Montag, 6. Juli 2026
Dienstag, 30. Juni 2026
Juni 2026 – Giarmata in den Medien
Schöne
Siege
– außwärts und zuhause
aus
SportTim.ro, Timişoara
/ Temeswar; 03.06.2026
Fußball
- Promoţie Timiș - Seria III Municipal 1 Timişoara - 18. Spieltag
Timișul
Șag
– Millenium 2 Giarmata 2:7
Unirea
Cerneteaz - Timișul Urseni 6:0
Tabellenplatz:
1 Unirea
Cerneteaz 38
5 Millenium
2
Giarmata 28
+
+ + In der Grupp sin zehn Mannschafte unnerwegs un die Zorner scheine
es Renne zu mache. + + +
Bewegung
für einen guten Zweck
aus
TION.ro, Timișoara / Temeswar,
03.06.2026
Bei
der Veranstaltung Giarmata
in
Bewegung
(Giarmata
în
Mișcare)
wurden über 15.000 Euro gespendet. 500 Teilnehmer haben bei den
verschiedenen Läufen mitgemacht. Das Ereignis ging am Samstag, den
30. Mai zum sechsten Mal über die Bühne. In diesen sechs Jahren
wurden 77.000 Euro von den Teilnehmern eingebracht. In sieben
verschiedenen Sportarten (auch Fahrräder kamen zum Einsatz) konnten
die Teilnehmer ihre Kräfte messen. Das Geld soll für
vier karitativen Aktivitäten zum Einsatz kommen. Der Bewegungstag
wurde ehrenamtlich von einem Team um Flavius
Ilioni
organisiert. Die Organisatoren haben über die Presse bekannt
gegeben, dass das Spendenkonto noch eine Weile offen bleibt. Die
Internetplattform ziuadevest.ro hat am 2. Juni die entsprechende
Kontonummer veröffentlicht:
Asociația LOGS:
RO44BTRLRONCRT0563441601.
+
+ + Bravo! + + +
Neue
Tarife
aus
TION.ro, Timișoara / Temeswar,
04.06.2026
Der
Müllentsorger RETIM
Ecologic Service S.A.
hat in der urbanen Zone
1 Timiș seine
Tarife zum 1. Mai angepasst. Auch Giarmata gehört zu den betroffenen
stadtnahen (periurban) Ortschaften
+
+ + Angepasst heißt erhöht. + + +
Geld
für den Sport
aus
TION.ro, Timișoara
/ Temeswar, 10.06.2026
Der
Kreisrat Temesch (Consiliul Județean Timiș) hat für Sportprojekte
im Kreis Temesch 8,2 Millionen Lei genehmigt. 24 Vereine werden
bedacht. Die größte Summe bekommt CS
Știința
Poli
Timișoara
mit 5.810.000 Lei. CSC
Millenium
Giarmata
bekommt 100.000 Lei.
+
+ + Vorsicht! Es geht nicht nur um Fußball. + + +
Eine große Investition in
Giarmata
aus
ZiarulTimişoara.ro, Timişoara
/ Temeswar; 11.06.2026
Der
Baumaschinenlieferant
KUHN
România
eröffnet
in
der
Giarmataer Straße Hella Corporate Nr. 2 eine Niederlassung, die den
Westen und Südwesten Rumäniens mit Baumaschinen aller Art bedienen
soll. Auf einer Fläche
von 5.000 m² steht ein Gebäude auf 720 m², das Büros, ein Lager
und eine Werkstatt beinhaltet. In der Instandhaltungshalle mit einer
Fläche von ca. 236 m² sind zwei Reparaturrampen installiert. Bis zu
12 „Spezialisten“ sollen dort die Baumaschinen auf Trab halten.
Die KUHN-Gruppe
hat ihren Sitz in Österreich und in die Giarmataer Niederlassung 2,5
Millionen Euro investiert. Wer mehr über diese Firma erfahren will,
kann das über die Webadresse https://kuhn-romania.ro/
tun.
