Sonntag, 31. Mai 2020

Mai 2020 – Giarmata in den Medien

Keine an Covid-19 erkrankte Personen in Giarmata 
aus PrimăriaGiarmata.ro, Podcast des Bürgermeisters, Giarmata / Jahrmarkt 04.05.2020 
+ + + Man kann in 48 Minuten viel erzählen, besonders wenn man nicht unterbrochen wird. Virgil Bunescu, der omnipräsente Giarmataer Bürgermeister war diesmal allein. + + +
- Zum Thema Corona: Sieben Personen aus Giarmata sind in einer anderen Ortschaft in Quarantäne, weil sie aus dem Ausland nach Rumänien eingereist sind. Zwei Personen befinden sich in der Isolation zu Hause in Giarmata. Es wird Masken geben. Ausgeteilt werden sollen sie an verschiedenen stark frequentierten Orten der Gemeinde.
- In Giarmata soll demnächst ein „größeres Geschäft“ eröffnet werden.
- Im Primăverii-Viertel sollen die letzten Bauparzellen an Interessenten vergeben werden.
- In Cerneteaz werden Stimmen laut, um die Autoraser zu zähmen. Die Vorschläge dazu sind verschieden und umstritten.
- Die Kanalisation in Giarmata „führt ins Nichts“. (O-Ton Bunescu).
- Heuer noch soll die Asphaltierung der Straßen in Giarmata abgeschlossen werden.
- Bunescu träumt davon, alle Häuser in Giarmata herzurichten und dabei „den Dorfcharakter“ der Geemeinde bewahren zu können. (O-Ton dazu: „Wenn ich bleibe.“)
+ + + Man spürt in der ein und anderen Bemerkung des Bürgermeisters, dass die Kommunalwahlen immer näher rücken. + + +

Keine Ruga in Cerneteaz 
aus PrimăriaGiarmata.ro, Podcast des Bürgermeisters, Giarmata / Jahrmarkt 11.05.2020 
- Virgil Bunescu hatte diesmal Schuldirektor Darius Mirea bei seinem Podcastauftritt dabei. Die Kinder der 8. Klassen sollen nämlich wieder zur Schule gehen. Nicht alle auf einmal sondern in Schichten zu je 10 Kindern. Ihre Anwesenheit ist nicht verpflichtend. Wenn die Eltern Bedenken wegen dem Coronavirus haben, können die Kinder auch zu Hause via Internet unterrichtet werden. Der Unterricht in der Schule dauert nur zwei Stunden und beinhaltet die Fächer Mathematik und Rumänisch. Die SchülerInnen der 8. Klasse legen vor den Sommerferien eine Prüfung in den zwei Unterrichtsfächern ab. Die Gemeinde versucht, so viele Kinder wie möglich mit den ensprechenden Kommunikationsgeräten (Tablets) auszustatten – auf Leihbasis. 
- Das Dorffest Ruga musste heuer in Cerneteaz wegen der Coronakrise entfallen. 
- Es gibt in Giarmata keine positiv getesteten Personen. Sechs Bürger der Gemeinde sind in einem anderren Ort in Quarantäne und eine Person befindet sich in Isolation zu Hause (izolare la domiciliu). 
- Ab 18.Mai wird die Maskepflicht eingeführt. Dafür werden auch in Rumänien andere bisher verordnete Maßnahmen gelockert.

Masken werden verteilt 
aus ObservatorDeTimiș.ro, Timișoara, 16.05.2020 
An drei Stellen in Giarmata werden 10.000 Schutzmasken gegen das Coronavirus verteilt: am Ganztagskindergarten, beim Sitz der Feuerwehr und in der Schule in Cerneteaz.

Beliebter Heimunterricht 
aus PrimăriaGiarmata.ro, Podcast des Bürgermeisters, Giarmata / Jahrmarkt 18.05.2020 
- 46 Schulkinder der 8. Klassen aus Giarmata stehen vor der sogenannten Nationale-Evaluierungs-Prüfung (Examen de Evaluare Națională). Die Prüfungen finden am 15. (Rumänische Sprache) und 17. Juni 2020 (Mathematik) statt. Trotz der Anti-Corona-Maßnahmen in Rumänien werden die Klassen für die Achtklässler geöffnet, damit sie für ihre Prüfungen gut vorbereitet sind. In Giarmata haben sich allerdings alle Eltern der Kinder für den angebotenen Heimunterricht entschieden, der laut Gesetz gewählt werden kann. 
- 12 Personen sind in Giarmata in häuslicher Quarantäne und 14 in Cerneteaz, von denen 8 Personen einer einzigen Familie angehören, die kürzlich aus Westeuropa heimgekehrt ist. 
- Der neue Kindergarten wird im Primăverii-Viertel gebaut. 
- Die Arbeiten am Kulturheim und an der Schule schreiten voran und sollen im September oder Oktober fertig sein. 
+ + + Originalton Bunescu: „Wir bauen Schulen und die Kinder müssen zuhause eingesperrt bleiben.“ + + +

