Freitag, 6. Februar 2026
Samstag, 31. Januar 2026
Januar 2026 – Giarmata in den Medien
„Rolf
Bosser“- Gedächtnispreis 2026
aus
ADZ.ro; Timișoara / Temeswar;
09.01.2026
Erwin
Josef Țigla teilt in der ALLGEMEINE DEUTSCHE ZEITUNG
FÜR RUMÄNIEN mit, dass heuer zum siebten Mal der nach dem Dichter
Rolf Bossert benannte Gedächtnispreis verliehen wird.
160 Autoren, weibliche und männliche, haben lyrische Arbeiten für
den Wettbewerb eingeschickt. Als Jurymitglieder haben sich zur
Verfügung gestellt: Dietrich Machmer, Dr. Waldemar
Fromm, Helmut Seiler, Dr. Olivia
Spiridon, Barbara Zeizinger sowie die aus
Giarmata / Jahrmarkt stammende Katharina Kilzer. Die
Preisvergabe findet im Rahmen der "36. Deutsche Literaturtage in
Reschitza“ Ende März statt.
+
+ + Ich hun mei Gedichter all mit Berns Toni unnerschrieb, dass es
Bernads Kathi aah waaß, wemm ’s sei Punkte gewwe
soll. + + +
Warnung
vor Glatteis
aus
TION.ro, Timișoara
/ Temeswar, 09.01.2026
Der
Wetterdienst des Landkreises Timiș / Temesch warnt vor Eisregen und
Glatteis in den tiefer gelegenen Zonen. Auch Giarmata soll am
Freitagabend von 20:30 Uhr bis Mitternacht betroffen sein.
+
+ + Owacht gewwe! + + +
Wie
so oft
aus
TION.ro, Timișoara
/ Temeswar, 12.01.2026
Stromunterbrechung
in vielen Ortschaften des Landkreises Timiș / Temesch. So auch in
Cerneteaz am Montag, dem 12 Januar, von 9:00 bis 17:00 Uhr, und in
Giarmata am 15. Januar in der „Zona Toma Monica“ ebenfalls von
9:00 bis 17:00 Uhr.
+
+ + Ich wohn jetz seit 41 Johr in Ingolstadt. Des is in Deitschland.
Wann ich mich gut erinner, war do oomol de Strom unnerbroch, un des
norr paar Minute. + + +
Ein Handwerksraum im Zentrum
von Temeswar für Cerneteazer Roma
aus
deBANAT.ro;
Timişoara
/
Temeswar;
16.01.2026
Die Roma von Cerneteaz könnten mit
Hilfe der Organisation Seeds of Kenosis
Räumlichkeiten im Zentrum Temeswars bekommen, die von der Stadt für
ein Jahr zur Vermietung ausgeschrieben wurden, nachdem ein anderer
Interessent abgesprungen war. Es handelt sich um den ehemaligen
Blumenladen Horticultura am Opernplatz. Die
Räumlichkeiten werden auf 1,2 Millionen Lei geschätzt. Daher
wundert man sich über die relativ kleine Miete für die 128,76 m²,
und zwar 13,3 € pro Quadratmeter und Monat. Laut einem Beschluss
des Temeswarer Stadtrats aus dem Jahre 2023 fallen davon aber
lediglich 25 Prozent für den Mieter an. Das hieße im Endeffekt
428,13 Euro Monatsmiete. Die Organisation Seeds of Kenosis
(sinngemäß: Saatgut des Verzichts auf göttliche Attribute bei der
Menschwerdung Christi; aus dem Philipperbrief) will in den
Räumen an der Adresse Piața Victoriei 1b „Inklusionsmöglichkeit
für die gesamte Romagemeinschaft aus Cerneteaz bewerkstelligen“. Der Verein beabsichtigt, dort „Werkstädten zur Herstellung
von Handwerkskunst einzurichten, um Arbeitsmöglichkeiten für
Jugendliche zu schaffen.“
+ + + Noch befindet die Idee
sich im Projektstadium. + + +
Unfall auf der A1
aus
ZIUAdeVEST.ro, Timişoara / Temeswar; 17.01.2026
In der Nähe der Auffahrt zur
Westautobahn bei Giarmata ist ein LkW mit Anhänger umgestürzt. Die Polizei
ermittelt. Von Verletzten wurde nichts berichtet.
Mit
Alkohol im Blut
aus
TION.ro, Timișoara
/ Temeswar, 19.01.2026
Drei
Fahrzeuge waren zwischen Dumbrăvița und Giarmata in einen Unfall
verwickelt. Laut Polizeiangabe zeigte der Alkoholtester bei dem 56
Jahre alten Verursacher des Unfalls einen Wert von 0,51 mg/l Alkohol
an. Das gibt eine saftige Strafe.