+
+ + Ich moon, ich schau mol vorbei, vleicht breichte se aah e "Nähmaschinespezialist". Odder? Is e Nähmaschin vleicht gar ka
Baumaschin? Awwer frooe kann merr jo mol. Maschin is doch Maschin. +
+ +
Letzter
Spieltag der Saison 1925 - 1926
aus
SportTim.ro, Timişoara / Temeswar; 13.06.2026
Fußball
– D-Liga – Timiș / Temesch - 30. Spieltag
Gloria
Moșnița
Nouă - CSC
Millenium Giarmata 3:1
Torschützen:
Raul
Duţu
(Min.
12 und
Min. 45) und
Roberto
Artimon
(Min.
70) für
die Hausherren
bzw.
Sebastian
Stoica
(Min.
75) für
die Gäste aus Giarmata.
Aufstellung
CSC
Millenium:
Pop
–Patlagică,
Pefoura,
Orban,
Iordan,
Domsa,
Popovici,
Gânju,
Burkan,
Stoica,
Bogdan
Moroșan.
Reservespieler:
Popeci,
Sofronea,
Coroiu,
Glujdea
(alle
vier mit Spielzeiten)
Trainer:
Mihai
Vida
Tabellenplatz: 7 CS
Millenium Giarmata 40
+
+ + Der
Giarmataer Bogdan
Moroșan ist
mit 31 Treffern Torschützenkönig der D-Liga des Kreises Timiș
/ Temesch.
Er hat dem Sport-Portal
sporttim.ro
zum
Ende der Meisterschaft ein Interview gegeben: „Es freut mich, dass
wir in der Tabelle hochsteigen konnten, wenn man bedenkt, dass wir
lange Zeit im Tabellenkeller waren. In dieser Rückspielperiode haben
wir bloß gegen die Mannschaften der ersten drei Plätze verloren! Es
freut mich auch, dass ich das zweite Jahr in Folge Torschützenkönig
der 4. Liga Timiș
wurde. Dieser Erfolg ist
das Ergebnis des Gemeinschaftssinnes der Mannschaft und auch dem
Trainer Mihai
Vida
zu verdanken, der diese Mannschaft perfekt durch die Rückspielzeit
gemanagt hat. Andererseits danke ich Ihnen (dem Sport-Portal) für
Ihre Arbeit und die Mediatisierung des kleinen Fußballs. Ich weiß,
was das bedeutet und wünsche allen Teilnehmern am kleinen Temescher
Fußball viel Gesundheit und ein gutes Wiedersehen!“ + + +
Niederlage
am letzten Spieltag der Saison 2025 - 2026
aus
SportTim.ro, Timişoara /
Temeswar; 13.06.2026
Fußball
- Liga V Timiș – Serie II – 30. Spieltag
CS
Utvin - CS
Unirea
Cerneteaz 2:1
Tabelle:
7
CS
Unirea
Cerneteaz 50
+
+ + Siebenter
von 16 Mannschaften. Passt schon.
+ + +
Streben nach Größe
aus
ADZ.ro; Timișoara
/ Temeswar; 18.06.2026
Die
ALLGEMEINE DEUTSCHE ZEITUNG FÜR RUMÄNIEN (ADZ) hat einen Artikel
mit dem Titel Großraum
Temeswar nimmt Gestalt an veröffentlicht.
Geschrieben hat ihn der Journalist Dan
Cărămitariu.
Wenn
es vor Jahren um die Metropolitanzone Timișoara
/ Temeswar
ging, dann wurde etwas nebulös von einer Großstadt mit Ausmaßen
westlicher Metropolen und der Integration umliegender ruraler
Ortschaften philosophiert. Viel wurde nicht aus der Geschichte. Darum
will man jetzt einen „Interkommunalen Entwicklungsverband“
gründen, dem in zwei Zonen mehrere dem Munizipium nahegelegene
Ortschaften, Dörfer und Gemeinden, angehören sollen. Es heißt in
dem Artikel, dass der Temeswarer Bürgermeister Ruben
Lațcău
von einer „bislang
dysfunktionalen Struktur” sprach,
würden einige der betroffenen Ortschaften doch „rund 30 Kilometer
von der Stadt entfernt“ liegen. Die Gemeinden Ghiroda und
Dumbrăvița
gehörten
schon der
vormaligen
Struktur
an. Dem neuen Verband wollen sich unter anderem auch die Ortschaften
„Girok/Giroc, Sackelhausen/Săcălaz, Sanktandres/Sânandrei,
Jahrmarkt/Giarmata und Remetea Mare“ anschließen. Es
heißt weiter in dem Artikel, dass „der neue Verband die Rolle des
bisherigen Wachstumspols Temeswar übernehmen soll“.
