Montag, 17. Januar 2022

Ein etwas verwischtes, aber doch stimmiges Gemälde

Géza von Cziffra: Kauf dir einen bunten Luftballon – Erinnerungen an Götter und Halbgötter; F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München, Berlin, 1975; ISBN 3-7766-0708-4; Seiten 400; (bei verschiedenen Händlern noch online bestellbar von 4,17 € bis 185,89 € - Stand: 16. Januar 2022, 20:42 Uhr)

Am 30. Dezember 1974 beendete Géza von Cziffra seine Erinnerungen an Götter und Halbgötter mit dem Geständnis: “Sieglinde ist meine fünfte Frau. Sie bringt seit siebzehn Jahren Ruhe, Zufriedenheit und Glück in mein Leben. Ich schrieb dieses Buch für sie, damit sie endlich sieht, wen sie geheiratet hat.“

Anerkennung und Dankbarkeit für die Liebe einer Frau, begleitet von einem Mea culpa, wo es doch in all den Jahren davor nicht immer so brav und reibungslos über die Bühne ging, das Leben des am 19. Dezember 1900 in Arad geborenen Journalisten, Theaterautors, Romanciers, Filmregisseurs, Drehbuchautors, Filmproduzenten, Dichters und nicht zuletzt Frauenhelden Géza von Cziffra. Auf seine unzähligen Affären mit Sternchen der deutschen und österreichischen Filmszenen der 20er und 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts war er anscheinend recht stolz, denn er wies immer wieder direkt oder in oft amüsanten Anspielungen darauf hin: „In vielen Betten lag ich zwischen einem nackten Mädchen, das Helga, Hilde, Ingrid oder sonstwie hieß, und Victoria, Hamsuns meistverschlungenem Roman, der griffbereit auf dem Nachttisch wartete.“ Oder zu einem im Berliner Hotel Adlon vereinbarten Treffen mit dem weltberühmten schwedischen Weltreisenden Sven Hedin: „Er reiste dann auch ab, ohne das Vergnügen gehabt zu haben, mich zu treffen, denn ich verschlief das Rendezvous. Natürlich nicht allein.“ So klingt gesundes (arrogantes?) Selbstbewusstsein, obzwar diese „Halbgötter“ natürlich nur die Nebenschauplätze in Géza von Cziffras bewegtem Leben bevölkerten.

Wichtig waren ihm eigentlich die Begegnungen und die Zusammenarbeit mit weiblichen werdenden Stars wie Elisabeth Bergner, Marlene Dietrich, Greta Garbo, Marika Rökk u.a. Die Männer der Szene – dazu gehörten nicht nur Filmmenschen – trafen sich an Stammtischen in Wien, Berlin, Prag, Budapest oder Hamburg. Und ihre Namen sind nicht weniger klangvoll: Bertolt Brecht, Ödön von Horváth – auf seine ungarischen Landsleute war von Cziffra besonders stolz – Erich Kästner, Max Reinhardt, Hans Albers, Arnold Schönberg u.v.a.

Géza von Cziffras Art zu erzählen ähnelt einem lockeren Parlieren. Daten seiner eigenen Biografie kommen nicht im Tagebuchstil daher, sondern sind an Begebenheiten gebunden, die keinen Anspruch auf fixe Datums erheben. So zum Beispiel die Schilderung seiner ersten Begegnung mit dem damals schon europaweit bekannten Journalisten Egon Erwin Kisch: „Und nun saß ich im Romanischen Café , gleich am Tag meiner Ankunft in Berlin, ihm gegenüber und himmelte ihn an. […] Ich mußte ihm meinen Werdegang erzählen. Daß ich in Siebenbürgen, in Arad, geboren bin, seit meinem fünfzehnten Lebensjahr schrieb und mit siebzehn und achtzehn Jahren in Ungarn mit meinen Gedichten einige Literaturpreise gewonnen hatte. […] Ich erzählte ihm, daß meine Geburtsstadt 1918, am Ende des Krieges, von den Franzosen und Rumänen besetzt worden war, daß mich der französische General Maxim Weygand wegen eines politischen Leitartikels hatte verhaften lassen, daß ich aus dem Gefängnis geflohen war, den breiten Maros-Fluß durchschwommen hatte und so nach Ungarn entkommen war.“

