Samstag, 31. Juli 2021

Juli 2021 – Giarmata in den Medien

Auto in Flammen - 1
aus OpiniaTimișoarei, Timişoara / Temeswar, 03.07.2021
Eine Überwachungskamera an einem Wohnhaus in Giarmata – die Zeitung schreibt von einer Villa – hat das Anzünden eines Autos festgehalten. Das Video wurde auf YouTube veröffentlicht: https://www.opiniatimisoarei.ro/atac-de-tip-mafiot-langa-timisoara-masina-incendiata-la-giarmata-totul-a-fost-filmat-video/03/07/2021
 
Auto in Flammen - 2
aus ZIUAdeVEST.ro, Timişoara / Temeswar; 03.07.2021
Das in Giarmata abgefackelte Fahrzeug soll dem Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Alin Văcăreanu gehören. Im Haus lief die Taufparty seines Sohnes. Die Polizei hat zwei mögliche Gründe für die Tat parat: persönliche Feinde oder Nachbarn, die den ständigen Lärm (laute Musik) aus der Pension satt haben.
+ + + Der Unterhaltungs-Lärm in Giarmata wurde auch schon mal in einer Gemeinderatssitzung angesprochen. Wie man sieht, ohne Erfolg. + + +
 
Impfungen
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 09.07.2021
19,82 Prozent der Giarmataer Bevölkerung ist gegen Copvid-19 geimpft. Damit liegt die Gemeinde auf Platz 22 von 99 Ortschaften im Kreis Timiș / Temesch.
 
Zwei neue Beamten im Rathaus
aus PrimăriaGiarmata - Giarmata / Jahrmarkt, 13. & 14.07.2021
Die Gemeinde hatte drei Ausschreibungen für Beamtenposten im Rathaus getätigt. Nach einer Anhörung wurden folgende Personen als geeignet erklärt: Szitar Adina–Marinele (Abteilung Städteplanung), Santa Petre-Robert (Abteilung Gesellschaftsvermögen) und Mustea Lavinea-Teodora (Bürochef für den Resort Öffentliche Anschaffung, Projektmanagement und Lokale Entwicklung).
 
Laufen für einen guten Zweck
aus BanatulMeu.ro, Timişoara / Temeswar; 16.07.2021
Der Giarmataer Junge Cristian Niculcea ist acht Jahre alt und leidet an einer schweren spastischen Lehmung. Er wurde schon dreimal im Ausland operiert. Im August soll ein neuer operativer Eingriff in einem ausländischen Krankenhaus (das Land wird nicht erwähnt) vorgenommen werden. Um die anfallenden Kosten zu decken, sollen Spenden bei verschiedenen Sportveranstaltungen gesammelt werden. Mehrere Organisationen beteiligen sich bei der Ausrichtung dieser bisher einmaligen Hilfsaktion in Giarmata. Bürgermeister Claudiu Mihălceanu gab zu Protokoll: „Wir sind sehr froh, dass wir schon vor dem morgigen Lauf die zur Operation im Ausland benötigte Summe einsammeln konnten. Es reicht sogar für die Nachbehandlungen. Das ist die Stärke einer Gemeinschaft von guten Menschen.“
+ + + Respekt! + + +
 
Eine beträchtliche Spende für Cristian
aus de.Banat.ro; Timișoara / Temeswar; 19.07.2021
130 Bürger, groß und klein, haben am für den achtjährigen Cristian Niculcea organisierten Dorffest „Jahrmarkt in Bewegung” teilgenommen. Die eingegangenen Spenden haben alle Erwartungen übertroffen: 9.600 Euro. Cristian soll in Chișinău, der Hauptstadt Moldawiens, mit der nach Prof. Ulzibat benannten Methode operiert werden.
+ + + Viel Glück und alles Gute. + + +
 
Kulturreferent gesucht
aus PrimăriaGiarmata - Giarmata / Jahrmarkt, 22.07.2021
Die Gemeinde hat die Stelle eines Kulturreferenten ausgeschrieben. Man scheint dem Posten eine besondere Bedeutung beizumessen, denn der gesuchte Referent soll direkt dem Bürgermeister unterstellt sein. Und er muss ein Kunststudium absolviert haben.
+ + + De Luka Mischko un de Speck-Lehre ware Kamindirektor aah ohne Kunststudium. Awwer des war noch in Johrmark. In Giarmata un 40 Johr späder werre annre Ansprüche an die Kultur gstellt. Schau merr mol, wer’s werd.+ + +
 
