Montag, 23. März 2026

Mein Buchmesseabenteuer

 
Ich war auf der Buchmesse in Leipzig. In der ersten Reihe habe ich gesessen. Schon am Abend des ersten Tages, als der Preis des Deutschen Buchhandels im Gewandhaus an den kroatisch-bosnischen Schriftsteller Miljenko Jergović verliehen und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ausgepfiffen und ausgebuht wurde, spürte ich, dass mir die folgenden vier Messetage nicht langweilig werden. So und nicht anders sollte es dann auch kommen, wo ich doch während meines ganzen Aufenthaltes auf der Buchmesse in der ersten Reihe saß ... bei ARD, ZDF, 3sat und anderen Streamingdiensten. So bekam ich auch mit, wie der Literat vom Balkan in seiner Dankesrede von weltbewegenden Hausschlappen las. Das erinnerte mich an Herta Müllers Taschentuch. 

Dieser erste Messetag (noch nicht geöffnet für das Publikum) nahm überhaupt kein Ende. Er überschritt lesend die Mitternachtsgrenze. Marathonlesung nennt man ein solches Messeformat. Juli Zeh hat einen schweren Romanschinken mit dem Titel Unterleuten geschrieben und ca. 70 Personen haben seinen Inhalt von 18:00 Uhr des 18. März bis zur Mittagsstunde des folgenden ersten fürs Publikum geöffneten Messetages mit den Augen verzehrt. Hoffentlich sättigend.

* * *

Wie immer bei solchen Veranstaltungen halte ich Ausschau nach rumänischen und rumäniendeutschen Farbtupfern. Und freue mich (manchmal kindisch – was wohl meinem Alter zuzuschreiben ist), wenn ich einen finde. Und siehe da: In der großen Glashalle der Messe, wo die Öffentlich Rechtlichen ihre Literaturbühne aufgebaut hatten – für Kritikerschwergewichte wie Denis Scheck benötigt man eben Platz –, las am ersten Publikumsmessetag schon vor Mittag die aus Rumänien stammende und in der Schweiz beheimatete Schriftstellerin, Germanistin und Nederlandistin (laut Wikipedia) Dana Grigorcea. Leider blieb  sie mit ihren Gestalten aus Bușteni den Tag über der einzige Farbtupfen im Fokus der großen deutschen Fernsehanstalten auf der Literaturbühne.


In einem weiteren Programmpunkt hat Lena Gorelik in den frühen Nachmittagsstunden den Preis der Literaturhäuser 2026, dotiert mit 20.000 EURO, entgegengenommen. Sie ist eine russisch-deutsche Schriftstellerin jüdischen Glaubens. Ihr letztes Buch heißt Alle meine Mütter. Lena Gorelik hat bei der Preisverleihung erzählt, dass ihre Mutter ihr nach dem Erscheinen des Romans gesagt hat, sie habe ihn jetzt einmal als Mutter gelesen und werde ihn ein zweites Mal mit literarisch-kritischem Blick lesen.

Der Höhepunkt dieses faktisch ersten Messetages war sicherlich die Verleihung der Preise der Leipziger Buchmesse. Katerina Poladjan wurde in der Sparte Belletristik für ihren Roman Goldstrand ausgezeichnet. Die Protagonisten ihres Buches bewegen sich im südöstlichen Europa, also an oder im Umfeld der Donau. Ebenso wie die realen Menschen in Marie-Janine Calics’ Buch Balkan-Odyssee, wofür sie den Sachbuchpreis bekam. Über den Übersetzerpreis konnte der Österreicher Manfred Gmeiner sich für die Übertragung des Romans Unten leben aus dem Spanischen ins Deutsche, geschrieben vom peruanischen Autor Gustavo Faverón Patriau, freuen.

Heuer sollte zum ersten Mal kein Gastland die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich ziehen, sondern ein Motto. Und das war die „Donau – Unter Strom und zwischen Welten“. Also da müsste doch meine Farbtupfersuche Erfolg haben. Laut Programm waren einige der von mir Gesuchten auf dieser Buchmesse unterwegs. Die Frage war bloß, ob sie auch von Kameras und Mikrofonen als fernseh- und radioreif wahrgenommen würden. Also habe ich mich diesbezüglich auf die Suche begeben.