Diesen Mut, ja oft Abenteuerlust, hat sich von Cziffra ein Leben lang bewahrt. Gepaart mit zum Teil unverschämtem Glück, allerlei von Zufällen und nicht zuletzt mit einem sehr breiten Netz von Beziehungen hat er diese Courage besonders in der Zeit der Nazidiktatur gebraucht, um weiter kreativ bleiben zu können. Es gab auch für ihn Momente, da schien es ihm an den Kragen zu gehen: „ Ich wurde auf Grund anonymer Anzeigen vierzehnmal von der Gestapo vorgeladen.“

Natürlich schreibt Géza von Cziffra auch über sein Filmschaffen: „Ich habe etwa hundert Drehbücher geschrieben und circa fünfzig Filme inszeniert.“ Einige auch in ungarischer Sprache, soll hier nicht unerwähnt bleiben. Zu den Produktionen, die er in seinen Erinnerungen erwähnt, gehören zum Beispiel Das singende Hotel, Nachtschwester Ingeborg, Banditen der Autobahn, Zwei Engel im Pullover, Musikparade und noch einige andere.

Zu Musikparade zitiert der Autobiograph den auch noch in unsere Zeit hinein wirkenden (ich denke an die heute 60- bis 100-Jährigen) Peter Alexander aus der Zeitschrift FRAU IM SPIEGEL: „Schon mein nächster Film, Musikparade, brachte mir die Bekanntschaft mit einem Regisseur, dem ich sehr viel verdanke und der zu den faszinierendsten Persönlichkeiten des deutschen Showbusiness zählt: Géza von Cziffra. Dieser gebürtige Ungar ist sozusagen einer der Väter des deutschen Revue-, Tanz- und Operettenfilms überhaupt.“

von Cziffra hat sich mit diesem Buch nicht nur seiner fünften Frau vorgestellt, sondern auch ein zwar leicht verwischtes, aber doch stimmiges Gemälde der deutschsprachigen Filmlandschaft gemalt. Informativ und unterhaltsam. Und man hat das Gefühl, dass Géza von Cziffra nicht nur mit den anderen, sondern auch mit sich selber ehrlich umgegangen ist: „Ich bin ein ziemlich cholerischer Mensch ...“ Ihn und seine vielen Freunde, Bekannte und Mitarbeiter kennengelernt zu haben (auch auf vielen Fotos), war mir eine Freude. Der gebürtige Arader ist am 28. April 1989 in Dießen am Ammersee gestorben.

(Kauf dir einen bunten Luftballon ist der Titel einer deutsch-österreichischen Verwechslungsfilmkomödie aus dem Jahre 1961. Regie und Drehbuch: Géza von Cziffra, Musik: Michael Jary, Kamera: Willy Winterstein; Darsteller: Toni Sailer, Ina Bauer, Heinz Erhard, Paul Hörbiger, Gunther Philipp, Fritz Muliar, Ralf Wolter u.a.)

Ach ja, solltest du, verehrter Leser, auf einem Spaziergang durch die deutsche und österreichische Literatur- und Filmlandschaft zufällig den Herren Peter Trenk, Richard Anden oder Albert Anthony begegnen, so wisse, es ist immer derselbe Géza von Cziffra.

