Mittwoch, 4. November 2026
Samstag, 31. Oktober 2026
Oktober 2026 - Giarmata in den Medien
Ärztliche
Untersuchung
aus
ZIUAdeVEST.ro,
Timişoara / Temeswar; 01.10.2026
Das
Rathaus in Giarmata gibt bekannt, dass für den nächsten Tag im
Kulturheim von Cerneteaz Darmkrebsuntersuchungen für Personen im
Alter zwischen 50 und 74 Jahren sowie Vorsorgeuntersuchungen auf
Lebererkrankungen für Personen ab 18 Jahre durchgeführt werden. Die
Untersuchungen sind
kostenlos.
Start
în Divizia A – Start in
der A-Liga . . .,
aus
ClaudiuMihălceanu
– FACEBOOK, Giarmata
/ Jahrmarkt, 02.10.2026
. . . aber
nicht die Fußballer, sondern … die Handballerinnen. Dazu schreibt
Giarmatas Bürgermeister Claudiu
Mihălceanu
auf FACEBOOK: „Jetzt beginnt die wahre Herausforderung, das erste
Heimspiel in der A-Liga gegen CSM
Oradea. Die
Handballerinnen brauchen unser aller Unterstützung auf der Tribüne.
Kommt, zeigen wir den Mädels, was es heißt, zuhause in Giarmata zu
spielen! Ich erwarte euch am Samstag um 17 Uhr in der Sporthalle, um
sie zu unterstützen und Atmosphäre zu kreieren!“
+ + + Schad, dass ich nemmi dort sin.
Ich hätt sogar bei Basfliglhorn ausgegrabt un Attack geblos. Die
A-Liga is eigentlich die zwatt rumänisch Liga. + + +
Zukunftsverkehr
aus
TION.ro, Timișoara
/ Temeswar, 08.10.2026
Das
Rathaus Temeswar hat eine Studie zur Analyse des Verkehrs im
Munizipium und den dazu gehörenden Ortschaften der Metropolitanzone
in Auftrag gegeben. Ungefähr 2000 Einwohner aus den Ortschaften
Becicherecu
Mic, Bucovăț, Dudeștii Noi, Dumbrăvița, Ghiroda, Giarmata,
Giroc, Moșnița Nouă, Orțișoara, Parța, Pișchia, Remetea Mare,
Săcălaz, Șag, Sânandrei und
Sânmihaiu Român sollen
befragt werden.
Die
Fragen beziehen sich auf das Jahrzehnt 2035 – 2045. Die Studie
kostet 1,75 Millionen Lei und wird vom 12. Oktober bis zum 12.
November 2026 durchgeführt.
+
+ + Des gebt e echti Schau in die Zukunft. Ich sin jetz schun
neigeerich, wie die Leit sich ehre Verkehr in un um die Stadt
vorstelle. Wohn un Pheer gebts noo bestimmt kooni meh. + + +
Eine
traurige Geschichte
aus
SportTim.ro, Timişoara
/ Temeswar; 13.10.2026
(Es
war am 11. Oktober. Ich saß um 18 Uhr vor dem Fernseher und schaute
mir wie jeden Tag die Nachrichten auf TVRi (TELEVIZIUNEA ROMÂNĂ
Internațional) an. Eine mit Handy aufgenommene Szene zeigte bei
einer Kurznachricht sich prügelnde Zuschauer in einer Sporthalle
während eines Juniorinnen-Handballspiels. Die übermittelte
Nachricht sollte das schlechte Beispiel, das Eltern während einer
Sportveranstaltung für ihre Kinder abgaben, zeigen. Erst zwei Tage
später konnte ich auf SportTim.ro einen ausführlichen Bericht über
das Vorgefallene lesen.
Der (nicht genannte) Autor stieg gleich ohne Umschweife in die
Problematik des Handballs im Kreis Temesch ein: „Der Temescher
Handball hat sich am vergangenen Sonntag total lächerlich gemacht in
einem typisch rumänischen Fall, der bereits landesweit zur
Gewohnheit wurde. Auf der Haupttribüne der Sporthalle mit dem im
Handball legendären Namen Constantin
Jude
haben Eltern der Mädchenmannschaften eine Schlägerei ausgetragen. Ein
ganz gewöhnliches Meisterschaftsspiel von Mädchen im zarten Alter
der gymnasialen Juniorinnengruppe 3 (13
& 14 Jahre alt) artete
in eine Box-Gala der schlechtesten Qualität vor den Schülerinnen
von LPS
Banatul
und CSC
Millenium
Giarmata,
die ihren Augen nicht trauten, aus. Die Mädchen spürten aber, dass
sie Opfer des Landesprojekts »du
hast sie genau so, wie du sie erziehst« wurden.