Mit dem Fahrrad in die Stadt
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 24.07.2021
Der Kreisrat Timiș / Temesch hatte die Bürger Temeswars nach ihrem beliebtesten Infrastrukturprojekt gefragt und für die Realisierung der meistfavorisierten Projekte eine Million Lei im Haushalt 2021 bereitgestellt. Als erstes figuriert auf der Liste der Temeswarer Bürgerwünsche eine Fahrradstrecke Timișoara – Dumbrăvița - Giarmata. Für den begehrten Fahrradweg fordert die Projektgruppe um Cosmin Dan 500.000 Lei. In späteren Bauphasen könnte die Strecke dann beleuchtet und Unterstellmöglichkeiten geschaffen werden. Dafür müssten die Realisatoren des Projekts aber lokale oder sogar europäische Geldquellen anzapfen.
+ + + Schun mei Großvatter is mi’m Bizikl vun Johrmark in die Josepstadt zum Appeltauer in die Binderei gfahr. Des war vor’m Zwatte Weltkriech.+ + +
 
Mobile Impftruppe in Giarmata
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 25.07.2021
Am 30. Juli (Freitag) wird eine mobile Impftruppe im Giarmataer Notfallzentrum (Centrul de Permanență) Menschen gegen Covid-19 impfen. Zeitraum: 10 bis 15 Uhr.
+ + + Es gibt auch in Rumänien keine Impfpflicht. + + +
 
Radnaweg soll neu gestaltet werden
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 28.07.2021
Der Kreisrat Timiș / Temesch hat im Haushaltsplan für das laufende Jahr die Summe von 970.000 Lei für die technischen Projektarbeiten zur Asphaltierung der Kreisstraße DJ 691 vom Autobahnknotenpunkt Giarmata bis zur Grenze mit dem Landkreis Arad bereitgestellt. Das heißt, dass vier Gemeinden an der Strecke Timișoara - Lipova sich über eine bessere Verbindung freuen dürfen: Giarmata, Pișchia, Fibiș und Mașloc. Die Arbeiten an der Strecke sind für nächstes Jahr geplant.
+ + + Forr die Radnaprozione war unser aldi Landstroß aah gut genuch. + + +

Montag, 19. Juli 2021

Eine Bereicherung für den Bücherschrank

Horst Samson: Heimat – gerettete Zunge – Visionen und Fiktionen deutschsprachiger Autoren aus Rumänien, POP-Verlag, Ludwigsburg, 2013; 373 Seiten; ISBN: 978-3-86356-051-5; € [D] 15,00; € [AT] 25,00; SFr [CH] 35,00.

Eine Anthologie, ein Lesebuch … nein: ein Tagungsbuch. Genau das liegt vor mir. Ausgelesen. Um was es sich eigentlich handelt, erläutert Prof. Dr. Wolfgang Schlott, Präsident des Exil-P.E.N. (Stand 2013), in einem Vorwort: „Die vom 16. - 18. November 2012 in die Tagungsstätte „Heiligenhof“ (Bad Kissingen) eingeladenen Literaten und Literaturwissenschaftler sollten […] unter dem Thema Heimat – gerettete Zunge. Die rumäniendeutsche Literatur in der Bundesrepublik Deutschland […] aus ihren Texten lesen und sich anschließend den Fragen der Moderatoren und des Publikums stellen.“ Das haben sie dann auch getan und dank eines finanzpotenten Unterstützers, der Bundesbeauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, konnten die gehaltenen Referate und Lesungen einem größeren Leserkreis zugänglich gemacht werden. Als zweiter Förderer dieses Buchprojekts zeichnet der Internationale Exil-P.E.N.-Sektion deutschsprachige Länder. Und das bekommen interessierte Leser geboten (nicht in der Vortragsreihenfolge).

Erst einmal zwei Prosatexte von Hans Bergel (*1925), dem Nestor der rumäniendeutschen Literatur: Der Barackentrottel und Der Major und die Mitternachtsglocke. Wer Hans Bergels Biografie und Werk kennt, wird sich nicht über die Gefängnisthematik dieser Texte wundern: Sie sind Teil von Bergels Journalliteratur und klingen teilweise gelassen, sogar humorvoll, dann stark kontrastierend apokalyptisch und nicht zuletzt auch deutlich anklagend: „Über jenen Prozess der deutschen Schriftstellergruppe – procesul lotului scriitorilor germani – ist während der Jahrzehnte seither von geradezu unfassbar oberflächlich recherchierenden bundesdeutschen Journalisten und nicht minder ahnungslosen wie geschwätzigen Landsleuten so viel Unsinn gesagt, geschrieben und gemauschelt worden, dass jeder Gedanke an Richtigstellungen reizlos erscheint.“

Es folgt ein Auszug aus Johann Lippets (*1951) Roman Bruchstücke aus erster und zweiter Hand (POP Verlag, 2012). Wir sind in dem Heidedorf Wiseschdia. Die Stute heißt Doina, die Kuh reagiert auf den Zuruf Rosa, der Bauer ist Alois und die Bäuerin Florica, ein Mähdrescher ist eine Kombine und die ehemalige Landwirtschaftliche Genossenschaft ist als Ferma in Erinnerung geblieben. Die Zeit der Deutschen in Wiseschdia ist endgültig vorbei. Aber die Erinnerung an sie, gepaart mit den wenigen Überbleibseln hat einen Hauch von Romantik. Nichts Außergewöhnliches bei Lippet.