Nur ein kleiner Teil der Probleme des Giarmataer Bürgermeisters Virgil Bunescu
aus PrimăriaGiarmata.ro, Podcast des Bürgermeisters, Giarmata / Jahrmarkt 26.05.2020
- Es gibt in der Gemeinde keine mit Covid-19 infizierte Menschen. 21 aus dem Ausland gekommene Bürger sind in Hausquarantäne.
- In der ganzen Gemeinde werden neue Hausnummernschilder angebracht. Geklärt ist noch nicht der Platz: am Haus oder am Zaun.
- Die neue Busverbindung nach Temeswar entwickelt sich zu einem ewigen Thema. Für die Gemeinde kommt sie teuer zu stehen. Sie muss jede Fahrt so bezahlen, als wäre der Bus voll besetzt.
- Am 30. Mai sammelt eine Recyklingfirma von 10 bis 16 Uhr Elektroschrott ein. Wer etwas zu entsorgen hat, kann sich im Rathaus vormerken lassen. Die Einsammler kommen bei jedem vorbei.
- 160 Personen haben ihre Bauparzellen wieder verloren, weil sie sich nicht an die Verträge mit der Gemeinde gehalten haben.
- Der Umweltbeauftragte der Gemeinde und die Ortspolizisten sind nach Einschätzung des Bürgermeisters viel zu nachsichtig mit Umweltsündern. Personen aus Temeswar entsorgen nachts ihren Müll auf Giarmataer Flur. Das beklagen auch andere Ortschaften der Metropolitanregion Timișoara.

Drei Stunden Giarmataer Politspektakel - ganz unentgeltlich
aus PrimăriaGiarmata.ro, Podcast der Gemeinde, Giarmata / Jahrmarkt, 27.05.2020
- Die Tagungen des Giarmataer Gemeinderates versprechen immer Kurzweil und halten es meistens auch ein. Das hat auch viel mit abgrundtiefen persönlichen Abneigungen einiger Teilnehmer an diesem Politspektakel zu tun. Die Hauptprotagonisten waren auch in dieser Gemeinderatssitzung vom 27. Mai 2020 der ehemalige Bürgermeister Ion Delvai und der amtierende, Virgil Bunescu. Letzterer verliert bei fast jeder kritischen Frage die Fassung und reagiert jähzornig. Wirklich lustig! Man darf sich als Außenstehender auch über so manchen Anstoß eines Streites wundern. So stritt man zum Beispiel gleich zu Beginn der Sitzung lustvoll über die Farge, ob ein Mitglied des Gemeinderates sich seiner Stimme bei einem Tagesordnungspunkt enthalten darf, oder ob er mit Ja oder Nein stimmen muss. Das klingt schon nach einem etwas verqueren Demokratieverständnis.
- Man erfährt dabei aber trotzdem viel über die Situation in der Gemeinde, über vollzogene Projekte und Änderungen und über solche, die noch bevorstehen. In der oberen Neugasse (Strada Nouă) steht noch ein Brunnen in der Straßenmitte. Der soll bald verschwinden, aber nicht aufgefüllt – im deutschen Johrmarker Dialekt gab es dafür den Begriff „Brunne zuwerfe“ -, sondern von einer „Spezialfirma“ mit einer Platte abgedeckt werden.
- Man kann sich auch viel über die in der Gemeinde brodelnden Animositäten zusammenreimen. Ion Delvai zeigte sich verwundert darüber, dass nur ein „eingeweihter Kreis“ von dem jüngsten Verkauf von Baulandparzellen erfuhr, worauf Virgil Bunescu sofort reagierte, ohne eigentlich persönlich angesprochen worden zu sein. „Das stimmt nicht“, polterte er in bekannter Manier, „mein Sohn wollte auch eine Parzelle und hat keine bekommen.“
Ein Mitarbeiter des Planungsbüros
erläutert den Bebauungsplan.

FotoQuelle: Podcast
- Der Hammer ging aber ganz woanders nieder, und zwar auf der ehemaligen Dorfweide, „Hutwadd“, wie wir Altjahrmarkter in unserem Dialekt sagten. Dort soll nämlich ein Gewerbe- Industrie- und Wohnmischgebiet von für eine Gemeinde schwer vorstellbaren Ausmaßen entstehen. Bunescu sagt, er hat das Ganze „vorgedacht für 10 Jahre“. 102 ha soll das anvisierte Areal betragen. 1200 Wohneinheiten könnten dort entstehen, Geschäfte, Schule, Kindergarten, Werkstätten und Industrieanlagen. 25 bis 30 Millionen Euro dürfte das ganze kosten. Bunescu redet sich gerne in Rage. So auch hier. Er kann sich vorstellen, dass die Gemeinde in 10 Jahren über 400 – 500 Millionen Euro (nicht Lei) Steuer- und andere Einnahmen verfügen könnte. Natürlich haben die Gemeinderäte sich nach der Vorstellung des Projekts von einem Ingenieur der beauftragten Planungsfirma sofort auf das Thema gestürzt und alle Gegensätze eines solchen Vorhabens aufblitzen lassen. „Trebuie să facem lucruri mari. - Wir müssen große Sachen machen“, sagte Ionel Carabulea, worauf Florin Farkas (ein echtes Original) ihm aus dem Stegreif aufzählte, was bisher an „großen Sachen“ alles in der Gemeinde schiefgelaufen ist. Und das ist nicht wenig.
Virgil Bunescu stellt
sein Gesamtkonzept vor.