+
+ + Schau merr mol, Giarmata un Dumbrăvița
un
Dumbrăvița
un Timișoara sin
schun fast zammgewachs.
+ + +
Unwetter
zieht auch über Giarmata
aus
TION.ro, Timișoara
/ Temeswar, 21.06.2026
Eine
Unwetterfront soll heute, den 21. Juni, über den Westen Rumäniens
ziehen. In den Wetterprognosen ist die Rede von einer Hitzewelle bis
zu 36 Grad, starker Regen, Sturm und Hagel.
+
+ + Nicht nur Giarmata ist betroffen … anscheinend ganz Europa. +
+ +
Kleidersammlung
in Temeswar und der umliegenden Zone 1
aus
TION.ro, Timișoara
/ Temeswar, 26.06.2026
Vom
1. Juli bis zum 28. September 2026 können die Leute „saubere und
trockene“ Textilien an festgelegten Sammelstellen in den
Ortschaften der Zone 1 um Temeswar und in der Stadt abgeben. Mehr als
60 kg pro Haushalt sollten es aber nicht sein. In Giarmata kann man
seine Stoff- und gebrauchten Kleiderreste am 8. September von 11:00
bis 18:00 Uhr im Ortszentrum „kostenlos“ abgeben. Organisiert
wird die Sammlung von der Firma RETIM und dem Verein ADID.
Stromunterbrechung
aus
TION.ro, Timișoara
/ Temeswar, 28.06.2026
Wen
wundert es? In der Woche vom 29. Juni bis zum 5. Juli wird in vielen
Dörfern und Gemeinden des Kreises Timiș /
Temesch der elektrische Strom unterbrochen, zu
unterschiedlichen Zeiten. In Giarmata am 1. Juli von 9:00 bis 17.00
Uhr in der gewesenen Eisfabrik ("fosta Fabrica de Gheață”).
+
+ + Schade, dass es diese Fabrik nicht mehr gibt. Gerade jetzt in
diesem zukunftsweisenden Sommer. Übrigens, hat es überhaupt jemals
eine „Eisfabrik“ in dieser Gemeinde gegeben? - Ich moon, außer
em Pannert seim Keller kooni! + + +
Anton Potche
Montag, 22. Juni 2026
Jahrmarkt vor 100 Jahren - 1926 (1)
Das Wohl oder Wehe einer Wirtschaft wird bekanntermaßen
auch von der Finanzsituation der Geldinstitute widerspiegelt. Die
erste Bank, die im Jahre 1926 ihre „geehrten Aktionäre“ zur
ordentlichen Generalversammlung „höflichst eingeladen“
hat, es war die zweiundzwanzigste, war die Erste
Jahrmarkter Sparkassa Aktiengesellschaft.
Die Einladung erschien in der BANATER DEUTSCHE ZEITUNG (BDZ) vom 17.
Januar 1926. Veröffentlicht wurde die Tagesordnung und das
Bilanzkonto sowie das Gewinn- und Verlustkonto, beide Konten in
deutscher und rumänischer Sprache. Der Abschluss konnte sich mit der
Gewinnsumme von 534.848 Lei und 54 Bani sehen lassen. Auch die Namen
der Direktionsmitglieder (12) sowie die der vier Aufsichtsräte
werden genannt. Die federführenden Köpfe in der Bank waren laut der
ausführlichen Einladung ein Triumvirat, bestehend aus Michael
Berger (Direktor), Andreas Wilwerth (Buchhalter) und
Andreas Wanyer (Kassier).