Bei Gerhard Ortinau (*1953) heißt es dann, die sieben Zwetschgen zusammennehmen. Der Text ist mit Wehner auf Öland – Eine Verkleinerung überschrieben. Seine Form ist eine Kombination aus Prosa und Theater. Sein Thema das Abhandenkommen der Kontinuität im Denken und das verlieren von Gestalten aus dem unmittelbaren Umfeld. Wahnsinn, Grauen, das Zerfallen dessen, was man einmal war oder was davon noch übriggeblieben ist, in seine Teile. Der Protagonist dieser Höllenfahrt ist kein geringerer als Herbert Wehner (1906 - 1990), einer der markantesten deutschen Politiker nach dem 2. Weltkrieg. Endlich ein nichtrumäniendeutsches Thema. Das Ganze liest und fühlt sich so an: „Kassandra, nein Greta. Ich will, dass die Greta kommt und das Süße zum Nachtisch und meine Pfeife bringt. Jetzt laut. Seit vierzig Jahren habe ich keinen Verrat begangen an meiner Tabakmarke REVELATION. Nur im Bett, im Bundestag und im Zuchthaus habe ich nicht geraucht.“

Helmut Seiler (*1953) ist mit einem stark selbstbezogenen und sehr kurzen Text vertreten. Mein Bleistift hat nach seinem letzten Punkt fortgeschrieben: Man kann oft mit seinen eigenen Träumen wenig anfangen, geschweige denn mit denen Anderer.

Balthasar Waitz (*1950) hat drei Prosastücke aus seinem Band Krähensommer und andere Geschichten aus dem Hinterland (Cosmopolitan Art Verlag, Temeswar, 2011) für diese Blumenlese bereitgestellt. Mit Unsere schwäbische Blasmusik ist die eine Erzählung betitelt. Als Jahrmarkter muss ich mich bei dieser Geschichte fragen, was besser ist: Musikantenstreit oder Musikantensucht.

Der Lyrikteil beginnt mit Gedichten von Ilse Hehn (*1943). Auch bei dieser Poetin gilt, dass Menschen, andere Menschen, mit Gedichten oft wenig anfangen können. Der/die Dichter/in hat sie manchmal zu sehr nur für sich geschrieben.

Und trotzdem fällt es nicht immer schwer, ein Sonett zu lieben, schon wegen seinem Rhythmus und Reim. Als Beispiel könnte man Junger Mond über Saalbach von Franz Heinz (*1929) anführen – auch wenn oder gerade weil die klassischen Sonettformen außer Kraft gesetzt sind. Statt Quartette und Terzette serviert Franz Heinz uns drei Fünfzeiler.

Klaus Hensel (*1954) beweist durch seinen Stil, dass ein kluges Mäandern zwischen Vers und Prosasatz durchaus seinen Reiz haben kann. Und „Wolfgangs Küche“ kann überall sein, ist wahrscheinlich sogar überall.

Franz Hodjak (*1944) widmet seine Gedichte (zumindest einige der hier abgedruckten) Anderen. Das erleichtert es wiederum ganz Anderen, den Inhalt oder die Botschaft dieser Lyrikprodukte besser zu verstehen.

Mit Hyperlinks, einem epischen Gedicht, wird Johann Lippet auch als Dichter vorgestellt. Und man kann lesen: „Hund und Katzen waren vergiftet, ihnen Gräber errichtet / am Gartenzaun, sie sollten nicht dienen fremden Herren.“ Wahnsinn! Wenn Auswanderungsagonie den Verstand verdunkelt.

Es ist immer schwierig, sich in Allgemeinformulierungen über das Werk eines Dichters oder nur (auch sehr) kleine Teile davon zu äußern. Daher tut man gut daran, sich ein Gedicht vorzunehmen. Etwa Usedom im Regen von Horst Samson (*1954), eins von 13 Gedichten dieses Lyrikers in dieser Blumenlese. So etwas generiert doch Gänsehautgefühle: „Nachts gehen wir durchs Meer, / Die Wellen / Am Schienbein, Hand in Hand / Unsere weißen Körper / Leuchten im Mondlicht wie / Taufkerzen.“ Wenn ein Gedicht in deinem Kopf den Mond aufgehen lässt, hat es seinen heiligen Zweck erfüllt. Usedom wird hinter meiner Stirn Costinești ... und noch viel, viel mehr.