FotoQuelle: Podcast
Dass Bunescu, der das Projekt initiiert hat, sofort an die Decke ging, gehört zum Spektakel im Giarmataer Rathaus. Er hat seine Sicht der Dinge noch einmal erläutert. (Foto)
+ + + Fakt ist, dass die Struktur unseres Jahrmarkt oder Johrmarkt von anno dazumal endgültig verschwindet, wenn dieses Vorhaben realisiert wird. Reinschauen in diese Video-Sitzung lohnt sich für Kenner der rumänischen Sprache auf jeden Fall. https://www.facebook.com/826621574375152/videos/270545280805614/ + + +

Minodora Ștefănescu will Bürgermeisterin in Giarmata werden
aus TimișPlus.ro, Timişoara / Temeswar, 29.05.2020
Heuer sollen in Rumänien sowohl Kommunal- als auch Parlamentswahlen stattfinden. Alles hängt aber von der grassierenden Pandemie ab. Genaue Termine für die Wahlen gibt es noch nicht. Die Postenanwärter bringen sich auf jeden Fall schon in Stellung. In Giarmata gibt es neuerdings auch eine Kandidatin für den Chefposten im Rathaus. Minodora Ștefănescu wird von dem Parteienbündnis USR-PLUS (Union Rettet Rumänien - Partei Freiheit, Einigkeit, Solidarität) ins Rennen geschickt. Die Kandidatin arbeitet seit 20 Jahren in der Privatwirtschaft als Ökonomistin (economistă) und wird mit folgender Aussage zitiert: „In Giarmata wurden in der letzten Zeit keine seriösen Investitionen getätigt. Giarmata liegt 10 km von Temeswar entfernt, schaut aber aus wie ein Dorf auf einem Berggipfel. Wir haben keinen Asphalt, haben keine Kanalisation, haben keine Wassergräben, haben keine Fußgängerwege. Wir haben nichts von dem, was eine so nahe zu Temeswar liegende Gemeinde haben müsste.“
+ + + Klar, das klingt bei Virgil Bunescu alles ganz anders. Rumänien und Giarmata scheint ein langer, sehr langer Wahlkampf bevorzustehen. + + +

Visionen über Visionen
aus FOAIA de GIARMATA, Timişoara / Temeswar; Mai 2020
- Um Visionen ist der Giarmataer Bürgermeister Virgil Bunescu nie verlegen. Das kann man auch aus einem ausführlichen Interview in diesem Online-Blatt herauslesen. Neue Viertel für junge Menschen sind in der fast 10.000 Einwohner umfassenden Gemeinde längst in verschiedenen Bauphasen. Noch nicht begonnen, aber angedacht ist ein „Aqualand“ auf dem Gelände des ruinierten Dorfbades. Das Thermalbad soll auf 30 ha realisiert werden, und das „auf europäischem Niveau“. Und weiter: „Wir werden einen Ort schaffen, an dem der Mensch sich gut fühlt, umgeben von Natur und Grün. Wir wollen, dass der Ort nicht nur zur Erholung Angereister dient, sondern besonders für die Bürger der Gemeinde da ist, denn sie haben eine solche Erholungsmöglichkeit verdient, wohin sie sich nach der Arbeit oder an freien Tagen zurückziehen können, um Ruhe und Entspannung zu finden.“
- In einem anderen Beitrag dieser Ausgabe von FOAIA de GIARMATA gibt Roxana Furdean eine ausführliche Antwort auf mehrere Leserfragen zum Thema „Eingelagerte Viren“. Diese Antwort bestätigt die nicht unbekannte Vorliebe der Rumänen für Verschwörungstheorien.
+ + + Davon haben wir allerdings in letzter Zeit in Deutschland auch genug – Theorien & Theoretiker. + + +

+ + + Wann mer Altjohrmarker noch „dehoom“ wäre, meechte mer desjohr es eerschte Mol in unsrer Geschichte (schun abgelaaf awwer noch net ufgschrieb) ohne Kerweihmäd un -buwe un ohne Spitziche un Stumpiche feire – dank Corona SARS-CoV-2, so e winziches Stick Mistviech. - Trotzdem winsch ich alle Altjohrmarker un annre Leit, die wu iwer Phingste bei meim Blog vorbeischaue, scheene, sunniche Feiertäch. + + +

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