Stephan Ozsváth
Foto: rbb / Gundula Krause
Und siehe da, es gab im großen Fernsehen ein Interview mit dem Kurator des oben erwähnten Mottos: Stephan Ozsváth. In der im deutschen Sprachraum sehr goutierten Kultursendung 3sat sprach der Ideengeber dieses Formats von seinen Beweggründen. Da durften Hinweise auf Rumänien und das Delta mit der Nachbarschaft zur Ukraine nicht fehlen. Er erwähnte, dass in letzter Zeit im Südosten Europas mehr als früher von Deportationen der Zivilbevölkerung gesprochen und geschrieben wird. 

* * *

Am Freitag war viel los auf der Literaturbühne. ARD, ZDF und 3sat hatten im Rahmen ihres Mittagsmagazins mehrere Liveschaltungen nach Leipzig getätigt. Zielgruppe war hier eindeutig die Jugend und ihre Trends, Manga, Coming of Age, New Adult u. a..

Danach kamen wieder Autoren auf die Bühne. Zum Glück kann man streamen. Es ging in den Nachmittag und eine Schriftstellerin bot den Zuschauermassen – das darf man ohne Übertreibung so nennen – beste Unterhaltung. Ildikó von Kürthy stellte ihr neuestes Buch, Alt genug, vor. Sie stamme zur Hälfte aus Nordrhein-Westfalen und zur Hälfte aus Ungarn, sagte sie und erzählte dem erheiterten Auditorium, wie das mit dem Altern so ist. 

Danach wurde es aber ernst. Es ist wahrlich nicht übertrieben, wenn ich behaupte, dass es abzüglich des entfernten Hallengeräusches vor der Lesebühne mäuschenstill war. Vier Damen, drei Autorinnen und eine Moderatorin, hatten die Bühne betreten und ihr Thema generierte bei so manchem Lauscher große Nachdenklichkeit. Die Diskussion stand unter dem Motto „Demokratie unter Druck“. Schon die Titel der drei Bücher lassen aufhorchen. Sally Lisa Starken: Wenn der rechte Rand regiert; Angelique Geray: Undercover unter Nazis; Ruth Hoffmann: Raubzug von Rechts. Und als Moderatorin Cécile Schortmann zum Schluss sinngemäß die rhetorische Frage stellte, wie das wohl sei, wenn man sieht, dass hier vier Frauen über dieses Thema sprechen, brauste ein lang anhaltender Beifall auf. 

* * *

Für das Motto „Donau – unter Strom und zwischen Welten“ wurde auf der Buchmesse eine eigene Donaubühne eröffnet. Nur wo war sie? Ich habe sie nicht gefunden und das fast schon schicksalhaft empfunden, hoffte ich doch, dort meine Literaturstars, die ich kenne (sie mich nicht, nur ich sie), vorzufinden. Dabei gab es doch so viele Programmanbieter, die sich auf der Literaturbühne abwechselten, um Autorinnen und Autoren mit ihren Büchern sowie einer sehr vielfältigen Thematik zu präsentieren. Am Samstag gehörten neben den schon genannten Sendungen der öffentlich rechtlichen Sender (Kulturzeit, Literarisches Quartett oder Best of druckfrisch) auch NDR kultur, aspekte, BR 2, SWR Literatur, rbb radioeins, Deutschlandfunk Kultur, Buchlounge, mdr aktuell. 18 Programmpunkte enthielt der laut Messeleitung ausverkaufte Samstag. Sofern ich nicht gerade im Garten war oder beim Wasserholen oder beim Saubermachen, habe ich von den Stars der Donaubühne nichts gesehen. Und wenn ich dann schon einen Blick auf die gestreamte Literaturbühne warf, sah ich nicht zum ersten Mal Denis Scheck, der immer die gleichen Bücher im Schnelldurchlauf besprach. Ein Austausch mit der Donaubühne wäre da bestimmt nicht unpassend gewesen.