Einer der rumäniendeutschen Schriftsteller mit größerer Rezeption im deutschen (literarischen) Sprachraum ist Dieter Schlesak (1934 – 2019). Es ist einfach nur logisch, dass er aus dieser Anthologie, die noch zu seiner Lebenszeit erschienen ist, nicht fehlen darf. Bis auf den gedichteten Nachruf auf Rolf Bossert (1952 - 1986) lernen wir hier eine stark introvertierte Lyrik kennen. Schwere, sehr schwere Kost. Aber die Portion ist genießbar und durchaus nach der gängigen Rezeptur deutscher zeitgenössischer Lyrik zubereitet. Auch das ist nur eines der vielen Beispiele aus dieser Anthologie, die belegen, dass die rumäniendeutsche Literatur (zumindest die ausgewanderte) eine lebensfroh sprudelnde Quelle in der gesamtdeutschen Literaturlandschaft ist.

Helmut Seiler schließt die Dichterreihe. Mit dem Gedicht Neulich, beim Briefschreiben zeigt der Autor, dass (und wie) die Poesie in der Blogosphäre angekommen ist. Und dann hat er noch Für Évi das Gedicht Schiffchen geschrieben. Ein so schönes Liebesgedicht würde ich meiner Evi auch gerne schreiben können. Leider muss man dazu Dichter sein.

Als einsamer Dramaturg muss sich Frieder Schuller (*1942) zwischen so vielen Dichtern, Essayisten und Prosatoren fühlen. Ossis Stein oder Der werfe das erste Buch nennt er sein Theaterstück. Poesie & Theater ist eigentlich eine glückliche Fügung, nicht nur bei den Klassikern. Auch Frieder Schuller versteht etwas davon. Und wer aus jener siebenbürgischen Nachkriegszeit kommt, kann vielleicht sogar erraten, wer in diesem Stück für den Autor Modell stand.

Die Essayisten haben in diesem Buch das letzte Wort. Als Erster beschäftigt sich Ingmar Brantsch (1940 – 2013) mit Chancen und Schwierigkeiten beim Versuch, die deutschsprachige Literatur in und aus Rumänien im interkulturellen Dialog mit Norwegen, Deutschland, Rumänien und Österreich zu erfassen. Dabei hat er den Sammelband Ost-West-Identitäten und Perspektiven, Deutschsprachige Literatur in und aus Rumänien im interkulturellen Dialog (Verlag IKGS, München, 2012) rezensiert. Das Buch ist das Resultat eines Symposiums in der sudetendeutschen Begegnungsstätte „Der Heiligenhof / Akademie Mitteleuropa“ in Bad Kissingen, also ein ähnliches Produkt wie Heimat – gerettete Zunge. Brantsch macht auch in diesem Material aus seiner Abneigung gegen die Aktionsgruppe Banat kein Hehl, wenn er schreibt: „Ein Jahr später, 1972, trat die vulgär-marxistische Aktionsgruppe Banat ins ideologische Rampenlicht der verblüfften Öffentlichkeit mit dem vulgär-marxistischen Terribilismus, Ceaușescu sogar noch links überholen zu wollen, indem von nun an jede literarische Äußerung auch wieder marxistisch sein sollte.“

Walter Engel (*1942) hat seinen Beitrag streng wissenschaftlich gegliedert in Vorbemerkung, Biographisches zu den Autoren, Erzählperspektiven, Orte und Gestalten des Geschehens und Von der Sprachvielfalt. Es ist ihm so gelungen – auch mit langen Textausschnitten -, die Innenwelt und Außenwelt des Banats im Spiegel neuerer Texte von Balthasar Waitz und Esther Kinsky darzustellen. Entstanden sind essayistische Stimmungsbilder, die auf die Werke zweier Autoren mit grundverschiedenen Beziehungen zum Banat neugierig machen. Balthasar Waitz (*1950) ist nach der Auswanderung der Banater Schwaben im Banat geblieben, während die Schriftstellerin Esther Kinsky (*1956) eine geborene Rheinländerin ist. Sie hat den Roman Banatsko (Verlag Matthes & Seitz, Berlin, 2011) geschrieben.

Eines im wahrsten Sinne des Wortes großen Buches (24,6 x 18 cm, 549 Seiten, 1,5 kg, mit vielen Fotos) hat sich Franz Heinz angenommen: Die deutsche Seele von Thea Dorn (*1970) und Richard Wagner (*1952). Das 2011 im Knaus Verlag erschienene Buch wurde im deutschen Feuilleton positiv besprochen. Der Text von Franz Heinz ist als Rezension für eine Kulturseite zu umfangreich. Als Vortrag und entsprechende Veröffentlichung in Buchformat hingegen ist er schon darum geeignet, weil er der eigenen Gefühlslage bei und nach der Lektüre ausreichend Platz einräumen kann. Ein Dichter-Schriftsteller-Essayist-Journalist wie Franz Heinz versteht sich nun mal auf das Schreiben von Rezensionsessays.