Anton Potche

Montag, 10. Januar 2022

So klingt Böhmisch-Mährisch aus dem Schwarzwald

Ja, wo kommen denn die jetzt her? Aus dem Schwarzwald kommen sie, die Original Schwarzwälder Musikanten. Und sie sind eher zufällig auf meinem PC-Display aufgetaucht. Mein Gott: Ich bin jetzt noch hin und weg. Mährisch-Böhmisch. Ein Melodienrausch in Vollkommenheit. Und es ist vor allem ein Beweis dafür, dass diese Musik nie sterben wird.

Sogar mehr als das: Transzendenz pur! Ernst Mosch ist gegangen. Aber neben seiner Musik, seinen Kompositionen, seinem unverwechselbaren Stil und stetem Perfektionsdrang hat er uns sogar seine dieser und nur dieser Musik so artverwandte Stimme hinterlassen – in den schwingenden Stimmbändern Michael Maiers, der dieses aus sechs Blechbläsern, einem Akkordeonisten, einem Schlagzeuger und einer Sängerin bestehende Ensemble leitet. Wenn er zusammen mit seiner Partnerin singt, erlebt man Stimmenkongenialität in reinster Ausprägung. (Und das wurde von Konzert zu Konzert immer noch besser.)

Was diese Musiker aus ihren Instrumenten und Stimmen an Klangwelten zaubern, ist dynamisch, harmonisch und rhythmisch so perfekt, dass es einem den Atem verschlägt, aber gesamtmusikalisch auch so schön, dass man der sprichwörtlichen Gänsehaut nicht entkommt.

Screenshot: Anton Potche
Ich könnte jetzt endlos schwadronieren. Gefühle geben ja nicht nur an Tönen sondern auch an Worten einiges her. Das macht aber trotzdem schon daher wenig Sinn, weil sie ja noch da sind, die Original Schwarzwälder Musikanten - auf ihrer Homepage. Wer sich die Zeit nimmt und ihre Online-Konzerte verfolgt, wird Blasmusikdarbietungen höchster Güte erleben, Corona-Konzerte (zwei im Jahre 2020 und zwei 2021) aus der heimischen Stube für alle da draußen, die nach mährisch-böhmischer Blasmusik schmachten.

Die Stammbesetzung dieser Formation aus dem Schwarzwald wird in ihrem Internetauftritt mit folgenden Musikern angegeben:
Flügelhorn: Andreas Maier & Christian Betz
Trompete: Matthias Eberhart
Tenorhorn / Bariton: Michael Maier & Thomas Dold
Akkordeon: Michael Armbruster
Tuba: Mathias Gronert
Schlagzeug: Domenic Mohaupt
Gesang: Elke Karr & Michael Maier
Über ihre Biographien erfährt man einiges von Moderator Alfons Diemer.
Anton Potche

Freitag, 31. Dezember 2021

Dezember 2021 - Giarmata in den Medien

Tradition
aus PressAlert.ro, Timişoara / Temeswar; 09.12.2021
Zum elften Mal findet in Giarmata das Fest der Winterbräuche statt. Heuer soll es vom 9. Bis zum 11. Dezember auf der Bühne des in der Gemeinde veranstalteten Weihnachtsmarktes stattfinden. Auftreten werden folgende Künstler und Kulturgruppen:  die Schule Școala de Arte Timișoara, Klasse von Raluca Stanca; die Ensembles Cununa aus Agnita / Sibiu und Plaiurile Dornelor aus Vatra Dornei / Suceava; Liliana Laichici, Adrian Stanca, Ciprian Roman und die Sänger von Weihnachtsliedern aus Hunedoara; Anica Ganțu und Sänger von Weihnachtsliedern aus Mehedinți; Elena Jurjescu, Milena Țaran, Ciprian Pop, Dorinel Gavriluț Pîrvoni, Cristina Tăcină und Ion Alexandrescu, begleitet vom Volksmusikorchester Pro Datina unter der Leitung von  Prof. Adrian Scorobete. Moderation: Felicia Stoian.
 