Der Lesetag war vorbei. Und ich unzufrieden. Weil ich keinen Zugang zur Donaubühne gefunden hatte. Alles in mir sträubte sich, den Laptop auszuschalten. Also klickte und wischte ich weiter. Bis, ja bis ich bei der Adresse mdr.de/kultur/buchmesse/leipzig/ strandete. Hier fand ich das Fünfminuteninterview, dass mir dann doch den ausklingenden Freitag versüßte. Stephan Ozsváth (*1965), selbst gelernter Journalist, war auch diesmal der Interviewte. Und er erzählte gleich zum Beginn der Aufnahme von seiner Motivation, sich in diesem Projekt zu engagieren. „Persönlich verbindet mich mit der Donau, dass mein Vater aus Ungarn stammte, und ich hab' noch einen Stiefvater, der war Deutscher aus Rumänien, dessen Vater wiederum war Bergwerksdirektor in Reschitza, ein k.u.k.-Beamter, also ich hab’s sozusagen im Blut.“ Und der mdr-Reporter griff Ozsváths kurzen Einstieg in die eigene Geschichte mit der Ergänzung auf: „Also die Donau als Straße der Hoffnung für Auswanderer, aber auch als Deportationsroute. Da geht es um die Salpeterer, Freibauern aus dem Schwarzwald, die um ihre Rechte kämpften. Kirche und Krone verbannten sie im 18. Jahrhundert ins Banat auf dem Gebiet des heutigen Rumänien. Unter Maria Theresia wiederum waren so genannte liederliche Frauenzimmer von der Keuschheitskommission ins Banat gebracht worden. Eine Rolle spielt auch die Donau als nasses Grab mit Morden und Selbstmorden sowie als Grenzfluss zwischen Ost und West.“ […] Stephan Ozsváth betonte im Interview, dass sein Ziel mit diesem Programm war, eine Themenvielfalt zu gestalten. Von den zahlreichen Autorinnen, die „ihre persönlichen Blicke auf die Donau haben“, wurden vom Interviewer Ulrich Böhme die drei folgenden genannt: Nadine Schneider, Muri Darida und Katherina Braschel. Auch ohne bewegende Bilder von der Donaubühne, war der Tag – Pardon: Abend - für mich gerettet.

* * * 

Wenn ich schon bei mdr gelandet war, wollte ich auch am Sonntag, dem 22. März 2026 dabei bleiben. Schon um 7:03 Uhr gab es einen Morgengruß von einer charmanten Sprecherin. Und darin hieß es dann auch: „Wer europäische Literatur neu entdecken will, muss zur Halle 4. Hier findet an allen Messetagen das Programm zum Fokusthema >Donau – Unter Strom und zwischen Welten< statt, das es in diesem Jahr an Stelle eines Gastlandes gibt. Die Veranstaltungen widmen sich Geschichten aus zehn Donauländern von Deutschland bis zur Ukraine. Migration, Kultur, Identität und Zeitgeschichte spielen hier eine große Rolle.“

So hat der Buchmesse-Ticker vom Mitteldeutschen Rundfunk (mdr) mich also trotz anfänglicher Enttäuschung bis zur letzten Messestunde am Sonntag, dem 22. März 2026, auf Trab gehalten. Es war schön auf der Leipziger Buchmesse, auch wenn ich versucht habe, mich vorwiegend in einer Buch-Themennische (die ich aber hier nicht nur auf das diesjährige Motto bezogen wissen will) zu bewegen. Letztendlich war mein Versuch mit Erfolg gekrönt.
Anton Potche

Montag, 16. März 2026

„Kleidersammlung“

- Gedicht im Johrmarker Dialekt -

De Jankel hängt
am Zappebreet,
alt un abgschoss,
schun genäht.

E neii „Kleidersammlung“
steht ins Haus,
gudes Gwand
wannert sackweis naus.

De Jankel bleibt
am Zappebreet:
Rosticher Stacheldroht
tot ewich weh.


[Uf der Schanz, 1993]
Berns Toni



Worterklärungen:
- Jankel, de = der Janker (in Bayern & Österreich für wollene Trachtenjacke)
- Zappebreet, es = das Zapfenbrett, das Kleiderhackenbrett




Montag, 9. März 2026

Ein Wahlergebnis

 
Rathaus in Lenting
Foto: Anton Delagiarmata
Mit dem Ergebnis nach der Wahl meine ich das Wahlresultat der beiden Frauen mit rumäniendeutschen Wurzeln, die bei der gestrigen Kommunalwahl in Lenting für einen Platz im Gemeinderat kandidiert hatten. Das Resultat ihrer Kandidatur sieht so aus: Die Sozialdemokratin Elvine Oliar hat 1035 der SPD-Stimmen erlangt (1. SPD-Platz) und die Kandidatin der Christlich Sozialen Union, Erna Linz, 1301 der CSU-Stimmen (4. Platz). Mit diesen Ergebnissen sind beide auch weiterhin  Gemeinderätinnen in Lenting.