Zu
Jahresbeginn haben auch andere Bankaktivitäten mit Jahrmarkter
Tangens ihren Weg in die Zeitung gefunden. So konnte man am 20.
Januar die Einladung des Temesgyarmataer Spar- und
Kreditvereins als Aktiengesellschaft zur Generalversammlung in der BDZ lesen.
Am
6. Februar folgte die Einladung zur 31. ordentlichen
Generalversammlung der Schwäbische Zentralbank
A.=G. Sie soll am „28. Feber 1926,
Sonntag, vormittags halb 11 Uhr in den Institutslokalitäten
Timișoara, Innere Stadt, Piața Unirei, Domplatz
9“ über die Bühne gehen. Zu den 29 „Filialen und
Exposituren“, bei denen bis spätestens acht Tage vor der
Generalversammlung noch Aktien deponiert werden können, gehört auch
der Jahrmarkter Spar- und Kreditverein als A.=G Jahrmarkt.
Zehn
Tage später erschien in der BDZ ein „Akzienzeichnungsaufruf“ der
Erste Jahrmarkter Sparkasso A. G. Es wird in dem Aufruf
mitgeteilt, dass „die Erhöhung des Aktienkapitals diesmal von
105.000 Lei auf 315.000 Lei beschlossen“ wurde. Es werden auch
verschiedene „Zeichnungsmodalitäten“ genannt. Die erste sieht
vor, dass „nur rumänische Staatsbürger Akzien zeichnen können.“
Eine
stabile Gesellschaft kann sich nicht nur auf ein starkes Bankwesen
stützen, sondern auch auf aktive Vereine verschiedenster
Orientierungen. Am 10. Dezember 1891 wurde in Temeswar der
Schwäbische Landwirtschaftsverein gegründet. Die BANATER DEUTSCHE
ZEITUNG berichtete am 25. März 1926 vom 35. Jahrestag der Gründung
dieses „grundwichtigen Vereins für unsere Landwirte“.
Eine wichtige Rolle spielen im Wirtschaftsleben die
Ausstellungen. Das war schon vor 100 Jahren so. In der BDZ konnte man
am 10. März 1926 in einem Artikel unter der Überschrift Die
Weinausstellung im Deutschen Hause lesen:
„Noch im Winter äußerten die Bakowaer Weinproduzenten den Wunsch,
ihre Weine durch eine Weinausstellung im Deutschen Hause auch
weiteren Kreisen bekannt zu machen. […] Die Weinausstellung wurde
am 7. März, Sonntag, um 10 Uhr, von Herrn Vereinspräsidenten Prälat
Blaskovics eröffnet.“ Es gab bei der gut besuchten
Ausstellung viele Preisträger, auch aus Jahrmarkt. Einen zweiten
Preis bei der Kategorie Neuweine – Allgemeine Gruppe erhielten
Franz Wagner und je einen dritten Nikolaus
Lorisz und Mathias Kronenberger. Bei der
Gruppe Altweine – Weiß konnten sich Nik.
Schuld und Hieronymus Bittenbinder über zweite
Preise freuen. Dritte Preise für ihre weißen Altweine
bekamen Peter Klein und Johann Rosar. Für
ihre Rotweine wurden Franz Wagner mit einem
zweiten und Johann Potche mit einem
dritten Preis ausgezeichnet. Bei den Sortimentweinen
belegte Georg Staß einen dritten Platz mit seinem
Riesling. Besonders gut schnitten die Schnapsbrenner aus Jahrmarkt
mit ihren Schnäpsen ab: 1. Preis – Johann Frombach
und Franz Wagner sowie 2. Preis – Josef
Wendling. Zum Schluss dieser Banater Weinmesse äußerte
Prälat Blaskovics den Wunsch, „dass auch diese
Veranstaltung dazu beitragen möge, in der Zukunft eine Zentralstelle
zu schaffen zur weiteren Entwicklung unseres Weinbaues.“
Eine
vitale Landwirtschaft generiert wie schon vor 100 und mehr Jahren
auch stets Ver- und Zukäufe von Feld. Eine Anzeige dazu findet man
in der BANATER DEUTSCHE ZEITUNG vom 5. Februar 1926: „9 Joch prima
Feld mit Wirtschaftsgebäuden fünf Minuten von der Eisenbahnstation
Ueberland (Jahrmarkt) sind unter günstigen Zahlungsbedingungen
preiswert zu verkaufen.“ Das Geschäft sollte über einen
Kontaktmann im Temesvarer Hotel „Krone“ abgewickelt werden.