Handball
aus SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 14.12.2021
- Die Handballer in der Temescher Kreismeisterschaft (Campionat Județean Timiș) haben im Dezember ihren ersten Spieltag bestritten. Auch Giarmata stellt eine Mannschaft. Zum Auftakt der Meisterschaft hat ACS Leu Giarmata in Giroc gegen die Lokalmatadoren von HC Giroc mit 21:29 (8:15) verloren.
+ + + Neun Mannschaften sind im Wettbewerb. + + +
- Bei den Frauen lief es besser. Die Handballerinnen von ACS Leu Giarmata haben zuhause CS Inoan Arad mit 36:18 (13:11) besiegt.
+ + + Hier sind nur sechs Mannschaften gemeldet. + + +
- Für die Juniorinnen IV wurde am 12. Dezember in Giarmata ein Meisterschaftsturnier mit 12 Mannschaften ausgetragen. Die Mädchen von  ACS Leu Giarmata haben Dominicii Moșnița Nouă mit 30:9 besiegt.
+ + + Ein zweites Turnier mit ebenfalls 12 Mannschaft fand zeitgleich in Sânnicolau Mare statt. – Eine Handball-Juniorenmannschaft gibt es in Giarmata nicht. + + +
 
Kritik
aus PrimăriaGiarmata  – FACEBOOK; Giarmata / Jahrmarkt; 15.12.2021
Die berühmt-berüchtigten Dringlichkeitssitzungen (ședințe de îndată) waren der Anstoß zu vehementer Kritik in der kurzfristig einberufenen Gemeinderatssitzung vom 15. Dezember. Frau Minodora Ștefănescu (USR) und Herr Lucian Gligor (parteilos) bemängelten, dass man sich als verantwortungsvoller Gemeinderat unmöglich in so kurzer Zeit in die Tagesordnungspunkte einarbeiten kann. Vier Themen standen zur Abhandlung: eine Haushaltskorrektur (rectificare bugetară) und drei Grundstücksprobleme. Beide Kritiker dieser Art des „Umgangs mit den Gemeinderäten“ (Gligor) haben dann auch konsequent bei allen vier Tagesordnungspunkten dagegen gestimmt.
+ + + Sitzungsdauer (ZOOM) war 25 Minuten. Für einen zur Debatte stehenden Nachtragshaushalt – es geht immerhin um etwas über 1 Million Lei – ist das schon verdammt wenig Zeit. + + +