Ich wollte mich partout nicht mit dem Anschein begnügen, dass vorwiegend Frauen rumäniendeutscher Abstammung sich kommunalpolitisch engagieren. Also habe ich im Internet gesucht. 

Christian Peppel
FotoQuelle: SIEBENBÜRGER.de
Unweit von Lenting liegt die oberbayerische Gemeinde Hitzhofen. Dort ist Christian Peppel, geboren in Mediasch / Siebenbürgen, seit sechs Jahren Gemeinderat. Jetzt hat er auf Platz 2 der SPD-Liste kandidiert und mit 1097 Stimmen das drittbeste SPD-Resultat erzielt. Also hat der Inhaber des Betriebs Elektrotechnik Peppel unsere kommunalpolitische Männerehre gerettet. Das kann man besonders dann behaupten, wenn man in SIEBENBÜRGEN.de über den zweifachen Familienvater Folgendes lesen kann: „Von 1992 bis 2002 war er als Tänzer und Jugendleiter in den Tanzgruppen Augsburg und Ingolstadt aktiv und wirkte als Mitgründer der „Transilvanian Saxophones“ Ingolstadt mit. 2001 heiratete Peppel und fand 2005 in Hitzhofen seine Wahlheimat. Dort engagiert er sich seither intensiv im Gemeindeleben. Vorausschauendes Denken, nachhaltige und praktikable Lösungen sowie das konsequente Umsetzen von Vorhaben prägen sein politisches Selbstverständnis. Ein besonderes Anliegen sind ihm das Vereinswesen, ehrenamtliches Engagement und die Förderung junger Menschen.“

Foto: Anton Delagiarmata

Allen drei erfahrenen bayerischen Kommunalpolitiker/innen wünsche ich für die nächste Legislaturperiode viel Erfolg in ihrer Tätigkeit für das Gemeinwesen.


Und für die zwei Damen einen nachgereichten Blumenstrauß zum 8. März.

Anton Potche

Montag, 2. März 2026

Der 8. März ist heuer Frauen- und Wahltag

 
Das gilt auch für die Gemeinde Lenting im oberbayerischen Landkreis Eichstätt. Laut Wikipedia leben in dieser Ortschaft 4895 Menschen. Ihre Geschicke werden von 16 Gemeinderätinnen und Gemeinderäten gelenkt. Bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 können die Lentinger ihre Favoriten über drei Listen hinweg wählen, panaschieren und kumulieren. Und wenn sie einen schlechten Tag erwischen oder grundsätzlich böse sind, können sie sogar ihnen antipathische Bewerber für ein Gemeinderatsamt streichen.

Auf zwei der Wählerlisten kandidieren auch bereits im Gemeinderat aktive Politikerinnen mit rumäniendeutschen Wurzeln. Und das wahrlich mit sehr guten Erfolgsaussichten. Auf der Liste der Christlich-Sozialen Union (CSU) ist auf Platz 3 Erna Linz, stammt aus dem Banat, vermerkt und die Liste der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) wird von einer Siebenbürger Sächsin, Elvine Oliar (zurzeit 3. Bürgermeisterin) sogar angeführt, steht also auf Platz 1. Auf der Liste der freien Wähler Lenting (FW Lenting) konnte ich keine mir bekannte Namen finden.

Erna Linz
FotoQuelle: CSU Lenting
Die ortseigene CSU stellt ihre Kandidaten mit einer jeweils selbst verfassten Vita kurz vor. Erna Linz (62 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, Bäckereifachverkäuferin, Gemeinderatsmitglied, Hobbys: meine Enkelkinder, Kochen, Gärtnern) gibt von sich preis: „Seit über 36 Jahren lebt meine Familie in Lenting; und wir fühlen uns hier sehr wohl. Bereits seit 34 Jahren arbeite ich bei der Bäckerei Sipl. Die Arbeit als Gemeinderätin bereitet mir große Freude. Besonders am Herzen liegen mir die Themen Familie und Senioren. Ich möchte mich weiterhin dafür einsetzen, dass Lenting nachhaltig wächst, Familien gestärkt werden und unsere Infrastruktur zukunftsfähig bleibt, damit unsere Gemeinde auch in Zukunft lebenswert für Jung und Alt ist.“