Der Vorfall kam auf den Tisch der Disziplinarkommission des
Rumänischen Handballverbandes und es gab drastische Sanktionen für
die Schiedsrichter, Delegierte und … die Mannschaften.
+
+ + Warum die Mädchen aber gleich 21 Spiele nicht zuhause antreten
dürfen, will mir nicht einleuchten, wo die erwachsenen Protagonisten
auf dem Spielfeld doch nur mit je drei Etappen Sperre davonkamen …
Und die Raufbolde? Die waren ja in den Nachrichten. Das dürfte Ruhm
und Ehre genug sein. + + +
Krise
in der Automobilindustrie erreicht Giarmata
aus
ZIUAdeVEST.ro, Timişoara / Temeswar; 14.10.2026
Der
Zulieferer Valio
hat auch in Rumänien zwei Standorte – in Mioveni und Giarmata.
Christophe
Perillat,
Generaldirektor der Valio-Gruppe,
verlangt von der EU „strengere Regeln bei der Herstellung von
Fahrzeugkomponenten in Europa“. Er stellt sich eine europäische
Initiative vor, die ihre Produkte unter dem Label „Made in Europe“
produziert und vermarktet. Perillat
erläutert, dass die Auslastung der Automobil- und Zulieferwerke in
den 27 EU-Staaten zurzeit bei 75% liegt und eine noch kleinere Marge
bis zu 70% angestrebt wird. Der Direktor hält fest, dass jeder
fallende Prozentsatz bis zu 15.000 Arbeitsplätzen kosten kann. In
den kommenden 5 bis 10 Jahren, könnten sogar bis zu 600.000
Arbeitsplätze verloren gehen, sagt der Valio-Chef. Zum Schluss heißt
es in dem ausführlichen Bericht: „Für Rumänien kann die
Entwicklung der europäischen
Situation die Bedingungen für die Autofabriken und -zulieferer
beeinflussen. Die gefassten
Beschlüsse werden entscheidend für die Teilefertigung sein und
bestimmen, in
welchem Grad die Produktion in Europa unter der Schutzmarke »Made
in Europe« existieren kann.“
+
+ + Von der Lage in den zwei rumänischen Werken, wird in dem Artikel
nichts berichtet. + + +
Sammlung
pflanzlicher Reste
aus
deBANAT.ro;
Timişoara / Temeswar; 23.10.2026
Das
Rathaus Giarmata gibt bekannt, dass die
Bürger in Giarmata
und Cerneteaz ihre
pflanzlichen Gartenabfälle zur Abholung oder Abgabe (das ist nicht
präzisiert) bereit halten können. In Giarmata beginnt die Sammlung
am 28. Oktober und endet am 11. Dezember. In Cerneteaz dauert die
Sammlung vom 14. bis zum 21. Dezember.
+
+
+ Asso, Leit macht eier Gärter scheen! Wann ich uf Bsuch kumm, will
ich nicks zu staleere hun. + + +
Hattrick
aus
SportTim.ro, Timişoara
/ Temeswar; 24.10.2026
Fußball
– D-Liga – Timiș / Temesch - 10.
Spieltag
AS
FC Unirea Jimbolia - CSC
Millenium Giarmata
0:4
(0:1)
Torschützen:
Caius
Marta
(Min. 17) und Bogdan
Moroșan
(Min. 40, 69, 84).
Tabellenplatz:
7
CS
Millenium Giarmata
17
+
+ + Bogdan
Moroșan
führt
die Torschützenliste mit 14 Toren aus 10 Spielen
an. + + +
Torreich
aus
SportTim.ro, Timişoara /
Temeswar; 25.10.2026
Fußball
- Liga V Timiș – Serie II – 10. Spieltag
CSC
Avântul Jamu Mare - CS
Unirea
Cerneteaz
3:4
(2:3)
Tabellenplatz:
9 Unirea Cerneteaz 15
Müllhalden
am Straßenrand
aus
TION.ro, Timișoara
/ Temeswar, 26.10.2026
Leser
von TION.ro haben sich an die Internetplattform gewendet und
mitgeteilt, dass entlang einiger Kreisstraßen wahre Müllhalden
liegen. Besonders zwischen Giarmata und Pișchia ist die Situation
unerfreulich. Auch der Kreisrat vertritt die Meinung, dass die
Montage von Überwachungskameras eine Lösung sein könnte, wenn das
Problem rechtlich und finanziell lösbar ist.