Peter Motzan (*1946) ist der Kenner der rumäniendeutschen Literatur schlechthin. Er stellt im Titel seines Essays die Frage: Eine Erfolgs- und/oder eine Endzeitgeschichte? - Zur Präsenz (ex-)rumäniendeutscher Autoren im Literaturbetrieb der Bundesrepublik Deutschland. Also ich fand sein Fazit schon ernüchternd: „Inzwischen ist der ‚Exotenbonus‘ längst verblasst, Schriftsteller, denen die Chance des Einstiegs großzügig geboten wurde, sind in Brotberufe abgewandert oder in die Anonymität zurückgefallen. Die Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Herta Müller im Jahre 2009 hat einen erneuten Boom ex-rumäniendeutscher Autoren nicht hervorgerufen – sieht man von der kurzzeitigen und medienwirksamen inszenierten Hinwendung zu der 1972 in Temeswar gegründeten Aktionsgruppe Banat ab, einer Solidargemeinschaft von oppositionellen jungen Autoren, die 1975 von der Securitate zerschlagen wurde.“

Wie entsteht ein Gedicht? Auf vielfältige Art und Weise. Horst Samson (*1954) beschreibt in einem ergreifenden Essay, wie er das seinem Vater gewidmete Gedicht Pünktlicher Lebenslauf verfasst hat. Worin liegt eigentlich die Kunst des Dichtens? Im Unerklärlichen. Wahrscheinlich. Das bei Samson so klingt: „Es hört nicht auf, nicht das Gedicht und nicht die Geschichte. Seit Wochen trage ich beides in meinem Kopf herum. Darüber soll ich schreiben, will ich schreiben, werde ich schreiben. Aber erklären kann ich nichts, nicht das Gedicht, nicht die Geschichte, schon gar nicht wie das eine , wie das andere entstanden ist.“

Und wieder ein Fragetitel: Wer liest heutzutage „rumäniendeutsche“ Literatur? Zum potentiellen „Kundenkreis“ zählt die Autorin, Olivia Spiridon (*1971), als Erstes die „rumäniendeutschen Leser […], die allerdings eine schwer einschätzbare Gruppe darstellen. [...] Die Antwort auf die Frage nach den Lesern rumäniendeutscher Schriftsteller bleibt daher nach wie vor spannend.“ Meine Erfahrung als Ergänzung dieser Feststellung: Personen der rumäniendeutschen Erlebnisgeneration aus meinem Umfeld lesen nur die Todesanzeigen in der BANATER POST … und ihre Kinder lesen Übersetzungen aus der amerikanischen Literatur … wenn möglich schon mit einem halben Dutzend Toten auf den ersten zehn Seiten.

Als letzter Textbeitrag dieser Anthologie sind noch zwei knappe Vitas abgedruckt. Renate Windisch betitelt ihren Text mit Zwei Generationen, ein Tisch – Literatur jenseits der Vaterländer. Gemeint sind damit Siebenbürgen und das Banat … und die ihnen entstammenden Hans Bergel und Horst Samson.

Es folgt das Programm der Tagung, die diesem Buch zugrunde liegt und ein reicher Fototeil. Mit den biobibliographischen Angaben zu den Autoren (ohne Angaben zu Peter Motzan) und dem Inhaltsverzeichnis ist das Buch abgeschlossen. Für den einen oder anderen Bücherschrank könnte es eine Bereicherung sein. Auf jeden fall hat der POP-Verlag hier eine gute Arbeit geleistet.

Anton Potche

Montag, 12. Juli 2021

Parlamentswahlen in der Republik Moldau

Gestern (11. Juli 2021) waren die Moldauer zu den Urnen gerufen. Zwei in allen Bereichen gegensätzliche Parteien standen sich gegenüber: die Partei Aktion und Solidarität (Partidul Acțiune și Solidaritate - PAS) und ein Wahlbündnis aus Kommunisten und Sozialisten. Die 1972 geborene Harward-Absolventin Maia Sandu hat die PAS vor fünf Jahren gegründet und amtiert seit Weihnachten 2020 als erste Präsidentin der Republik Moldau, auch Moldawien genannt. Jetzt hoffte sie auf einen Sieg der PAS und eine reformwillige Regierung, mit der sie dieses bitterarme Land voranbringen kann. Ihre Widersacher sind erfahrene Hasen im politischen Geschäft, beide ehemalige Präsidenten: Igor Dodon und Vladimir Voronin.

Diese vorgezogenen Parlamentswahlen fanden nach einer Auflösung des Parlaments im April dieses Jahres auf Initiative Maia Sandus statt. Das Land zwischen Rumänien und der Ukraine wird seit vergangenem Dezember, nach dem Rücktritt des Premiers Ion Chicu, interimistisch geführt. Schon an den Hauptprotagonisten dieser Wahl war die anstehende Richtungsentscheidung zu erkennen: pro EU (Sandu) oder pro Russland (Dodon & Voronin). Die Influenzzonen sind eigentlich schon länger abgesteckt, und dass die Europäische Union nichts gegen einen prowestlichen Kurs Moldawiens hätte, zeigen schon die 600 Millionen Euro, die von der EU zur Wiederbelebung der Wirtschaft nach der Pandemie dem Land zugesagt wurden.