Auch
Landwirtschaftsgeräte wechselten schon damals ihre Besitzer. In
einer BDZ-Anzeige bot Franz
Lux aus Jahrmarkt,
Hausnummer
697, einen „Grasmäher in gutem Zustande“ zum Verkauf an.
Die
eine oder andere Maschine wurde aber auch zur Not als Verkaufsobjekt
angeboten. So konnte man am 16. September vor 100 Jahren in der BDZ
folgende Anzeige lesen: „Eine kaum 3 Monate in Betrieb gewesene
Wollschlumpe (Wollkrempelmaschine) [… ] „ist krankheitshalber
sofort preiswert zu verkaufen bei Anton
Schneider, Jahrmarkt
Nr. 538“.
Nicht
unbedingt weniger dramatisch hört sich eine Versteigerung in
Jahrmarkt an. Angekündigt wurde sie in der BANATER DEUTSCHE ZEITUNG
in rumänischer Sprache: „Se fixează
termen spre efectuarea licitației pe ziua de 9 Octombrie 1926 ora 4
d. m. în Giarmata începând în casa sub No. 67 și în continuare
în casa sub No. 151 pe când și unde [se] vinde prin licitație
obiectele secvestrate și anume: diferite mobile prețuite la suma de
8.400 Lei.”
Versteigert wurden
die Objekte von Ana
Harnischfeger, geb
Bibinger, Gattin des
Ioan Harnischfeger.
Besser
hört sich schon erfolgreiches Wirtschaften an. Und darin scheint
Jahrmarkt vor 100 Jahren einen guten Namen erworben zu haben. Das
kann man aus einem Artikel schließen, der am 25. September in der
BDZ unter dem Titel Besuch
einer deutschen Weinbau=Studien=Kommission im Banat
erschienen ist. Die Gäste aus Deutschland wurden von Lehrer
Zimmerer aus
Jahrmarkt, Landwirt Andreas
Korparics,
Delegierter des Schwäbischen Landwirtschaftsvereins in Temeswar, und
Direktor Brandrup von
der Firma Romantl S. A.
Temesvar „zunächst
nach den Elisabethstädter Weingärten geführt“. Weiter hieß es:
„Das nächste Ziel war Jahrmarkt, wo die Kommission mit herzlichen
Worten von Herrn Johann
Frombach empfangen
und durch die 1080 Joch umfassenden Weingärten geleitet wurden.
Nachher wurde in der gastfreundlichen Familie des Herrn Frombach
ein Imbiß eingenommen, worauf Bruckenau besucht wurde.“
Am
6.
Oktober 1926 stand in der BDZ-Rubrik Volkswirtschaft
unter
dem
Titel
Gründung der Weinbausektion des Schwäbischen
Landwirtschaftsvereines ein
ausführlicher Bericht, der auch das Resultat der abgehaltenen Wahlen zum
Führungsgremium der Weinbausektion
beinhaltete. Als Vorsitzender wurde Dr. Andreas
Konrad
aus Temeswar gewählt und als sein Stellvertreter Johann
Frombach
aus Jahrmarkt. Zu den gewählten „Ausschussmitgliedern“ zählte
auch der Jahrmarkter Georg
Staß.
Schon
vor 100 Jahren haben die Banater Schwaben Kontakte zu ihrem
Mutterland Deutschland gesucht und waren dabei lernwillig. Das konnte
man einem Artikel aus der BANATER DEUTSCHE ZEITUNG vom 8. Oktober
1926 entnehmen. Im jeweils „dicht besetzten“ Temeswarer
Schülerheim „Banatia“ hielt der aus Oldenburg angereiste
Ministerialrat Wegmann
drei Vorträge, zwei wissenschaftliche und einen wirtschaftlichen.