TERRA
România in Giarmata angesiedelt
aus
ZIUAdeVEST.ro, Timişoara / Temeswar; 28.10.2026
TERRA
România
ist eine Vertriebsfirma von Bau- und Industriemaschinen. Der Ableger
der österreichischen Firma TERRA
Holding
hat jetzt in Giarmata eine neue Niederlassung eröffnet. Um die 2,7
Millionen Euro hat die Mutterfirma hier investiert. Der Leiter von
TERRA
România, Victor
Vasluian,
hat
zu dem Projekt erklärt: „Der Bedarf an Baumaschinen ist im Westen
des Landes dank der Investitionen in die Infrastruktur, Logistik und
Industriemaßnahmen nach wie vor groß.“
Gemeinderatssitzung
aus
PrimăriaGiarmata - FACEBOOK, Giarmata
/ Jahrmarkt, 29.10.2020
- Am 29. Oktober fand die
standesgemäße Gemeinderatssitzung statt. Alle 15 Räte waren
anwesend (online &
offline) – nur der Bürgermeister war nicht dabei. Seinen Sitzplatz
hatte der Vizebürgermeister Alexandru
Bronți eingenommen.
-
Es drehte sich wie so
oft viel um Grundstücke, meistens um Teilungen.
-
Die wirtschaftliche Not in Rumänien beginnt sich auf die Kommunen
auszuwirken. Das Organigramm des Bürgermeisters muss bis zum 1.
Januar 2027 umgestaltet sein. Von den 52 Arbeitsplätzen im Rathaus sollen
noch 43 bleiben. Bei der Polizei wird eine Stelle gestrichen. Der
Direktor des ortseigenen Sportclubs verliert seine Stelle als
Angestellter des Rathauses.
-
Die Pentekostalkirche „Alpha“ hat um eine Hilfe von 121.000 Lei
angesucht. Für die „școala
duminicală”, wie
es im Tagesordnungspunkt heißt.
-
Das Gesetz 15/2003
weckt noch immer Interesse bei jungen, bauwilligen Personen. Auf der
Wartungsliste sind zurzeit 300 Interessenten eingetragen.
-
Bei einem Tagesordnungspunkt wurde der Abriss von sechs Immobilien
diskutiert. In drei Monaten sollen die Bauten verschwunden sein. Die
Abrissfirma soll dafür 1.247.622,10 bekommen. Ex-Bürgermeister
Bunescu
hat diesen Preis beanstandet: „Viel zu teuer – exorbitant. Die
Summe nähert sich dem Preis der Demolierung des Dan-Păltinișanu-Stadions
– eine sinnlose Verschwendung.“
-
Es gab auch eine Wahl von zwei Gemeinderäten in den Verwaltungsrat
der Gymnasialschule. Weil die bisherigen Räte dort gute Arbeit
geleistet haben, wurden sie wieder gewählt: Luca
Bota
und Lucian
Gligor.
Altbürgermeister Virgil Bunescu hat auch seinen Parteikollegen
Andrei
Berta
(PSD) vorgeschlagen. Der hatte aber keinen Bock.
-
Auch Haushaltsänderungen standen auf der Tagesordnung. Gemeinderätin
Lenuța
Tiuch
hat sich die Mühe
gemacht, die einzelnen Änderungsposten vorzulesen. Die größte
Summe in dieser langen Liste war eine Bereitstellung für den Abbau
der Gebäude der ehemaligen IAS: 1.115.000 Lei.
Erweiterung
der Firma Hexing in Giarmata
aus
deBANAT.ro;
Timişoara / Temeswar; 30.10.2026
Die
chinesische Firma Hexing
hat ihre
Niederlassung in Giarmata ausgebaut. Das
Ziel ist, ein europäisches Zentrum für die Reparatur von
Livoltekprodukten aufzubauen. Livoltek,
auch eine chinesische Firma, produziert Solarphotovoltaikanlagen wie
etwa Batterieserien, EV-Ladegeräte, Solarstraßenlaternen und vieles
mehr.