Das Parlament in Chișinău hat 101 Abgeordnete. Für die Plätze kandidierten 23 Parteien. Von den 3,2 Millionen Wahlberechtigten leben ca. 200.000 im Ausland. Ihre Stimmen sind wie in Staaten mit einem großen Auswanderungsanteil üblich von großem Gewicht. (Rumänien kann ein Lied davon singen.)

Und dann kam es wie gehofft und doch ganz anders. Die PAS hat die Wahl gewonnen, aber das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Reformern um die Präsidentin und den mit Russland sympathisierenden kommunistischen & sozialistischen Kräften um Dodon und Voronin blieb aus. Die Partei Aktion und Solidarität konnte 52,5% der Stimmen auf sich vereinen, während das Wahlbündnis der Russlandtreuen sich mit 27,38% zufriedengeben musste. PAS kann mit 63 Sitzen im neuen Parlament gefahrlos eine nach Westen orientierte Regierung bilden. Das Wahlbündnis der Kommunisten & Sozialisten wird 32 Abgeordnete haben. Als dritte Kraft zieht die russofone Gruppierung ȘOR des Millionärs Ilan Șor (auch Shor) ins Parlament ein – sechs Mandate.

Der Vorsitzende der PAS, Igor Grosu, hat dem in der moldawischen Hauptstadt Chișinău erscheinenden JURNAL DE CHIȘINĂU erklärt, dass seine Partei zur Bildung einer neuen Regierung bereit ist. Er habe seine „Regierungsgarnitur“ schon beisammen und sei „startklar“.

Anton Potche

Mittwoch, 7. Juli 2021

Ungeliebte Namensgeber

Wir Ingolstädter sind anständige Leute. Und wir leiden keine Nazis in unseren Reihen. Mehr noch, wir wollen überhaupt keine Erinnerungen in unserer Stadt, die nur ansatzweise etwas Böses in sich tragen könnten. Wir wollen vergessen und nicht von Straßennamen in Albträume versetzt werden. Dabei geht es nicht nur um Nazinamen oder solche, die mit dem braunen Regime in irgendeiner Weise in Verbindung gebracht werden könnten, sondern um Heerführer mit Glorienschein, bei denen man sich unausweichlich die Frage stellen muss: Wie konnten die nur so viele Schlachten schlagen, ohne zu töten?

„Die Erkenntnis, dass jemand mit einem Straßennamen zu Unrecht geehrt wird, muss Folgen haben“, zitiert der DONAUKURIER die Grüne-Politikerin Agnes Krumwiede. Sie wird in ihrer imperativen Feststellung von ihrer Partei, der SPD und den Linken unterstützt. Mit diesem Thema schafft man es auf jeden Fall auf die Tagesordnung des Stadtrat-Kulturausschusses. Übrigens nicht nur in Ingolstadt.

Natürlich hat auch diese Medaille zwei Seiten. Stadtheimatpfleger Matthias Schickel (CSU) wird von der Tageszeitung wie folgt zitiert: „Die Langobarden waren auch keine wandernde Volkstanzgruppe.“ Man kann sich auch zusätzlich fragen, warum Straßennamen nur als Ehrung und nicht auch als Mahnung dienen sollten. Und das bitteschön nicht nur bezogen aufs Dritte Reich, sondern auf die Geschichte schlechthin. Gerade für die Jüngeren könnte das von Nutzen sein – falls sie sich überhaupt für den einen oder anderen Namen interessieren. In den Diskussionen tauchen immer wieder Namen auf wie Johann T‘Serclaes von Tilly (1559 – 1632) – Graf, Heerführer im Dreißigjährigen Krieg; Ernst Udet (1896 – 1941) – Jagdflieger im Ersten Weltkrieg; Helmut Paul Emil Wick (1915 - 1940) – Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg; Werner Mölders (1913 - 1941) – Jagdflieger während der NS-Herrschaft; Paul von Hindenburg (1847 - 1934) – Generalfeldmarschall und Politiker.

Foto: Anton Potche
Für eine Stadt wie Ingolstadt dürfte das Potential an ehrenrührigen Namen aber noch nicht ausgeschöpft sein, dachte ich mir und erinnerte mich auch sofort an zwei Straßennamen in meiner unmittelbaren Nachbarschaft: Odilo- und Tassilostraße. Der Bajuvarenherzog Odilo (vor 700 – 748) war nicht besser als andere Herren seiner Zunft: Er führte Krieg. Was sollte man in jener langweiligen Zeit auch anderes tun. Gestorben sind dabei andere, nicht die Kriegführenden.