Die Zeitung schrieb zum dritten Vortrag unter dem Titel Die
deutsche Agrarreform und die Lage des deutschen Bauernstandes
einführend: „Nebst dem städtischen Publikum sahen wir Landwirte
in Gruppen von je 18 – 22 Personen aus Neubeschenowa, Guttenbrunn,
Jahrmarkt und kleinere Gruppen aus Billed, Grabatz, Lenauheim,
Hatzfeld u. n. a.“
Anton Potche
Montag, 15. Juni 2026
nimand un die annre
-
gedicht im johrmarker dialekt –
forrwas
will nimand
forr
die annre was mache
wer
losst sich heit schun gere auslache
nateerlich
sin’s die annre
die
wettre un schenne
weil
nimand nicks uf die fieß will stelle
so
geht’s noo langsam
awwer
sicher berchab
bis
gar nimand meh forr die annre was macht
[uf der schanz, 1993]
berns
toni
Montag, 8. Juni 2026
Es Bernads Kathi im Interview
An Phingste hadde die Banader
Schwowe wedder in Ulm ehre Treffe. Heimattage nenne se des un halle
’s e jeds zwattes Johr ab. Des war desjohr aah so. Un weil ’s
unner de Landsleit aus ’m Banat aah Leit gebt, die wu sich mit
Literatur auskenne, gebt ’s seit paar Johr uf dem Treffe e Lesung.
So aah desmol. Die Idee un aah die Organisation forr die
Bicherpräsentation stammt vum Bernads Kathi, e Journalistin
un Publizistin aus Johrmark. Na gut, des klingt jetz e bissje
iwerholl, weil ’s Kathi wie alle onstänniche Johrmarker schun lang
nemmi in Johrmark lebt.
Uf so ’re Literaturveranstaltung
kann merr aah gude Interviews mache. Un des hun zwaa
Deitschi-Sendung-Redakteere vun Radio Timișoara
in Ulm aah gemach. Odder war ’s
norr ooner? Sicher is, dass schun vier Täch noh dem Treffe in Ulm
(23. & 24. Mai) de Radio aus Temeswar in seiner deitsch Sendung
glei zwaa Interviews mi ’m Bernads Kathi ausgstrahlt hot.
Es eerscht hot de Adi Ardelean
sei Fragen gstellt. Awwer net norr em Kathi, sondern aah noch
annre Protagoniste, wie des uf Hochdeitsch haaßt, die wu halt aah an
der Lesung mitgemach hun. Awwer die will ich jetz net verrode. Wer ’s
wisse will soll sich die BANATER POST, e Halbmonatszeidung aus
München, kaafe. Dort steht des bestimmt alles ausführlich drin.
Noo hot ’s noch e zwattes
Interview mi ’m Bernads Kathi gewwe. Awwer ob des aah beim
Treffe in Ulm vum Daniel Spătaru,
so wie ’s in der Ankündigung haaßt, ufgholl is wor, odder
ob ’s vleicht aus ’re schun etwas ältrer Sendung dazugschniet
is, waaß ich net. Awwer als Radioheerer därf merr schun aah sei
Zweiwel hun. Uf jede Fall war des, was es Bernads Kathi em
Temeswarer Journalist verzählt hot sehr intressant. Norr dass es
sich net um die Bicher aus der Lesung ghandelt hot, sondern meh um die
Zeitgeschichte vun de Banader Schwowe ... un vun der literarisch
Aufarbeitung vum Faschismus un Kommunismus in Deitschland un in
Rumänien.
Wie aah immer, so Sendunge im Radio
sin sehr lehrreich. Schad is awwer, dass die deitsche Sendunge vun
Radio Timișoara
norr acht Täch abrufbar sin. Un
zwar do: https://www.funkforum.net/audio/deutsch/.
Berns Toni
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