Der
erweiterte Hexing-Stützpunkt wird folgende Aufgaben haben:
„Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten
nach dem Verkauf, Vorführungen und Produkttests, Fachausbildung für
die Monteure.“ Xiong
Huazhen,
der Leiter von Hexing
Technologies
Europe,
hat bei der Übernahme der neuen Aufgaben erklärt: „Die
Entwicklung dieses Betätigungsfeldes ist ein neuer Schritt in
unserem Engagement für Rumänien und den europäischen Markt.“ In
der Giarmataer Niederlassung wird zu diesem Zweck auch ein Livoltek
Demo
Center
in Betrieb gehen.
+
+ + Mehr als die Fusion zweier chinesischer Betriebe in Giarmata ist
das alles nicht. … Wahnsinn, was es aus unsrem Johrmark alles gewwe
hot. Un des ohne mei Wenichkeit. Wie is denn so etwas meeglich? + + +
Anton Potche
Montag, 19. Oktober 2026
Rumäniendeutsche Literatur in der Akademie Mitteleuropa e.V.
Die
Akademie Mitteleuropa e.V. teilt in
einem Newsletter mit, dass in der Bildungs- und Begegnungsstätte Der
Heiligenhof,
Bad Kissingen vom 6. bis zum 8 November 2026 ein Literaturseminar
mit der Überschrift „Distelfelder
– Zeiten des Herbstes“ / Gedichte und Literaturreflexionen
rumäniendeutscher Autorinnen und Autoren stattfinden
wird. In
den letzten Jahren wurden
schon mehrere ähnliche Veranstaltungen im Heiligenhof
abgehalten.
Jetzt soll eine Blumenlese mit Gedichten in Vorbereitung sein,
deren Entstehung
einer
vom Heiligenhof
ausgehenden
Initiative zu
verdanken ist.
Referieren und
lesen werden folgende Seminarteilnehmer Astrid Ziegler,
Anton Sterbling, Ilse Hehn, Horst
Samson, Dagmar Dusil, Katharina S.
Eismann, Edith Ottschofski, Yvonne
Hergane und Traian Pop Traian. Zusätzlich
wird auch eine Bildinstallation von Bogdan M.
Dascălu und Hans Rothgerber gezeigt. Anhand
ihrer Werkauszüge werden noch folgende Dichter in Lesungen
berücksichtigt: Hellmut Seiler, Albert Bohn
und Johann Lippet. Die Themen „Heimat, Abschied,
Sehnsucht, Liebe“ und „Mundartgedichte“ sollen an diesen drei
Literaturtagen auch Vortragszeit bekommen.
Weitere
Details zum Verlauf des Seminars findet man unter den
Kontaktdaten:
"Der Heiligenhof"
Alte Euerdorfer Straße 1
97688 Bad Kissingen
Tel.: 0971/7147-0
Fax: 0971/7147-47
Mobil: 0170/5338972
E-mail: hoertler@heiligenhof.de
www.heiligenhof.de
"Der Heiligenhof"
Alte Euerdorfer Straße 1
97688 Bad Kissingen
Tel.: 0971/7147-0
Fax: 0971/7147-47
Mobil: 0170/5338972
E-mail: hoertler@heiligenhof.de
www.heiligenhof.de
Anton Potche
Montag, 12. Oktober 2026
Jahrmarkt vor 100 Jahren - 1926 (3)
* * *
Die
BANATER DEUTSCHE ZEITUNG hat am 19. Januar 1926 eine Liste mit
Reserveoffizieren der rumänischen Armee veröffentlicht. Genannt
wird auch „Johann Alexander Koch in Jahrmarkt:
Leutnant beim Eisenbahner=Regiment“. Ob der Mann sich „in“
Jahrmarkt als Reserveoffizier bereithalten musste oder nur aus
Jahrmarkt stammte und für Einsätze beim Eisenbahner=Regiment
vorgesehen war, kann man der kurzen Mitteilung nicht entnehmen.