Januar
ist Erinnerungszeit an die Deportation
aus
ADZ.ro; Timișoara / Temeswar;
19.01.2026
Der
aus Jahrmarkt / Giarmata stammende Journalist Luzian Geier
hat in der ALLGEMEINE DEUTSCHE ZEITUNG FÜR RUMÄNIEN einen aus
zweiter Hand bekommenen Bericht, in dem erzählt wird, wie eine
Familie aus dem Dorf Überland (zwischen Temeswar und Jahrmarkt) in
einem russischen Lager für Zwangsarbeiter den Freikauf der Frau aus
der Grube für ihre Eheringe bewerkstelligte, veröffentlicht.
+
+ + War der russische Aufseher damals ein guter Mensch oder ein
habgieriger? Oder beides? + + +
Wasserlauf unterbrochen
aus
TimișPlus.ro, Timişoara / Temeswar, 20.01.2026
Die
Firma
AQUATIM gibt bekannt, dass vom 22. bis 29. Januar die Wasserzufuhr
täglich von 9:00 bis 17:00 wegen „technischen Proben“ in
Giarmata unterbrochen wird. Achtung: Bei der Freigabe der
Wasserzufuhr wird das Wasser trüb sein.
Otto
Alscher in einer Wiener Ausstellung
aus
ADZ.ro; Timișoara / Temeswar;
22.01.2026
Der
Ex-Jahrmarkter Zeitungsschreiber Luzian
Geier
ist einer der wenigen Ex-Banater Schwaben, die ihren Kontakt zur
deutschen Presse in Rumänien noch nicht abgebrochen haben. In seinem
letzten Artikel schreibt er über eine von Helga
Korodi
in Wien kuratierten Ausstellung zum
145.
Geburtstag
des deutschen Banater
Schriftstellers
und Publizisten Otto
Alscher.
Die Ausstellung trägt den Titel „Otto Alscher – Von der
Westbahnstraße in die Wiener Moderne“ und den Untertitel „Neustart
für Otto Alschers Geltung in der Literaturgeschichte“.
+ + + Irgendwann wird man doch
dem Vergessen entrissen. + + +
Im
Feuilletonstil
aus
ADZ.ro; Timișoara / Temeswar;
25.01.2026
Die
in Jahrmarkt / Giarmata geborene Katharina
Kilzer
hat einen sehr interessanten Kulturessay, der Jahrhunderte
überspannt, geschrieben. Der Weg zurück in die Zeit beginnt bei der
Pop-Sängerin Taylor
Swift
(*1989), erinnert an den Jugendstilmaler Friedrich
Wilhelm
Theodor
Heyser
(1857 - 1921) und endet als Inspiration bei William
Shakespeare
(1564 - 1616).
+
+ + Des kummt raus, wann merr in der Fasching in ’s Museum geht,
statt uf ’s Baal zu de Banader Schwowe. Scheen, wirklich scheen. +
+ +
Kurz
und bündig
aus
PrimăriaGiarmata - FACEBOOK, Giarmata / Jahrmarkt, 29.01.2026
-
Gemeinderatssitzung:
29. Januar, 16:00 Uhr. Alle 15 Räte waren anwesend, nur der
Bürgermeister und der Ex-Bürgermeister waren online zugeschaltet.
-
Die neue Mülldeponie wurde ins Grundbuch eingetragen.
-
27 Personen aus Giarmata und Cerneteaz kommen in den Genuss von
Sozialhilfe und 72 „Assistenten für Behinderte“ werden von der
Gemeinde entschädigt.
-
Die Gemeinde hat vom Staat ein Grundstück in der Größe von 1249 m²
bekommen. Verkauft hat die Gemeinde ein Grundstück mit 645 m² und
eine Wohnung mit 33,4 m².
-
Eine Logistikfirma will sich im Norden von Giarmata ansiedeln und
benötigt ca. 51 ha Grund. Der Bürgermeister sprach von vielen
Arbeitsplätzen. Unterschriftsreif ist aber noch lange nichts.
-
Ex-Bürgermeister Bunescu brachte die Straße nach Ianova ins
Gespräch. Er meinte, es wäre höchste Zeit, dass diese
Verbindungsstraße zwischen Giarmata und Ianova asphaltiert wird.
- Nach 31 Minuten war die erste Gemeinderatssitzung dieses Jahres in Giarmata vorbei.