Letzte Gemeinderatssitzung in diesem Jahr
aus PrimăriaGiarmata  – FACEBOOK; Giarmata / Jahrmarkt; 21.12.2021
- Drei Stunden und 15 Minuten hat der Gemeinderat getagt. 28 Punkte standen auf der Tagesordnung.
- Wie immer haben die Grundstücks- und Bauprobleme einen Großteil der Debatten ausgemacht. Es gab sehr viele Anträge zu Grundstücksteilungen.
- In Cerneteaz hat die Gemeinde vom Staat 20 Grundstücke zurückbekommen – mit den dazu gehörenden Problemen: Es handelt sich nämlich um eine Romasiedlung mit mehr oder weniger legalen Bauten.
- Wer die Leichenkapelle am Oberen Friedhof in Anspruch nimmt, zahlt 50 Lei pro 24 Stunden. Die Hinterbliebenen der Verstorbenen sorgen auch für die Reinigung der Kapelle nach den Begräbnissen. Jetzt lag ein Antrag vor, diese Gebühr zu erhöhen. Nach einer Intervention des Abgeordneten Virgil Bunescu, hat der Gemeinderat für eine Beibehaltung der 50 Lei plus den jährlichen Inflationszuschlag gestimmt. Die Bürger wären zurzeit durch die exorbitanten Preiserhöhungen im Land schon genug belastet, hat der Exbürgermeister argumentiert. Und die Sauberkeit in der Kapelle soll in Zukunft von der Gemeinde übernommen werden.
- Alle Schulkinder werden von der Gemeinde bezahlte Tabletts bekommen.
- Beim Tagesordnungspunkt 16 stand zum ersten Mal (in dieser Sitzung) das Problem Bittenbinder zur Diskussion. Seit etlichen Jahren ist die Gemeinde Giarmata mit diesem ziemlich komplexen Fall konfrontiert. „Bittenbinder hat noch ca. 60 Hektar”, sagte Bunescu, was ihn zu einem „glücklichen Menschen macht”. (Zu dieser süffisanten Feststellung des Giarmataer Altbürgermeisters passt eine Aussage des deutschen Abgeordneten im rumänischen Parlament, Ovidiu Ganț, die in der ADZ vom 26. Oktober 2021 nachzulesen ist: "Ich beschäftige mich  mit dieser Problematik seit über 20 Jahren und bemerke kaum Fortschritte bei der Rückerstattung. Der Landwirtschaftsminister erzählt viel und sagt nichts! Es ist bedauerlich, dass selbst der liberalen Regierung der politische Wille fehlt, die Eigentumsrechte wiederherzustellen.") Das Giarmataer Problem hat längst die Lokalverwaltung verlassen und wird auf anderer Ebene behandelt. Die Beamten in der Kreiskommission des Grundbuchausschusses (Comisia județeană de fond funciar) lassen sich Zeit. Angeblich haben sie Beweismaterial vom Nationalarchiv (Arhiva Națională) angefordert. Und jetzt nimmt die Geschichte skurrile Züge an: Man will nämlich wissen, ob Herr BittenbinderPeter oder Petru“ heißt. Und ob diese 60 ha nicht eine gefälschte Verdoppelung seines Erbes mütterlicherseits, „oder so etwas Ähnliches“, sind. Herr Bittenbinder kann jetzt sogar das Grundbuchamt wegen Verzögerung seines Verfahrens (penalizări de întârziere) einklagen ... „und gewinnen”, wie die rührige Gemeinderätin Minodora Ștefănescu meinte.
- Es sollen in Giarmata weitere Schwellen zur Geschwindigkeitsbegrenzung montiert werden.
- 15 Häuser in der Gemeinde sind sozial vergeben. Leider sind einige der Einwohner im Rückstand mit der Miete. Drei Häuser stehen leer.
- Dann war Pause.
- Und danach stand der Fall Bittenbinder wieder auf der Tagesordnung. „Wir bemühen uns seit einigen Jahren, um mit Herrn Bittenbinder an ein Ziel zu kommen“, sagte Bürgermeister Claudiu Mihălceanu. Diesmal drehte sich alles um die verfallene Hinterlassenschaft gegenüber dem Kulturheim. Die gehört nämlich schon Herrn Bittenbinder. Und die Gemeinde will sie von ihm erwerben. Es gibt noch keinen Kaufvertrag, aber einen Vorvertrag (mehr als eine Absichtserklärung scheint das noch nicht zu sein), in dem die stattliche Summe von 256.100 Euro für das ehemalige GOSTAT-Gelände (später IAS) genannt wird. Abgewickelt werden soll das Geschäft durch eine Transaktion. Zahlen müsste die Gemeinde nur die Notargebühren. Die sollen dann auch im nächsten Haushalt bereitgestellt werden. Wenn alles spruchreif ist, soll der Gemeinderat dem Kaufvertrag zustimmen. Das wird er wahrscheinlich auch, denn man ist sich einig, dass „dieses Grundstück für [die Gemeinde] sehr wichtig ist”. (Mihălceanu). Dieser Tagesordnungspunkt wurde einstimmig vom Gemeinderat abgesegnet.
- Die Gemeinde pumpt weitere 17 Millionen Lei in Infrastrukturmaßnahmen. Die wurden zwar kritisch hinterfragt, aber dann doch mit großer Mehrheit (nicht einstimmig) genehmigt.
- Es entspann sich auch eine angeregte Grundsatzdiskussion über die Weiterentwicklung der Gemeinde aus städtebaulicher Sicht. Ausgelöst wurde die teilweise sehr emotional geführte Debatte vom Gemeinderat Lucian Gligor, der sich bitter darüber beklagte, dass er ein schon vor Jahren erworbenes Grundstück nicht bebauen darf.
- Kommunalbetriebe: Die Gemeinde hat einen ersten Prozess gegen den Leiter dieser Firma gewonnen. Der hat aber den Weg durch die Instanzen beschritten.
- In den Straßen Nouă, Bătrână und Principală sieht man immer mehr am Straßenrand abandonnierte Fahrzeuge. Es soll Abhilfe geschaffen werden. Nur weiß noch keiner wie.
Der Gemeinderat tagt.
FotoQuelle: facebook-Giarmata
- Mit Weihnachts- und Neujahrsgrüßen des Bürgermeisters für das Bürgertum an den Bildschirmen (Laptops, PCs etc.) ging die Sitzung zu Ende.
+ + + Des war wirklich e intressanti Gemeinderatssitzung in Giarmata – mit Masken und hinner dee Fetze Gemeindeabgeordnete ohne ganze Gsichter. Un forr dee oone odder annre vun de Zuschauer war vleicht sogar e Weihnachtsbescherung dabei. Wer mer net glaabt, kann jo uf der FACEBOOK-Seit vum Giarmataer Gemeindehaus nohschaue. Awwer des wisst dehr doch schun längst. + + +
 