Am
13. Februar vor hundert Jahren veröffentlichte die BDZ die Namen der
„Wahlpräsides“ für die im Komitat Temesch=Torontal
bevorstehenden Gemeindewahlen. Die „Wahlpräsidenten“ wurden
„unter Leitung des Gerichtshofpräsidenten Dr. Timotheus
Radi ausgelost. Die Wahlpräsidenten mussten aus einer jeweils
anderen Ortschaft kommen. Für Jahrmarkt wurde Franz Matyas
aus Neupetsch ausgelost.
Am 27. April 1926 veröffentlichte
die BANATER DEUTSCHE ZEITUNG aus Temeswar
einen Artikel über eine Fahrt von „12 Banater Bauernsöhnen ins
Deutsche Reich, um die eingeleitete Austauschaktion zu
verwirklichen“. Die Gruppe stand unter der Aufsicht des Sekretärs
des Schwäbischen Landwirtschaftsvereins Johann
Wendel.
Es gab auch einen Gegenbesuch von 12 deutschen Jünglingen im Banat. Auch
in Jahrmarkt war ein Junge - aus Sachsen - untergebracht. Zum Schluss
heißt es in dem Zeitungsartikel: „Daß die deutschen Bauernsöhne
in allen Banater Gemeinden mit der größten Herzlichkeit empfangen
wurden, braucht nicht gesagt zu werden. Die Dauer des Austausches
währt 6 Monate.“
In
der gleichen Zeitung heißt es auf einer anderen Seite:
„Soldatengrüße
aus
Bessarabien.
Viele Grüße an alle ihre Verwandten und Bekannten im Banat senden
aus dem Augenspital in Kischenew (Bessarabien) […]“. Genannt
werden 37
Namen. Unter ihnen auch Jakob
Tomansky
aus Jahrmarkt. Den Leserbrief hat Johann
Habschied
„im Namen der deutschen Jugend“ geschrieben.
Artillerie-Schießübungen. So
der Titel einer kurzen Information in der BANATER DEUTSCHEN ZEITUNG
vom 31. Juli 1926 mit dem Inhalt: „Das Kommando der 1.
Artillerie=Brigade macht die Einwohner von Jahrmarkt und den
Nachbargemeinden aufmerksam, daß an den Tagen 13., 14., 15., 16.,
17., 18., und 20. September in der Umgebung von Jahrmarkt
Schießübungen mit scharfen Geschoßen abgehalten werde.“ Die
Bevölkerung wurde aufgerufen, die Schießstätte zu meiden.
Die
BDZ berichtete am 24. August vor hundert Jahren von einer ziemlich
umfassenden Polizeirazzia „am Josefstädter Bahnhof“ in Temeswar.
„Einigen schwäbischen Maurern von Bruckenau, Jahrmarkt usw., die
mit der Bahn nach Hause wollten, ging es ebenfalls so.“ 200
Personen wurden zur Präfektur gebracht und später nach Hause
entlassen. Sie alle hatten keinen Ausweis bei sich. Den eigentlichen
Grund der Razzia blieb Polizeidirektor Mihailescu
der Presse schuldig.
Unmenschliche Verprügelung eines
schwäbischen Dienstmädchens durch die Sankt=Andreaser Gendarmerie
titelte
die BANATER DEUTSCHE ZEITUNG am 7. Oktober 1926. Die Zeitung hat dem
Artikel noch fettgedruckte Inserts vorangestellt: Empörte
Passagiere und Eisenbahnbedienstete am Josefstädter Bahnhof
entreißen das mißhandelte Dienstmädchen den Händen des Gendarmen
– Der Stationschef verständigt die Rettungsgesellschaft, die das
arme Mädchen ins Spital führt – Was Therese Steier, die
Mißhandelte, erzählt – Anzeige der Spitalsleitung an die
Staatsanwaltschaft. Das
23 Jahre alte Mädchen wurde schon in Sanktandreas aufs Gröbste
mißhandelt, in diesem Zustand nach Temeswar gebracht, um
voraussichtlich wieder mit dem Zug nach Sanktandreas zurückgebracht
zu werden. Der Verlauf der ganzen Geschichte ist unerhört. Dabei
hätte Jahrmarkt eine positive Rolle spielen können. Doch es kam
ganz anders, als das Dienstmädchen Therese
Steier
es sich gewünscht hatte. In der Zeitung kann
man dazu lesen: „Gewöhnlich im Sommer haben die Mägde keinen
Posten, weil die Herrschaften in die Bäder oder aufs Land fahren. So
war es auch mit der Therese
Steier.