Elvine Oliar
FotoQuelle: SPD Lenting
Die aus Siebenbürgen stammende Elvine Oliar wurde am 6. Februar 2025 zur 3. Bürgermeisterin Lentings gewählt. Ihr Wahlergebnis war beeindruckend: 14 zu 1 Stimmen. Sie ist 63 Jahre alt und seit 2014 Gemeinderätin. Ihre Profildaten unterscheiden sich nicht wesentlich von denen ihrer rumäniendeutschen Kollegin im Lentinger Gremium: Metzgereiverkäuferin, verheiratet, 2 Kinder, Mitgliedschaft in Vereinen, Verbänden und Organisationen, Krankenpflegeverein Lenting.

Ich wünsche beiden Landsfrauen viel Glück bei der kommunalen Frauentagswahl am 8. März 2026!
Anton Potche

Samstag, 28. Februar 2026

Februar 2026 - Giarmata in den Medien

 Der umstrittene Blumenladen
aus deBANAT.ro; Timişoara / Temeswar; 02.02.2026
Die Vermietung des ehemaligen Blumengeschäfts Horticultura im Zentrum von Temeswar an den Verein Seeds of Kenosis stößt auf Unzufriedenheit bei einigen Bürgern Temeswars. Das behauptet nämlich Alin Popoviciu, stellvertretender Vorsitzender der PNL (National Liberale Partei) Timiș / Temesch: „PNL Timiș behält ihre Position! Es geht nicht um politische Angriffe, sondern um das Respektieren des Gesetzes, Entscheidungstransparenz und Verteidigung des öffentlichen Interesses. Darum habe ich die Präfektur kontaktiert und den Entschluss des Stadtrates beanstandet, weil die im HCL Nr. 253/2023 (Stadtratsbeschluss) festgeschriebene Prozedur nicht respektiert wurde. Der ehemalige Blumenladen im Zentrum Temeswars muss ein lebendiger Raum werden, repräsentativ für die Identität der Stadt und ihrer Bürgerschaft. Leider scheint die von Fritz geleitete Verwaltung diese Perspektive zu ignorieren, für eine Lösung plädierend, die seriöse Fragen aufwirft und weder das Gesetz noch die Interessen der Temeswarer respektiert.“
+ + + Wann die Gschicht wirklich ka Politikum is, kännt ’s vleicht e ethnische Unnergrund gewwe? Schließlich soll des billich vermiet Blummegschäft forr die Zigeinre (Pardon: Romas) aus Zorn bestimmt sein. + + +

Die Arbeiten an der Landstraße Giarmata – Alioș haben begonnen
aus deBANAT.ro; Timişoara / Temeswar; 04.02.2026
Der Straßenbauer Strabag hat die mit den Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten an der Kreisstraße DJ 691 zwischen der Autobahnauffahrt zur A1 bei Giarmata und der Grenze zum Landkreis Arad bei Alioș begonnen. Die Landstraße führt durch die Ortschaften Pișchia, Fibiș, Mașloc und Alioș. Neben den Straßenbaumaßnahmen sind in den vier Ortschaften auch auf einer Fläche von 17.000 m² Begrünungsarbeiten als Umweltschutzmaßnahmen vorgesehen. Auch elektrische Ladestationen und ein „modernes Videosystem“ zum Überwachen der Straße werden installiert. Das Gesamtprojekt beläuft sich auf ca. 126,5 Millionen Lei - 26,1 Millionen vom Kreis Timiș, 87,1 Millionen aus dem EU-Fond für regionale Entwicklung (Fondul European de Dezvoltare Regională - FEDR) und der Rest kommt aus dem Staatshaushalt. Die Bauzeit wurde im Auftrag mit 18 Monaten festgeschrieben.
+ + + Strabag hat einen guten Namen. Diese Firma hat auch schon große Projekte vor vereinbarten Terminen fertiggestellt. + + +