+
+ + Wohne an der Stroß am unnre Kerchuf und der Kollektiv net
Altjohrmarker? Sicher sin ich mer net, awwer etwas is mol verzählt
wor. + + +
Anton Potche
Montag, 26. Januar 2026
Gedichte für die Passanten
Robert Șerban
ist Dichter, Schriftsteller und Redaktionsmitglied der in
Temeswar monatlich erscheinenden Literaturzeitschrift
ORIZONT. Und er hatte im September vergangenen Jahres eine
Idee. Wie wäre es wohl, wenn man sich auf die Straße sitzt und
jedem vorbeigehenden Menschen spontan, aus der momentanen Intuition
heraus ein Gedicht schreiben würde und es dem interessierten
Passanten natürlich mit der eigenhändigen Unterschrift schenkt ...
sofern er das wünscht? Selbstbefragung und Tat lagen anscheinend nah
beieinander. Am 27. September 2025 setzte Robert Șerban
sich auf die in Temeswar bekannte Terrasse D’Arc und
begann seine Idee in die Tat umzusetzen. Als Werkzeug benutzte er
natürlich Schreibpapier und die nicht mehr neueste Schreibmaschine
seines Vaters. Und siehe da, der öffentliche Lyrikmarathon setzte
sich in Bewegung. Ob die Geschichte vorher in lokalen Medien
angekündigt war, ist mir nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass der
fleißige Poet von 10.00 bis 19.30 Uhr in die Tasten klopfte und zum
Schluss 42 Texte mit holographischer Unterschrift an (wahrscheinlich)
glückliche und dankbare Poesiefans aushändigte.
Einige dieser Gedichte füllen eine
Seite in der ORIZONT-Oktoberausgabe. Und siehe da, der Name sagt mir
doch etwas. Eines dieser Lyrikproduktionen im Schnellverfahren trägt
die Widmung pentru Clorela Hengelman. (Alle Kreationen
enthalten statt eines Titels den entsprechenden Namen des Passanten.)
Der Familienname ist mir doch bekannt. Ein Schulkollege hieß so. Nun
weiß ich nicht, ob es sich um eine Verwandtschaft oder um eine
zufällige Namensgleichheit handelt. Jedenfalls war bei mir ein Stück
Erinnerung an meine Schulzeit vor etwas mehr als 50 Jahren in
Temeswar geweckt und ich startete sofort einen Versuch das Werk
Robert Șerbans für
Clorela Hengelman
in meine Muttersprache zu
übersetzen. Und das sieht
heute so aus:
pentru Clorela Hengelman
un vis povestit
e ca fluturele cu boldul înfipt
între aripi
pe care nu doar că-l privești plin
de uluială
ci sufli înspre el
și tot sufli
până când
începe să zboare
bucată
cu
bucată
für Clorela
Hengelman
ein erzählter
traum
ist wie der schmetterling mit dem
schmerz zwischen
den flügeln
den du nicht nur voller staunen
betrachtest
sondern nach ihm bläst
und bläst
bis er
zu fliegen beginnt
flügelschlag
für
flügelschlag
[übersetzt ohne ki-hilfe aus dem
rumänischen]
anton potche
Mittwoch, 21. Januar 2026
Seppi und Peppi haben beide Papa Trump gesehen
Seppi und Peppi sitzen im
Mohrenkopf und wärmen sich an einem frischen Kaffee.
- Hast du Papa Trump in Davos
gesehen?
- Ja, klar.
- Und was sagst du?
- Herrlich! Großartig! Mein
eingeschränkter Wortschatz gibt eigentlich nicht her, was ich nach
dieser genial, genialen Rede empfunden habe.
- Ist das dein Ernst?
- Ja, klar.
- Gibt es dafür eine Erklärung?
- Ja, klar.
- Und die wäre?
- Jetzt bin ich selber schon fast so
alt wie Papa Trump.
- Und?
- Seit ich denken kann, habe ich
mich schon immer gefragt, wie es wohl im Himmel ausschauen könnte.
- Und?
- Jetzt weiß ich es.
- ? ? ?
- So wie Papa Trump ihn in einer
eineinhalbstündigen Rede in einem berauschenden Chaos und einer
blendenden Sinnleere den Zuschauern und -hörern in Davos und den
vielleicht Millionen an den Fernsehgeräten geschildert hat.
- Was konkret?
- Den Himmel. So muss es da oben
sein!
- Wie?
- Na so wie in Papa Trumps Welt über
dem großen See. Mich hat eine unbändige Sehnsucht gepackt.
- Wonach?
- Nach Papa Trumps expandierender
Heimatscholle.
- Amerika?
- Jawohl! Dort muss es sein wie im
Himmelreich. Papa Trump hat doch die ganze Zeit davon erzählt. Heute
Nachmittag in Davos. Von seinem Amerika. Hast du nicht aufgepasst?
- Doch aber vielleicht hatte ich
irgendwann den Faden verloren. Das könnten wir jetzt mit einem
französischen Zollcognac ausbessern.
- Ach, Mann, du tust mir so leid.
Bedienung, zwei große Cognacs bitte.
Wir erleben die frostigsten Tage
dieses Winters.
Anton Potche
Montag, 19. Januar 2026
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