Sie und ihre postenlose Freundin Marie
Pfeifer
aus Darowa beschlossen, aufs Dorf hinauszufahren und dort Kukuruz zu
brechen.“ Sie fuhren nach
Sanktandreas und arbeiteten dort beim Landwirt Peter
Papernik,
als sie erfuhren, dass „der Jahrmarkter Notär ein Dienstmädchen
suche“.
Therese
Steier wollte
sich beim Notär verdingen, kam aber nicht dazu, denn der Landwirt
Papernik
tauchte überraschend in Jahrmarkt auf, um dem Mädchen
mitzuteilen, dass sein Nachbar Josef
Reiß
sie des Diebstahls von „zwei Paar Ohrgehängen“ beschuldigt.
Therese
Steier
fuhr mit dem Bauer zurück nach Sanktandreas und was folgte, endet im
ausführlichen Bericht der DBZ mit dem
Fazit,
„wie die Sanktandreser Gendarmerie zu verhören pflegt – mit dem
Ochsenziemer und der Faust.“
Männer,
die ihren Militärdienst absolviert oder schon Kriegseinsätze
überlebt hatten, waren noch längst nicht aus den Augen der
Militärbehörde verschwunden. Man konnte in der BDZ vom 28. Oktober
1926 unter dem Titel Wann
finden
die
Kontrollversammlungen
statt
lesen: „Wir meldeten bereits, dass mit dem 1. Nov. die Vidierung
des Militärbüchleins der in den Jahren 1878 bis 1900 geborenen
Männer (Reservisten, gewesene Kriegsgefangene, Enthobene, frühere
Invalide, die bei der letzten Ueberprüfung für Militär= oder
Hilfsdienst tauglich befunden wurden), ferner die Ueberprüfung der
Enthebungen beginnen werden.“ Es folgt eine lange Liste von Orten
und Datums, wo und wann die Kontrollversammlungen stattfanden. Die im
„Zentralstuhlbezirk wohnenden Männer“ mussten sich in „Temesvar,
Elisabethstadt, im Michelsschen (früher Novotny) Gasthause“ melden
– die Csernegyhaser am 11. und 12. November und die betroffenen
Jahrmarkter vom 16. bis 19. November.
In der Silvesterausgabe (31.12.1926) der BANATER DEUTSCHE ZEITUNG von
Temeswar konnte man folgenden Artikel, den ich hier in Gänze
wiedergeben werde, lesen. „Gründung einer
freiwilligen Feuerwehr in
Jahrmarkt. Nacheinander werden jetzt in den Banater
Gemeinden die freiwilligen Feuerwehren gegründet. Die allerjüngste
freiwillige Feuerwehrinstitution ist jene in der Gemeinde Jahrmarkt.
Wie man uns von dort berichtet, wurde dort vor kurzem die Gründung
ausgesprochen und im Beisein des Bezirksinspektors der Banater
freiwilligen Feuerwehr Nikolaus Heim aus Temesvar an
die Wahl der Funktionäre und wirkenden Mitglieder geschritten. Es
wurden gewählt: Notär Peter Eichert, Kommandant;
Matthias Schuld, Kommandant=Stellvertreter; Paul
Seel, Kassier; Josef Balics, Sekretär und
Nikolaus Flock, Requisitenmeister. Gleichzeitig wurden
auch 14 Unteroffiziere gewählt. Daß die Gründung zustande kam, ist
in erster Linie dem gewählten Kommandanten Peter Eichert,
der nun die notwendigen weiteren organisatorischen Arbeiten in die
Hand nahm, zu verdanken.“
(Zu
diesem Thema kann man im 1983 in Osthofen von der HOG Jahrmarkt
veröffentlichten Buch Jahrmarkt im Banat – Das Dorf rings um
den Großen Brunnen
»Prinz-Eugen-Brunnen« - Erinnerungen an unsere Heimatgemeinde
lesen: „Auch die Freiwillige Feuerwehr, die 1892 gegründet worden
war, 1927 neugegründet wurde, durfte 1949 wieder ihre Tätigkeit
aufnehmen.“ Also wurde die Jahrmarkter Feuerwehr wahrscheinlich im
Dezember 1926 und nicht 1927 zum zweiten Mal gegründet.)