Sicherheitsbelehrung in der Gymnasialschule in Giarmata
aus BanatulAzi.ro, Timişoara / Temeswar; 09.02.2026
Das Kreisinspektorat der Gendarmarie Temesch (Inspectoratul de Jandarmi Județean Timiș) hat das Projekt „Deine Schule in Sicherheit“ gestartet und in der Schule in Giarmata einen Aktionstag zu diesem Thema abgehalten. Anwesend waren bei dieser Veranstaltung auch Militärangehörige und „Territorialbeamte der Öffentlichen Ordnung“. In Psychologie geschulte Fachleute haben mit den Schülern in deren Sprache diskutiert über die „Risiken des Drogenkonsums, Bulimie, Gewalt, Parolen im Internet, virtuelle Freundschaften, digitale Spuren, Hinterhalte sowie Gefährdungen und Respekt im digitalen Raum. Ein interessantes Thema war auch die strafrechtliche und strafbare Verantwortung.“ Die Schüler wurden in die Gespräche eingebunden, sie stellten Fragen, erzählten aus eigenen Erfahrungen und sparten nicht mit Vorschlägen. Die Beamten waren zufrieden mit der Mitarbeit der Schüler und kündigten weitere ähnliche Projekte an.

Geld für Infrastrukturmaßnahmen
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 13.02.2026
Die staatliche Umweltadministration (AFM) hat am 13. Februar für Infrastrukturmaßnahmen (Wasser und Kanalisation) in 30 Ortschaften des Kreises Timiș (auch Giarmata) 81 Millionen Lei zur Verfügung gestellt. Die Verträge wurden vom Vorsitzenden des Kreisrates Timiș Alfred Simonis und dem AFM-Vorsitzenden Florin Bănică unterzeichnet.

Strafbare Müllentsorgung
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 15.02.2026
In der Nähe des hydrotechnischen Knotens Topolovăț deponieren Unbekannte immer wieder Müll. Für das Trinkwasser ist das sehr schädlich. Die zum Schutz der Gewässer zuständige Behörde ruft auf zum Schutz der Gewässer. Um den Müll wegzuschaffen waren Arbeiter aus Topolovăț, Giarmata und Sânmihaiu Român, im Einsatz.

Stromunterbrechung
aus TION.ro, Timișoara / Temeswar, 15.02.2026
In zahlreichen Ortschaften des Kreises Timiș wird in der Kalenderwoche 8 wie so oft der elektrische Strom unterbrochen. In Giarmata ist am 17. Februar die Strada Unirii von 9 bis 17 Uhr betroffen.
+ + + Alles wie gehabt. Auch in der KW 7 gab es solche Maßnahmen. + + +

Zwei Grenzler leisten erste Hilfe
aus RENAȘTEREA.ro, Timişoara / Temeswar, 17.02.2026
Am 17. Februar 2026 waren zwei Offiziere der rumänischen Grenzpolizei, Andrei Robert und Dăneci Marius, um 8:50 Uhr an der Autobahnanschlussstelle zur Autobahn A1 bei Giarmata unterwegs, als sie am Straßenrand ein verunglücktes Auto sahen. Sie hielten sofort an, befreiten die zwei Insassen des Wagens aus ihrer misslichen Lage und leisteten erste Hilfe, bis der gerufene Krankenwagen vor Ort war.
+ + + Solche Polizeibeamte kann man sich nur wünschen. Bravo! + + +

Nach 32 Minuten war alles vorbei
aus PrimăriaGiarmata - FACEBOOK, Giarmata / Jahrmarkt, 26.02.2026
- Ich meine die Gemeinderatssitzung von heute, dem 26. Februar. Ein Rat und eine Rätin waren online zugeschaltet. Die anderen 11 – bei zwei abwesenden - waren anwesend und verhielten sich brav, also diszipliniert. (Giarmata hat 15 Gemeinderäte.) Außer dem Gemeinderat Andrei Berta. Der hatte einige Fragen an den Bürgermeister auf Lager. Am meisten stört ihn, dass die berüchtigten Kommunalbetriebe Giarmatas ihm „legal“, wie er sagte, geforderte Informationen vorenthielten. Bürgermeister Claudiu Mihălceanu klärte den wissbegierigen Gemeinderat auf, dass, wenngleich die Kommunalbetriebe zur Gemeinde gehören, niemand Dokumente einfach an Auswärtige aushändigen darf. Herr Berta werde aber zur nächsten Aufsichtsratssitzung der Kommunalbetriebe eingeladen werden, um sich dort vor Ort informieren zu können.
+ + + Also ohne Herr Berta wäre das eine stinklangweilige Sitzung gewesen, die kaum länger als 15 Minuten gedauert hätte. + + +
Anton Potche