Foto: Anton Potche
Und sein Sohn Tassilo III (um 1741 – um 796)? Obwohl der nach einem sehr bewegten Leben als Mönch endete, führte auch er in seinen guten Jahren als letzter bairischer Herzog einen Eroberungskrieg gegen Karantanien, ein slawisches Fürstentum auf dem Gebiet des heutigen Kärnten. Also weg damit. Ich meine die Straßennamen in meiner Nachbarschaft.

Der aus dem Banater Dorf Jahrmarkt stammende Wahlingolstädter Franz Pless meinte schon Anfang Mai im DONAUKURIER zu diesem Thema: „Offensichtlich haben Politiker und/oder Zuständige zurzeit viel Zeit, um quasi mal aufzuräumen mit der Vergangenheit, wollen päpstlicher sein als der Papst.“ Vielleicht hat er dabei auch an den Namensgeber des Dorfbrunnens seiner Heimat gedacht: Eugen Franz, Prinz von Savojen-Carignan (1663 - 1736), bekannt als Prinz Eugen. Auch die Kanonen dieses habsburgischen Feldherrn haben bei der Eroberung des Banats nicht mit „Safladi“, wie alte Jahrmarkter nach bewährter österreichischer Tradition ihre selbstgemachte Bratwurst (Brotworscht) nannten, geschossen.

Anton Potche

Mittwoch, 30. Juni 2021

Juni 2021 – Giarmata in den Medien

Ehrung aller Gefallenen 
aus PrimăriaGiarmata - FACEBOOK, Giarmata / Jahrmarkt, 10.06.2021
In Giarmata wurde ein Gedenktag für alle gefallenen bekannten und unbekannten Soldaten abgehalten. Auf der Facebook-Seite der Gemeinde sind eine Fotostrecke und auf der Homepage der HOG eine Fotocollage zu diesem Thema gepostet.

Politsatire erster Güte
aus PrimăriaGiarmata - FACEBOOK, Giarmata / Jahrmarkt, 11.06.2021
Für den 11. Juni war eine außerordentliche Gemeinderatssitzung einberufen. Sieben Tagesordnungspunkte wurden aufgerufen.
1.) Sportvereine aus der Gemeinde können Anträge zur Förderung gewisser Projekte stellen. 60.000 Lei sind im Haushalt dafür vorgesehen.
2.) Auch der Schulsport soll mit 50.000 Lei unterstützt werden.
3.) Ein Immobilienproblem
4.) Im Haushalt stehen 235.000 Lei für verschiedene Bursen an Schüler der Klassen I – VIII bereit. 14 Schulkinder sollen aus sozialen Gründen mit 100 Lei / Monat unterstützt werden. 116 Schüler sollen leistungsbezogene Bursen (früher waren die in Rumänien für die Unterbringung in Studentenheimen vorgesehen) bekommen.
+ + + Forrwas hot’s des net zu meiner Zeit gewwe?  Ich wär bestimmt immer de Eerscht gewen. Es hot awwer immer norr Bicher gewwe, im Park uf der groß Biehne. Wann ich heit meine Engelskinn todernst verzeehl, dass ich immer dort owwe gstann hun, noo ruft des Jingst immer glei noh seiner Oma, un froot, ob des stimmt. Un was die noo saat, misse net alle Leit wisse. + + +
5.) & 6.) Das war eine absolute Show. Das Gremium sollte zwei Kommissionen wählen und niemand wusste, wie man so etwas nach (bestimmt auch hier) existierenden Regularien macht.
+ + + Caragiale und Ionescó hätten sicher ihre helle Freude an dieser Sitzung gehabt. + + +
7.) Giarmataer Kommunalbetriebe – was sonst?
Eine viertel Stunde nach der außerordentlichen Sitzung (ședință extraordinară) hat eine zweite Dringlichkeitssitzung (Ședință de îndată) – man könnte auch sagen Sofortsitzung – begonnen. Der erste Punkt auf der Tagesordnung enthielt die Beschlussvorlage zur Übernahme des Sportvereins Millenium Giarmata von der Gemeinde. Das beinhaltet auch das Recht der Fußballmannschaft Millenium Giarmata weiter in der 4. Liga (D-Liga) zu spielen.

Achtung! Insektiziede.
aus PrimăriaGiarmata - Giarmata / Jahrmarkt, 14.06.2021
In zwei Schritten werden Schädlinge (eine genaue Benennung fehlt in der Anzeige) mit Insektizieden bekämpft. Zuerst werden die Parks und Ränder der Gewässer behandelt und dann aus dem Flugzeug das ganze Dorf mit seinem landwirtschaftlichen Umfeld besprüht. Alle eingesetzten Insektizide sind vom Gesundheitsministerium als gesundheitlich unbedenklich genehmigt. Trotzdem werden die Bienenzüchter aufgerufen, ihre Völker zu schützen.
+ + + Das treibt einem Grünen die Ohnmachtsröte ins Gesicht. Im Juli und August sollen weitere Aktionen stattfinden. + + +

Impfteams unterwegs
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 14.06.2021
Im Kreis Temesch sind zwei Teams in den ländlichen Ortschaften unterwegs, um die älteren Bürger gegen Covid-19 zu impfen. Sie benutzen den Impfstoff Pfizer und Johnson. In Giarmata wird am 15. Juni ab 10 Uhr beim Sitz der Rettungsdienststelle in der Hauptgasse geimpft.