* * *
Anton Potche
Mittwoch, 30. September 2026
September 2026 – Giarmata in den Medien
Ruga
Timișoarei în Parcul Rozelor – Temeswarer Kerweih im Rosenpark
aus
TION.ro, Timișoara
/ Temeswar, 08.09.2026
Am
15. September beginnt im Temeswarer Rosenpark die „Ruga
Timișoarei”. Gefeiert wird dieses Fest jedes Jahr am „Sfântul
Iosif cel Nou de la Partoș“ (Heilige
Josef der Neue von Partoș). Diese
„Kerweih“ findet mehrere Tage lang statt und vereint viele
„Volkstumsgruppen sowie junge und bewährte Interpreten des Banater
Liedgutes“. Aus Giarmata wird das Ensemble Sânziene
Bănățene
auf der Bühne im Rosenpark auftreten.
+
+ + E scheenes Fest winscht de Berns Toni! - De deitsch Josefi war in
Johrmark immer am 19. März. Do hot awwer ka Kerweih sein därfe,
weil Fastezeit war. No hun die deitsche Johrmarker immer an Phingste
Kerweih gfeiert. Des is aah schun e klooni Ewigkeit her. + + +
Katharina Kilzer bei den
Deutschen Literaturtagen in Reschitza
aus
Radio Timișora - Deutsche Sendung, Timişoara
/ Temeswar; 09.09.2026
Im März dieses Jahres fanden in
Reschitza zum sechsundddreißigsten Mal die Deutschen Literaturtage
statt. Die Deutsche Sendung von Radio Temeswar hat Aufzeichnungen von
dieser Literaturveranstaltung gemacht. Auch die aus Jahrmarkt /
Giarmata stammende Journalistin Katharina Kilzer war
damals in Reschitza dabei. Jetzt hat der Temeswarer Sender die
Tonaufnahme von Katharina Kilzers Beitrag gesendet. Die
literaturbeflissene Exjahrmarkterin hat ihren Vortrag in zwei
geteilt: Zuerst hat sie Industriefotos gezeigt, die Erhard
Berwanger in den 80er Jahren in Reschitza gemacht hat, und
danach hat sie von ihrem Buch, das sie zusammen mit Anita
Maurer geschrieben hat, erzählt. Darin dreht sich alles um
Temeswarer Geschichten und
Legenden, aber besonders um historische Gebäude, Paläste, Brücken Brunnen, Parks, die
Bega, Kirchen und Denkmäler, Persönlichkeiten, Zeitungen, Straßen,
Cafés u. a. Dass Katharina Kilzer in ihrem
Reschitzaer Beitrag auch vom Temeswarer Pressewesen sprach, wird bei
der ehemaligen FAZ-Mitarbeiterin wohl niemand verwundern.
+
+ + Fotos von Erhard
Berwanger
kann man hier sehen: Erhard
A. Berwanger - Photo Essay – Galleries
und
Katharina
Kilzers
Vortrag
hier: https://www.facebook.com/reel/2185310108895355
. + + +
Ruga in Giarmata
aus
ZIUAdeVEST.ro, Timişoara / Temeswar; 10.09.2026
Vom 4. bis zum 8.
September haben die Bürger von Giarmata ihre Ruga (also
Kirchweihfest zu deutschen Zeiten)
gefeiert. Das Internetportal ZIUA de VEST veröffentlichte seinen
Beitrag zu dieser Veranstaltung mit dem Titel: „Ruga și Zilele
Comunei Giarmata au adus împreună muzica modernă, etno-rockul și
tradițiile folclorice”. Also vereinte das Fest moderne und
traditionelle Musik- und Tanzdarbietungen. „Tausende Menschen“
sollen heuer die Ruga
besucht haben. Das Medium hat seinen ausführlichen Artikel wie folgt
beendet: „Die Veranstaltungen gingen am Dienstag, den 8.