Corona
aus TION.ro; Timișoara / Temeswar; 25.12.2021
In Giarmata gab es an Weihnachten einen positiv auf Covid-19 getesteten Bürger.

Diebesgut aus einem Haus entwendet

aus deBanat.ro; Timişoara / Temeswar; 28.12.2021
Ein 18-Jähriger hat in der Iohani-Gasse aus einem Haus ein Handy und zwei Autoschlüssel entwendet. Und weil einer der Schlüssel passte, hat er gleich eine Fahrt mit dem Wagen unternommen. Er kam aber nur bis in die Morii-Straße. Dort hat er das Auto irgendwo angefahren – Schaden ca. 15.000 Lei – und sich aus dem Staub gemacht. Am Tag danach, 27. Dezember, wurde er geschnappt und muss sich wegen mehreren Vergehen, darunter Fahren ohne im Besitz eines Führerscheins zu sein, vor den Straf- und Justizbehörden verantworten.
 
Verzögerung
aus TION.ro; Timișoara / Temeswar; 28.12.2021
Erst 28 Prozent der Straßenbauarbeiten an der auf vier Spuren auszubauenden Kreisstraße DJ 691 sind realisiert. Fertigstellungstermin ist Ende 2022. Der Ausbau der gesamten, teilweise auch Giarmata tangierenden Strecke soll 80,34 Millionen Lei kosten, wovon 66,48 Millionen Lei von der EU kommen. Giarmata selber ist eigentlich beim Bau finanziell nicht beteiligt. Die Kostenträger sind  der Kreisrat Timiș sowie die Rathäuser von Timișoara und Dumbrăvița.


Ich winsch eich all vill Glick im neie Johr, langes Lewe, Gsundheit, Frieden, Oonichkeit un noh em Tod die ewich Glickseelichkeit.


Anton Potche   Anton Delagiarmata

Berns Toni


Montag, 20. Dezember 2021

mei mottersproch

- gedicht im johrmarker dialekt -


es is net leicht

forr nimand zu schreiwe

es is net leicht

du selwer zu bleiwe


dee kenn ich

der is gstorb

des waaß ich

wedder e stick mottersproch


die zeit hot ka zeit

uf uns zu warte

was iwrich bleibt

sin gstichelte karte


die sin im wind

mol do mol dort

wie e phonetisches wild

zwischen a un o


[uf der schanz, 1991]

berns toni



Lesung uf YouTube