich moon, des werd uns aah es nächste Mol was koste.
 Berns Toni

Montag, 4. Juni 2018

Zimbri bavarezi în Carpați

Fratele mai mic al bizonului american este zimbrul. Ceea ce îi diferă pe cele două animale este printre altele și mediatizarea dispariției lor ca specie. Pe cînd bizonul american a devenit prin decimarea sa necruțătoare în același timp simbol al dispariției populației indiene din America de Nord, zimbrul a dispărut treptat prin vânătoare excesivă din pădurile europene, fără șansa de a deveni o caracteristică pentru o perioadă istorică anume.

După afirmațiile lui Florin Arjocu, fondatorul portalului Drum liber - Vezi România cu alți ochi, „ultimul zimbru din Moldova a fost ucis în 1762“, iar în revista sibiană VERHANDLUNGEN UND MITTEILUNGEN DES SIEBNEBÜRGISCHEN VEREINS FÜR NATURWISSENSCHAFT, Nr. 1-3, din 1916, se poate citi într-un studiu amplu de Dr. B Syalaz că în Transilvania „ultimul bison europaeus (zimbru)“ și-ar fi petrecut ultimii ani de viață în grădina zoologică din Schönbrunn / Viena, unde a murit în anul 1809. Acest zimbru cu numele Miska a devenit legendar. Se știe că în secolul XVIII în Transilvania au fost prinși mai mulți zimbri și ulterior duși în renumitele și laolaltă groaznicele teatre de vânătoare cu hăituitori din Budapesta și Viena, unde, spre deliciul spectatorilor, trebuiau să lupte cu o haită de câini de vânătoare.
Zimbru în zona de agrement
Baggersee din Ingolstadt

Foto: Anton Delagiarmata

Acum, după aproximativ 200 de ani, exportul est-vest de zimbri s-a transformat într-un export vest-est. Diferența dintre cele două schimbări ale spațiilor de viață este totuși esențială: pe când zimbrii din Carpați au fost transportați într-o captivitate (de multe ori chinuitoare) pe viață, astăzi transporturi cu zimbri pleacă din Germania cu destinația România, pentru un program de repopulare în libertate a unor zone carpatice cu aceste animale. Cotidianul DONAUKURIER din orașul bavarez Ingolstadt a publicat în 9 mai 2018 un articol sub titlul În drum spre libertate -   Cinci zimbri din Donaumoos și-au început ieri drumul în munții Carpați.

Acest proiect a fost inițiat de organizațiile World Wide Fund for Nature (WWF) și Rewilding Europe. Este prevăzut ca până în anul 2025 în Carpații de Sud să trăiască în libertate 500 de zimbri. După anul 1927 zimbrii dispăruseră din zonele împădurite ale Europei. Doar 12 exemplare au constituit baza pentru o renaștere a zimbrilor, se poate citi în articolul din DONAUKURIER. Astăzi trăiesc deja în jur de 4500 de exemplare în Europa. 34 dintre ele au constituit până acum o turmă care trăiește într-un teren amenajat în apropiere de Ingolstadt.  Acum turma s-a micșorat pentru procesul de revitalizare a unei specii aproape dispărută. Din păcate nu se precizează în articolul din ziarul german unde anume au fost transpotați zimbrii bavarezi (localitate sau regiune). Oricum, dacă animalele vor fi botezate în România, o tradiție de care amintește și Florin Arjocu în lucrarea sa, numele lor probabil că nu vor începe cu RO ci cu GE.
Anton Delagiarmata