September, in einem festlichen Akt zu Ende, als die Gemeinschaft von
Giarmata, geleitet von Bürgermeister Claudiu Mihălceanu
den religiösen Feiertag »Die Geburt der Mutter Gottes« (auch
»Kleine Heilige Maria« genannt), also
Patroziniumsfest
der ortseigenen Kirche, feierte. Die Bürger haben sich zum Gebet für
Frieden, Gesundheit und Wohlstand der Gemeinde getroffen, wobei der
spirituelle Akt die gefestigte Gemeinschaft dieser Ortschaft an ihrem
wichtigsten Feiertag bekräftigte.“
+ + + Scheen! Wann uf ’s Johr noch
die Original
Egerländer
Musikante
dazu kumme, noo werre Vergangenheit, Gegenwart un Zukunft zammkumme.
Wann … jo wann ... Uf jede Fall hot mer jemand vun so etwas
verzählt.
+ + +
Heimpleite
aus
SportTim.ro, Timişoara
/ Temeswar; 12.09.2026
Fußball
– D-Liga – Timiș / Temesch - 4.
Spieltag
CSC
Millenium Giarmata – Universitatea
de Vest din Timișoara 1:2
(0:2)
Torschützen:
Alexandru
Popovici (Min.
46) für die Gastgeber bzw. Mario
Petruș
(Min. 22) und Adrian
Vlădic
(Min. 32).
Aufstellung
CSC
Millenium:
Ciprian
Badea
(Jahrgang 2000), Rudolf
Lutsch
(1986), Ioan
Mera
(1987), Sorin
Oneţ
(1992), Lucian
Şiel
(2005), Andrei
Drăgulescu
(2010), Alex
Popovici
(2001), Sebastian
Stoica
(1998), Vasile
Dzitac
(1990), Caius
Marta
(1994) und Bogdan
Moroşan,
(1992).
Trainer:
Mihai
Vida
Eingewechselt
wurden Eduard
Zele
(1993), Gabriel
Gînju
(1997), Eduard
Babela
(2007). Nicht zum Eissatz kamen die Reservespieler Felix
Pop,
Vali
Şofronea,
Gabriel
Iordan,
Dragoş
Coroiu
und
Andrei
Orban.
Tabellenplatz:
10 CSC
Millenium Giarmata 4
Straßenreparaturen
aus
deBANAT.ro;
Timişoara / Temeswar; 16.09.2026
Das
Rathaus Giarmata gibt bekannt, dass „in diesen Tagen
Reparaturarbeiten“ am Straßenbelag in Giarmata und Cerneteaz
vorgenommen werden. Die Arbeiten wurden notwendig, um die Qualität
des Straßenbelags in gutem Zustand zu erhalten und auch um die
Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.
+
+ + Aufgerissene Straßen sind immer ein Beweis dafür, dass die
Kommune noch Geld im Säckel hat. + + +
Sturm
auf die Insekten
aus
deBANAT.ro;
Timişoara / Temeswar; 23.09.2026
In
Giarmata und Cerneteaz war für den 23. September wieder eine
Desinfektionskur für die zwei Ortschaften angesagt. Schon zum
sechsten Mal heuer.
+
+ + In
der Rubrik
für die Kommentare fragt Ion
Ionel:
„Gibt es noch Stechmücken oder von welchen
Unannehmlichkeitsinsekten (insecte de disconfort)
ist
die Rede?“ … Und Banatean
gibt zu Bedenken: „Ho ma, der Winter ist da.“ +
+ +
Kostenlose
Entsorgung
aus
TION.ro, Timișoara
/ Temeswar, 24.09.2026
Die
Firmen RETIM und ADID Timiș
organisieren für
Temeswar und die umliegenden Ortschaften der Zone 1 eine kostenlose
Altkleidersammlung vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember. Die Bewohner
aus Giarmata und Cerneteaz können ihre gebrauchten Textilien am 10.
Dezember von 11:00 bis 18:00 Uhr im Gemeindezentrum abgeben.
+
+ + Nichts Neues, aber trotzdem gut. + + +
Ball für die Senioren
aus
BanatulAzi.ro, Timişoara
/ Temeswar; 26.09.2026
![]() |
| FotoQuelle: BanatulAzi.ro |
Na
ja ...
aus
SportTim.ro, Timişoara /
Temeswar; 26.09.2026
Fußball
- Liga V Timiș – Serie II – 6. Spieltag
ACS
Unirea Banloc - CS
Unirea
Cerneteaz 4:2
Tabellenplatz:
10 Unirea Cerneteaz 6
+
+ + De Zorner schein ’s net gut zu gehn ... Awwer de Johrmarker net
vill besser. + + +
Anton Potche
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