Landwirtschaftszählung
aus PrimăriaGiarmata - Giarmata / Jahrmarkt, 16.06.2021
In Rumänien wird zurzeit eine Zählung landwirtschaftlichen Eigentums (Tiere & Geräte & Feld) und der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft durchgeführt. 20.000 Zähler (recenzori) sind landesweit unterwegs von Haus zu Haus, auch in Giarmata. Die Gemeinde ruft die Bürger Giarmatas auf, korrekte Angaben zu machen, hängt davon doch die Zahlung von Investitionsgeldern seitens der Europäischen Union ab.
+ + + Wenichstens dort, wu’s was gebt, sellt merr ehrlich sein. + + +

Fahrradweg auf der Wunschliste
aus OpiniaTimișoarei, Timişoara / Temeswar, 16.06.2021
Der Temescher Kreisrat hat die Bürger Temeswars aufgefordert, ihre Projektwünsche beim Kreisrat einzureichen. Die Kreisverwaltung stellt eine Million Lei zur Realisierung bereit. Kein Wunschprojekt sollte mehr als 500.000 Lei kosten. Von den 70 eingereichten Bürgerprojekten kamen 16 in die nähere Wahl. Dazu gehört auch ein Fahrradweg Timișoara - Dumbrăvița – Giarmata.
+ + + Da werden eine halbe Million Lei aber kaum ausreichend sein. + + +
 
Erfolgreiche Mädchenhandballmannschaft
aus PrimăriaGiarmata - FACEBOOK, Giarmata / Jahrmarkt, 18.06.2021
FotoQuelle: FACEBOOK (Giarmata)
Die Juniorinnen der Altersgruppe 4 aus Giarmata haben die Regional- und Kreismeisterschaft erfolgreich abgeschlossen. Ihre Gegnerinnen kamen aus den Kreisen Arad, Caraș-Severin, Hunedoara und Timiș. Jetzt heißt es, sich gegen Mannschaften aus dem Landesteil Oltenien durchzusetzen.
+ + + Hai Giarmata! + + +

Eine Covid-19-Infektion in Giarmata
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 19.06.2021
In den zurückliegenden 24 Stunden wurden im Kreis Timiș / Temesch 1910 Personen auf Covid-Infektionen getestet. Fünf Ergebnisse waren positiv, wovon eins einer Person aus Giarmata zugeordnet werden konnte.
+ + + Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht! Der nächste Winter kommt bestimmt. + + +
 
Die Trachtentruhe
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 23.06.2021
Die Volkstanzgruppen und Volksmusikorchester treten wieder auf: im Temeswarer Dorfmuseum und in Großsanktnikolaus / Sânnicolau Mare. In Temeswar wird auch die Giarmataer Gruppe Sânziene Bănățene (Banater Elfen) auftreten. Die Veranstaltungen finden im Rahmen des 14. Festivals Lada cu zestre (Die Trachtentruhe) statt.
 
Covid-19
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 24.06.2021
In den letzten 24 Stunden wurden in Rumänien 68 Covid-Infektionsträger gemeldet. Davon zwei in Giarmata.

Gemeinderatssitzung am 30. Juni 2021
aus PrimăriaGiarmata - FACEBOOK, Giarmata / Jahrmarkt, 30.06.2021
- Einer der Tagesordnungspunkte beinhaltete die Ablösung des Herrn Farkaș Ioan-Vasile von der Leitung der Giarmataer Kommunalbetriebe. Seine Stelle soll von Stanean Răzvan-Daniel interimistisch für die folgenden sechs Monate eingenommen werden.
+ + + Damit geht ein seit vielen Jahren in der Gemeinde schwelender politischer Konflikt zu Ende. + + +
- Nach einer hitzigen Diskussion, in der Ex-Bürgermeister Virgil Bunescu den Kirchen, nicht nur der katholischen, vorwarf, nicht ehrlich in ihren Kostenaufstellungen zu sein, genehmigte der Gemeinderat eine projektgebundene Finanzhilfe für die katholische Kirche in Giarmata in Höhe von 424.603 Lei. Mit dem Geld soll die Blechumhüllung des Kirchenturms erneuert, der Fassadenputz repariert und ein Blitzableiter montiert werden.
- Es wurde auch eine Demission aus dem Gemeinderat Giarmata bekanntgegeben: Ovidiu Hognogiu (PNL).
- Die Sitzung endete nach drei Stunden mit einer Gedenkminute für Frau Ileana Stoichițoiu. Die Verstorbene war von 1988 bis 1989 Bürgermeisterin von Giarmata.